Organisation

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Die Institutionen des Jugendmedienschutzes

In Deutschland befassen sich viele verschiedene Institutionen mit dem Jugendmedienschutz, denn mit fast jedem neuen medialen Vertriebsweg hat sich jeweils eine neue Institution gegründet. Die Schaffung einer einzigen Institution für alle Medien wäre auch nicht so einfach, weil nach unserem Grundgesetz der Bund für Trägermedien (Kinofilme, DVDs, Computerspiele) zuständig ist, während Fernsehen und Telemedien (Internet) in die Regelungskompetenz der Länder fallen. 

Hinzu kommt, dass aufgrund des Verbots der Vorzensur (Art. 5 Abs. 1 GG) die zuständigen Institutionen auf die Nachkontrolle beschränkt sind. So kann die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), eine Bundesbehörde, erst nach der Veröffentlichung tätig werden. Dies hat zur Folge, dass die Vertriebsbeschränkungen durch die Indizierung manchmal erst wirksam werden, wenn bereits viele Jugendliche den Inhalt zur Kenntnis genommen haben.

Einrichtungen der Freiwilligen Selbstkontrolle

Es ist also im Interesse des Jugendschutzes und auch der Anbieter, die Medien schon vor der Veröffentlichung begutachten und klassifizieren zu lassen. Die Behörden übertragen daher einen Teil ihrer Kompetenzen an Selbstkontrolleinrichtungen. 

Die Obersten Landesjugendbehörden (OLJB), die nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) für die Altersfreigaben bei Kinofilmen, DVDs und Computerspielen zuständig sind, haben ihre Prüfkompetenzen an die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) bzw. die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) abgegeben. 

Für die Überprüfung der Jugendschutzbestimmungen im privaten Fernsehen (die öffentlich-rechtlichen Sender regeln den Jugendschutz intern) und im Internet ist nach dem Jugendmedienschutz Staatsvertrag (JMStV), einer Ländervereinbarung, die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zuständig, ein Organ der Landesmedienanstalten. Die KJM hat für Fernsehinhalte die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und für Telemedien (Teletext, Internet) die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) als Selbstkontrolleinrichtungen anerkannt. 

Jugendschutz im Internet

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