ProgrammprüfungFSF-Altersfreigaben

FSF-Altersfreigaben mit ProgrammInfos

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurze Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 30.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

 

Programme mit 0-9

Die 10 Regeln der Liebe

USA 2001
Komödie

Die Liebeskömodie um Frauen, Männer, ihre Beziehungen zueinander und die daraus gewonnenen Lebenserfahrungen besteht zu großen Teilen aus einem langen an das Publikum gerichteten Monolog der Protagonistin Shanté, der vor allem Klischees heterosexueller Partnerschaften reproduziert. Das Genre Comedy ist jederzeit offensichtlich und auch unter 12-Jährige können die parodistische Überzeichnung bereits erkennen. Weil keine Anknüpfungspunkte zu der kindlichen Lebenswelt gegeben sind und entsprechend von einer angemessenen Distanzierung und Einordnung sowohl der klischeehaften Rollenbilder als auch der zotigen und z.T. derben Sprachebene des Films auszugehen ist, entschied der FSF-Prüfausschuss, diesen Film für das Tagesprogramm bei einer Altersfreigabe ab 12 Jahren freizugeben. Einer Freigabe ab 6 Jahren wurde aufgrund der Dichte an Klischees und der derben Sprachebene nicht zugestimmt.

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

The 100

Staffeln 01, 02, 04
USA ab 2013
Science-Fiction

The 100 ist eine dystopische, gezielt auf ein jugendliches und junges erwachsenes Publikum zugeschnittene Abenteuerserie. 3010 – 97 Jahre nachdem ein Atomkrieg nahezu jegliches Leben auf der Erde ausgelöscht hat – befinden sich die letzten Überlebenden der Menschheit an Bord eines Raumschiffs. Unter dem Druck schwindender Ressourcen werden 100 aufrührerische oder kriminell gewordene Jugendliche zur Erde entsandt – unter Einsatz ihres Lebens sollen sie herausfinden, ob die Möglichkeit besteht, den Planeten in naher Zukunft wieder zu besiedeln.

Ähnlich wie bei der Tribute von Panem-Trilogie werden anhand eines hochfiktionalen Stoffes gesellschaftskritische Themen (z.B. Staats- und Gesellschaftsformen) vorgestellt und auch kritisch von den jugendlichen Figuren diskutiert. Mehr und mehr wachsen die Jugendlichen in die große Herausforderung hinein, Verantwortung zu übernehmen. In dieser Hinsicht regt die Serie zum Nachdenken an und bietet keine einfachen Lösungen, was in Bezug auf Jugendschutzaspekte grundsätzlich positiv zu bewerten ist.
Die Episoden sind dramaturgisch dicht und spannend inszeniert, Gewaltspitzen sind nicht spekulativ oder werden unnötig ausgespielt. Auch wenn die Gewalt im Verlauf der ersten Staffel deutlich anzieht und durchaus drastische und grenzwertige Bilder vorkommen, sah der FSF-Prüfausschuss doch zumeist eine starke dramaturgische Notwendigkeit dieser Gewaltspitzen bei gleichzeitig kritischer Einordnung. Im letzten Drittel kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen und ab Episode 12 der ersten Staffel werden auch zunehmend horrormäßige Elemente eingesetzt. Die unter Jugendschutzgesichtspunkten problematischen Botschaften, z.B. in Form von drastischen Gewaltspitzen, müssen für eine Hauptabendplatzierung vom Sender entfernt werden. (Stand: April 2015)

Weitere Informationen zur Sci-Fi-Serie The 100 gibt es im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

100 Code

Staffel 01: Eps. 01 – 03
USA 2014
Thriller

In der Krimiserie 100 Code, die in Schweden spielt, sucht ein Ermittlerteam nach einem Mädchenmörder, der jeweils zwei Mädchen pro Wintermonat tötet und z.T. auch vorher vergewaltigt.
Das inhaltlich erschreckende Szenarium, das gerade Mädchen in der Pubertät als belastende und intensive Horrorphantasie erreichen kann, wird weitgehend dialogbasiert erzählt. Im Vordergrund stehen die Ermittlungsarbeiten und die privaten Probleme der beiden Polizisten. Auch das Leid der zahlreichen jungen Opfer bleibt eher abstrakt, zumindest bis zur Schlussszene der ersten Episode: Eine junge Frau wird lebendig mit einem Atemschlauch begraben. Die Darstellung erfolgte nicht drastisch und erfüllt für ein erwachsenes Publikum ihren spannungsfördernden Zweck. Für 12-bis 15-jährige Zuschauerinnen hingegen, die dem Sujet Vergewaltigung und Mädchenmorde noch weniger Medien- und Lebenserfahrung entgegensetzen können als ältere, wurde die Ausführlichkeit dieser Sequenz vom Prüfausschuss als nachhaltig belastend und übermäßig ängstigend bewertet, weshalb diese Szene für die Programmierung im Hauptabendprogramm entfallen muss.
Die zweite Epsiode konnte nur für ein ab 16-jähriges Publikum freigeben werden, da eine übermäßige Angsterzeugung für unter 16-Jährige durch mehrere Einzelszenen wahrscheinlich ist. Zudem werden im Aspekt der Folter durch Conley Wirkungen im Bereich der sozialethischen Desorientierung und Gewaltbefürwortung für unter 16-Jährige vermutet. (Stand: März 2015)

Weitere Informationen zur Thrillerserie 100 Code im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

1000 Wege ins Gras zu beißen

Staffeln 02 – 06: diverse Episoden
USA 2011
Show

In der gescripteten Unfallshow werden in kurzen Szenen Unfälle oder skurrile Ereignisse nachgestellt, bei denen Menschen vermeintlich ums Leben kamen. Durch die Einblendung von Datum und Ort, durch wissenschaftliche Erläuterungen oder Interviews mit Experten oder Zeugen wird suggeriert, dass alle Unglücke tatsächlich passiert sind. Die drastische Inszenierung der Unfallhergänge, zum Teil unter Einsatz von Splatter- oder Horroreffekten, in Verbindung mit einer zynischen, das Makabere betonenden Off-Kommentierung, die die Schuld an der Tragödie oft den Verunglückten selbst zuschreibt, stellt für Kinder eine klare Überforderung dar und kann nachhaltig ängstigend und desorientierend wirken. Ab 16-Jährige können dagegen zwischen Fiktion und Realität unterscheiden, den schwarzen Humor in den grotesken Szenen erkennen und auch drastische Details auf der Bildebene verkraften, weshalb die große Mehrheit der Folgen ab 16 Jahren freigegeben wurde. Einzelne Folgen mit bildlich weniger ausgespielten Unfallszenen erhielten die Freigabe ab 12 Jahren; bei ernsthafteren und alltagsnäheren Themen sowie spekulativer Inszenierung der Unfälle wurden Freigaben ab 18 Jahren erteilt. (Stand: Mai 2013)

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)
Ab 18 Jahren / Nachtprogramm (23.00 – 6.00 Uhr)

11.22.63 – Der Anschlag

Staffel 01: diverse Episoden
USA 2016
Drama

Im Mittelpunkt der Dramaserie steht der Highschool-Lehrer Jake Epping, der durch ein geheimes Zeitportal ins Jahr 1963 zurückreist und dort die Ermordung John. F. Kennedys verhindern soll.
Die Serienadaption zu Stephen Kings Der Anschlag ist ruhig und dialoglastig inszeniert. Viele kurze, spannende Momente sind nicht darauf ausgelegt, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren nachhaltig zu ängstigen. Zudem ermöglichen die zeitliche Distanz und das US-amerikanische Setting eine distanzierte Rezeption. Belastende und gewalthaltige Bilder sind gut in die Geschichte eingebunden und für 12-Jährige verkraftbar. Episode zwei muss für die Hauptabendprogrammierung um eine Szene, die die Erdrosselung eines Mannes detailliert zeigt, verkürzt werden. Denn diese Sequenz, in die auch Kinder involviert sind, kann auf 12-Jährige verstörend wirken. Mit der Entschärfung ergibt sich die Freigabe ab 12 Jahren für das Hauptabendprogramm. (Stand: April 2016)

Weitere Informationen zur Dramaserie 11.22.63 – Der Anschlag gibt es im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

12 Monkeys

Staffel 01: Eps. 01 – 03
USA 2015
Fantasy

Die fantastische Handlung der Mysteryserie ist angelehnt an Terry Gilliams Film 12 Monkeys und spielt in verschiedenen Welten sowie in mehreren Zeitebenen. Protagnonist Cole wird in die Vergangenheit geschickt, um Terroristen – die einen Großteil der Weltbevölkerung durch Bakterien eliminiert haben – das Handwerk zu legen.
Die dialogreiche und alltagsferne Serie bietet mit ihren fantastischen Elementen zahlreiche Distanzierungsmöglichkeiten und ist für ab 12-Jährige klar dem mystischen Genre zuzuordnen. Einige bedrohliche und z.T. gewalthaltige Szenen sind enthalten, diese sind jedoch nicht geeignet, Kinder ab 12 Jahren nachhaltig zu ängstigen. Deshalb kann einer Freigabe für das Hauptabendprogramm stattgegeben werden. Gegen eine Freigabe für das Tagesprogramm – hierbei muss dem Wohl unter 12-jähriger Kinder Rechnung getragen werden – sprechen o.g. ängstigenden Inhalte und Bilder. (Stand: August 2016)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

127 Stunden

USA 2010
Drama

Das Survival-Drama schildert einen folgenschweren Unfall: Bergsteiger Aron Ralston wird durch einen herunterfallenden Felsbrocken eingeklemmt, schwankt in auswegloser Lage über Tage zwischen Abschieds- und Todesgedanken, bis er sich durch Amputation seines Unterarmes befreien und von anderen Wanderern gerettet werden kann.
Zwar ist der Film nicht durchgängig beklemmend, weil sich die Stimmung auch immer wieder aufhellt und die Hoffnung auf Rettung wach gehalten wird. Für jüngere Zuschauer ist das gute Ende allerdings nicht vorhersehbar, so dass die Ausweglosigkeit über weite Strecken des Filmes im Vordergrund steht und jüngere Zuschauer stark belastet. Hochdramatische Einzelszenen verstärken das Ängstigungspotenzial, z.B. die Regenszene oder Arons Visionen, deren ironische Brechungen auf Kinder nicht entlastend wirken kann.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

1992

Staffel 01: Eps. 01, 02
I 2015
Drama

Die italienische TV-Serie zeigt fiktive Figuren vor der Folie einer realen Geschichte mit politischem Hintergrund. Im Mittelpunkt der komplexen Dramaserie steht das Geflecht aus Korruption, Amtsmissbrauch und Kriminalität im Italien der frühen 1990er-Jahre.
Im Allgemeinen gibt es für den jüngeren Zuschauer ausreichend Distanzierungsmomente, wie die historische Distanz, Thematik, Dialoglastigkeit, fehlende Identifikationsmöglichkeiten und Inszenierung. Als problematisch im Sinne einer Beeinträchtigung für unter 12-Jährige wurden in den einzelnen Episoden vereinzelte Überfall-, Bedrohungs- und Sexszenen diskutiert, jedoch aufgrund der sehr zurückgenommenen Darstellungsebene als nicht nachhaltig eingeschätzt. (Stand: Juli 2015)

Weitere Informationen zur Dramaserie 1992 gibt es im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

23 Cases

Staffel 01
D 2015
Krimi

Die deutsche Krimiserie handelt von Maximilian Rapp, der 23 Morde gesteht. Zwei BKA-Ermittler haben Zweifel an seiner Schuld und versuchen, sein Motiv und die Mordfälle aufzuklären.
Die Episoden sind genretypisch und zurückhaltend konstruiert. Spannung wird durch das Rätsel um Rapps Beweggründe erzeugt. Leichen- und Opferbilder sind nur kurz zu sehen, grausame Details werden nicht inszeniert. Da die Kriminalserie die Wiederherstellung von Gerechtigkeit thematisiertund die dargestellten Verbrechen von der positiv besetzten Identifikationsfigur Tara immer als moralisch verwerflich eingeordnet werden, wird eine desillusionierende und gewaltbefürwortende Wirkung ausgeschlossen. Einzelne Szenen haben in ihrer Inszenierung das Potenzial, Kinder unter 12 Jahren übermäßig zu ängstigen, weswegen die Serie für das Hauptabendprogramm ab 12 Jahre freigegeben wurde. (Stand: März 2016)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

4 Blocks

D 2017
Drama

Die actionreiche Dramaserie spielt im Milieu der arabischen Clans von Berlin. Toni will eigentlich aus dem Sumpf von Drogen, Prostitution und Geldwäsche aussteigen. Nachdem sein Schwager bei einer Razzia verhaftet wird, ist es Toni der Familie schuldig, erneut die Führung des Clans zu übernehmen.
Die Serie beinhaltet zahlreiche Bedrohungsszenarien und Gewaltszenen mit brutalen Gewaltspitzen und vermischt dabei mitunter Täter- und Opferperspektive. Aufgrund ihrer Gestaltung, Erzählweise und Thematik erweist sich die Serie als jugendaffin und bietet dem Publikum aufgrund ihrer Realitätsnähe zahlreiche Anknüpfungspunkte. Gleichzeitig wird jedoch ein einseitiges und klischeebeladenes Bild von Kriminellen präsentiert, das sowohl Ängste als auch Attraktivität vermitteln kann. Frauen tauchen nur am Rande oder aber passiv und schutzlos auf, es überwiegt die Selbstherrlichkeit der männlichen Darsteller. Toni, der zwar aussteigen will, handelt als Charakter eher widersprüchlich, da er dennoch unhinterfragt Gewalt als Mittel einsetzt, um seine Geschäfte zu führen. Ab 16-Jährigen wird zugetraut, die Gewaltspitzen zu verkraften und die Stereotype als solche zu erkennen. Für jüngere Jugendliche birgt die Serie ein zu hohes Beeinträchtigungspotenzial. (Stand: April 2017)

Weitere Informationen zur Dramaserie 4 Blocks gibt es im FSF-Blog.

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

4400 – Die Rückkehrer

USA ab 2004
Fantasy

4400 von der Erde spurlos Verschwundene kehren in einer galaktischen Kapsel gemeinsam zur Erde zurück. Nicht wissend, wo sie gewesen sind, versuchen die 4400 an ihr früheres Leben anzuknüpfen, was durch hinzugewonnene außergewöhnliche Fähigkeiten erschwert wird.
Die Mystery-/Science-Fiction-Serie spielt mit fantastischen Elementen in einem realistischen Umfeld, dem Seattle der Gegenwart. Die große Anzahl an Protagonisten und ihren Schicksalen dürfte jüngere Kinder verwirren, das fortgesetzte Hin und Her zwischen den Erzählsträngen lässt andererseits keine große Empathie mit den einzelnen Figuren aufkommen. Für Kinder interessante Bezugspersonen, die ihnen den Einstieg erleichtern würden, gibt es in der Serie nicht. Inhalte und Hintergründe werden zu einem großen Teil über die Dialoge vermittelt, episodische Lösungen sorgen für Ruhepausen nach Spannungsmomenten. Bedrohliche Situationen und potenziell belastende Szenen wurden für die Ausstrahlung im Tagesprogramm entschärft, Gewaltszenen größtenteils entfernt. Gesamtkontext und Rahmenhandlung werden sich dem Verständnis von unter 12-Jährigen zwar entziehen, eine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung auf Jüngere wird aber nicht gesehen. (Stand: Juni 2015)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)
Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

60 Days In

Staffeln 01, 03: diverse Episoden
USA 2016
Dokumentation

Das US-amerikanische Realityformat begleitet Unschuldige, die sich freiwillig, aus unterschiedlichen Motiven für 60 Tage in eine Strafvollzugsanstalt einschleusen lassen. Einigen Teilnehmenden geht es darum, neue Erfahrungen zu sammeln, andere möchten die undercover gewonnenen Informationen über den Gefängnisalltag nutzen, um die Haftbedingungen zu verbessern.
Neben den Interviewsequenzen und Alltagssituationen werden immer wieder Bilder von Überwachungskameras montiert, die auch Konflikte oder Schlägereien zeigen. Die Bilder sind kurz, teils auch drastisch und ohne erkennbaren inhaltlichen Zusammenhang, sie dienen vielmehr als Spannungsmoment, indem sie das Risiko des Experiments für die Teilnehmer betonen. Daneben wird Drogenmissbrauch in kurzen Schnittbildern angedeutet, die ebenfalls das Milieu und die Situation illustrieren sollen. Die Wirkungsmacht dieser Bilder wird nach Meinung der Prüfenden durch ihre ständigen Wiederholungen geschwächt. Auch sind die Erzählkonventionen ab 12-Jährigen aus anderen Realityformaten bekannt. Die Protagonisten werden als individuelle Persönlichkeiten und nicht stigmatisiert dargestellt. Einige Konflikte wirken arg konstruiert, was zu einer Distanzierung des Gesehenen beiträgt, auch bietet das in sich geschlossene US-amerikanische Setting einen Entlastungsrahmen. Die Sendung konnte daher für Zuschauer ab 12 Jahren freigegeben werden. (Stand: Oktober 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

9

USA 2009
Animation

Der Animationsfilm spielt in einer postapokalyptischen Zukunft. In der verwüsteten Welt, die nur noch aus wenigen puppenähnlichen Wesen und einer Überzahl monsterhafter Roboter besteht, kämpfen die Puppenwesen ums Überleben.
Bei dem im kindaffinen Gewand daherkommenden Trickfilm, der Kinder durchaus ansprechen dürfte, handelt es sich keineswegs um einen Kinderfilm. Mit zahlreichen Kampfhandlungen und Bedrohungsmomenten gespickt, unterstützt durch heftige Soundeffekte und düstere Musik, enthält der gänzlich unheilvoll wirkende apokalyptische Science-Fiction-Film eine verwirrende Story, die von Kindern unter 12 Jahren schwer zu durchschauen sein dürfte. Die Fantasygeschichte setzt insgesamt stark auf Grusel- und Horroreffekte, eine nachhaltig ängstigende Wirkung des Films auf jüngere Kinder ist auch für die Schnittfassung nicht auszuschließen. Nur wenige Puppen überleben die zahlreichen Angriffe der roboterhaften Monster. Es gibt weder eine klare Gut-Böse-Zeichnung der Charaktere noch genügend ruhige, relativierende Passagen oder hoffnungsvolle Botschaften, sodass nicht genügend Entlastungsmomente für die Altersgruppe der unter 12-Jährigen gegeben sind. Einer beantragten Platzierung im Tagesprogramm kann nicht entsprochen werden. (Stand: Dezember 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)