KJM

Kommission für Jugendmedienschutz

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ist für die Überprüfung von Jugendschutzbestimmungen im privaten Fernsehen und im Internet zuständig.

Aufgaben

Die KJM wird in der Regel durch Beschwerden aus der Bevölkerung auf Medieninhalte aufmerksam, die möglicherweise gegen Jugendschutzvorschriften verstoßen. In solchen Fällen werden Beanstandungsverfahren eingeleitet. Folgt die KJM der Beschwerde mehrheitlich, wird eine Beanstandung ausgesprochen, die mit einem Bußgeld bis zu 500.000 Euro belegt werden kann. 

Eine weitere wichtige Aufgabe der KJM besteht darin, Selbstkontrollen von Medienanbietern anzuerkennen. Anerkannte Selbstkontrollen (z.B. FSF und FSM) können die Bestimmungen des Jugendschutzes gegenüber ihren Mitgliedern weitgehend selbstständig überprüfen und durchsetzen.
Außerdem ist die KJM für die Prüfung und Genehmigung von Verschlüsselungs- und Vorsperrungstechnik sowie die Anerkennung von Jugendschutzprogrammen im Internet zuständig. 

Zusammensetzung

Die Kommission besteht aus zwölf Mitgliedern und jeweils einer Vertretung: Sechs Mitglieder sind Direktoren von Landesmedienanstalten, vier Mitglieder werden von den Obersten Landesjugendbehörden benannt und zwei Mitglieder werden vom Bund bestimmt. Zusammen wählt die KJM einen Vorsitzenden, der aus den Reihen der Direktoren stammen muss.