FSF für Medienanbieter

Die FSF für Medienanbieter

Wer Medieninhalte – seien es Fernsehprogramme, Filme, Computerspiele oder Internetangebote – öffentlich anbietet, muss den Jugendschutz beachten.

Sind Sie Anbieter von Fernsehprogrammen oder fernsehähnlichen Telemedien?

Hier erfahren Sie, was Sie beachten müssen und wie wir Ihnen dabei helfen können!

Pflichten der Medienanbieter

Bestellung einer/eines Jugendschutzbeauftragten

Für geschäftsmäßige Medienanbieter besteht grundsätzlich die Pflicht, eine oder einen Jugendschutzbeauftragte/-n zu bestellen. Jugendschutzbeauftragte fungieren als Schnittstelle zwischen dem Anbieter, den Nutzern und der Medienaufsicht. Unter bestimmten Bedingungen kann ein Anbieter die Aufgaben der Jugendschutzbeauftragten an eine Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle übertragen.

Beachten der gesetzlichen Verbreitungsverbote und -beschränkungen für jugendschutzrelevante Inhalte

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) unterscheidet drei Kategorien von Inhalten:

  1. Unzulässige Inhalte: dürfen gar nicht verbreitet werden (§ 4 Abs. 1 JMStV).
  2. Relativ unzulässige Inhalte: sind sowohl im Free- als auch im Pay-TV verboten. Im Internet dürfen diese Inhalte in geschlossenen Benutzergruppen für Erwachsene zugänglich sein. Um das zu gewährleisten, müssen Anbieter technische Altersverifizierungssysteme vorschalten (§ 4 Abs. 2 JMStV), wie z.B. altersfreigaben.de von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM).
  3. Entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte: Medieninhalte, die die Entwicklung von Heranwachsenden zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit beeinträchtigen können, dürfen nur so verbreitet werden, dass Kinder und Jugendliche der betroffenen Altersstufe sie üblicherweise nicht wahrnehmen (§ 5 JMStV).

Weiterlesen:

Maßnahmen bei entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten

Um zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte wahrnehmen, kann der Anbieter

  • eine Sendezeit wählen, die der Altersfreigabe für das Angebot entspricht,
  • das Angebot technisch kennzeichnen, sodass es von einem Jugendschutzprogramm ausgelesen und ggf. blockiert werden kann.

Hält sich ein Anbieter nicht an die gesetzlichen Vorgaben, drohen empfindliche Strafen. Das reicht von Geldbußen bis zum Freiheitsentzug.

Weiterlesen: 

Vorteile der Freiwilligen Selbstkontrolle

Anbieter, die sich einer Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle anschließen und sich an deren Vorgaben halten, genießen einige Vorteile. Wer seine Angebote vor der Ausstrahlung durch die FSF bewerten lässt und der erteilten Altersfreigabe entsprechend verbreitet, ist vor Sanktionen der Aufsicht weitestgehend geschützt. Bußgelder bis zu 500.000 Euro können so vermieden werden

Weiterlesen:

Leistungen der FSF

Altersfreigaben

Die FSF bewertet AV-Produkte unter Jugendschutzgesichtspunkten und vergibt Altersfreigaben. Ihre Entscheidungen haben die sogenannte Privilegierungswirkung, d.h., sie schützen vor Sanktionen durch die Medienaufsicht.

Bearbeitung unter Jugendschutzgesichtspunkten

Sachverständige und erfahrene Prüferinnen und Prüfer bearbeiten Ihre Produkte unter Gesichtspunkten des Jugendschutzes, um bei Grenzfällen die Ausstrahlung zu einer bestimmten Sendezeit oder die Verbreitung mit der gewünschten Altersfreigabe zu ermöglichen.

 

Gutachten

Die Prüfentscheidungen der FSF werden in ausführlichen Gutachten begründet. Bei Bedarf erstellt die FSF auch Jugendschutzgutachten für neue Formate oder auf der Grundlage von Drehbüchern.

 

Beratung

Die FSF ist seit 1993 für ihre Mitgliedsunternehmen verlässlicher Ansprechpartner für alle Fragen rund um Jugendschutz. Sie steht ihren Mitgliedern und deren Jugendschutzbeauftragten zur fachlichen Beratung auch im Hinblick auf den Einkauf, die Produktion und die Entwicklung von Programmen zur Verfügung.

Das betrifft

  • das für Ihr Produkt angemessene Verfahren für die gesetzeskonforme Verbreitung,
  • Jugendschutzlösungen für die verschiedenen Vertriebswege – von Streaming-, Free-to-Air- oder Video-on-Demand-Angeboten über Pay- und Free-TV bis zur Auswertung auf DVD,
  • potenziell jugendschutzrelevante Inhalte in der laufenden Produktion.

Service und Information

 

 

Für ihre Mitglieder hält die FSF ein umfangreiches Servicepaket bereit.

Dazu zählt:

  • eine Datenbank mit über 25.000 Jugendschutzgutachten: Sie können überprüfen, ob Ihr Produkt bereits eine Alterskennzeichnung hat, und sparen Aufwand, Zeit und Geld für eine erneute Prüfung;
  • eine Anlaufstelle für Zuschauerbeschwerden: Auf Anliegen und Fragen, die den Jugendschutz betreffen, wird kompetent eingegangen;
  • kompakte Jugendschutzinformation mit Alterslabel für die Veröffentlichung;
  • medienpädagogische Projekte und Materialien;
  • ein umfangreiches Online-Angebot.

Weiterbildung

Das TV- und Online-Geschäft erfordert eine unbürokratische, flexible, Just-in-time-Abwicklung von Aufträgen – wir sind darauf eingestellt!

> Vom Prüfantrag zur Ausstrahlung: Der Weg eines Films
> Kosten

Haben Sie noch Fragen?
E-Mail: dispo@fsf.de 
Tel.: +49 (0)30 23 08 36 0

Kontakt

Claudia Mikat
Claudia Mikat © FSF
  • E-Mail
  • Tel: +49 (0)30 23 08 36 0