Seminare

Schulungen zum Jugendmedienschutz

Das deutsche Jugendmedienschutzrecht ist komplex, und Verstöße können empfindliche Sanktionen nach sich ziehen. Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) bieten seit Februar 2015 praxisbezogene Schulungen zum Jugendmedienschutz an. Die Seminare richten sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von TV- und Internetunternehmen, die mit Fragen des Jugendmedienschutzes betraut sind und gesetzliche Anforderungen praktisch umsetzen.

Im Grundlagenseminar Jugendmedienschutz erhalten die Teilnehmenden einen ersten Überblick über die gesetzliche Regelung und Hinweise für die gesetzeskonforme Gestaltung und Verbreitung von Medieninhalten. JMStV, Altersverifikationssysteme, technische Alterskennzeichen: Die Pflichten von Anbietern im Onlinebereich sind zahlreich und manchmal unübersichtlich, mit dem Seminar wird eine Übersicht und praktische Tipps geboten. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fälle, die den Seminarteilnehmern in ihren Unternehmen Tag für Tag begegnen. Dafür erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit, TV- und Web-Inhalte beispielhaft selbst zu bewerten. Je nach beruflichem Hintergrund und Interesse der Teilnehmenden werden Programmtrailer, Werbe- oder Musikclips diskutiert, Fragen zur Auswertung in TV, über VoD oder DVD beantwortet oder auch Sonderthermen behandelt wie Werbung für E-Zigaretten, E-Books oder Programmierung in kindaffinen Umfeldern.

Inhalt Seminar Grundlagen Jugendmedienschutz:

  • Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) und des Jugendschutzgesetzes (JuSchG)
  • Überblick absolute und relative Verbreitungsverbote, entwicklungsgefährdende und entwicklungsbeeinträchtigende Angebote, Freigaben für verschiedene Altersstufen
  • Kriterien des Jugendmedienschutzes und Anwendungsbeispiele
  • Bewertung und Klassifizierung von Inhalten am Beispiel aktueller TV-Produktionen
  • Programmierung von Inhalten für ein Jugendschutzprogramm, technische Kennzeichnung, Altersverifikationssysteme

Zur weiteren fachlichen Qualifizierung von Jugendschutzbeauftragten bieten FSF und FSM ihren Mitgliedsunternehmen jeweils spezielle Fortbildungsformate an. Die Inhalte sind auf die konkreten Anforderungen der Unternehmen zugeschnitten und behandeln unter anderem spezifische Fragen der On-Demand und TV-Auswertung, zum Teilnehmerschutz, zu Jugendschutzlösungen für Apps und Smart TV. Hier kann auch diskutiert werden, wie radikale und extremistische Inhalte unter dem Aspekt des Jugendschutzes bewertet werden.

Inhalte individueller Fortbildungen z.B.:

  • Medienwirkung, Teilnehmerschutz, Persönlichkeitsrecht: Reality-TV aus Sicht des Jugendschutzes
  • Tagesprogrammierung und kindaffines Umfeld: Angst als Wirkungsannahme im Jugendmedienschutz
  • Jugendschutzlösungen für Apps und Smart TV: Neue Zugangswege vs. JMStV
  • Radikale und extremistische Inhalte bewerten: Jugendschutz vs. Meinungsfreiheit

Referenten

Martin Drechsler, FSM

Martin Drechsler, Rechtsanwalt, Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)

Claudia Mikat, FSF

Claudia Mikat, Medienpädagogin, Geschäftsführerin Programmprüfung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF)

Schulungen von FSF und FSM zum Jugendmedienschutz

Kontakt/Anmeldung

Per E-Mail oder telefonisch bei Claudia Mikat: 030 23 08 36 50

Termine 2017

06. April
21. September

Ort

FSF-Geschäftsstelle
Am Karlsbad 11
10785 Berlin-Tiergarten