2014_Edutainment

medien impuls am 22. Mai 2014

Let me edutain you – Fit für die digitale Welt?

Bei ihren eigenen Kindern begegnen viele Eltern den digitalen Medien mit Skepsis und Argwohn. Die Sorge um die Leseratten ist vorbei, heute geht es um negative Effekte und das Suchtpotenzial von Computerspielen und Inhalten aus dem Internet. Der Anspruch an die digitalen Angebote ist hoch. Inhalte für Kinder sollen nicht nur unterhalten, sondern selbstverständlich auch analytisches und kreatives Denken fördern, den Wortschatz erweitern oder kompetenten Umgang mit Informationen vermitteln. Durch die sogenannte Entertainment-Education (Edutainment) soll durch eine gelungene Mischung aus Unterhaltung, Information oder Bildung Wissensvermittlung quasi durch die Hintertür erfolgen. Oft zitiertes, erfolgreiches Beispiel in diesem Zusammenhang ist die Sesamstraße. Doch gibt es überhaupt einen ernsthaften Markt für Edutainment-Angebote, die von Kindern genutzt und von Eltern bezahlt werden? Wie müssen positive Inhalte gestaltet sein, damit sie den Massenmarkt erreichen? Können Unterhaltung und Bildung überhaupt im selben Angebot erfolgen?

Über die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablets wird die digitale Ansprache zunehmend mobil. Ob Spiele, Videos, Musik, die Erkundung des Weltalls oder des eigenen Körpers – das Angebot an Apps wächst viel schneller, als Eltern und Pädagogen das Spektrum überschauen können, um Gutes von Banalem oder gar Gefährlichem zu unterscheiden. Auch Jugendschützer und Medienpädagogen werden mit neuen Angebotsformen konfrontiert. Die Zugangswege, auf denen die Inhalte zu den Kindern gelangen, sind ebenso wichtig wie die Inhalte selbst. 

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Prof. Joachim von Gottberg © FSF

Begrüßung

Prof. Joachim von Gottberg
FSF

Prof. Joachim von Gottberg ist Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Nach seinem Studium der Germanistik und Theologie (Lehramt) baute er in Hannover die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen auf und beschäftigte sich neben Suchtprävention und Jugendkriminalität mit der Wirkung von Medien. Ab 1985 war er als Ländervertreter bei der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) tätig, bis er 1994 die Geschäftsführung der FSF übernahm. Er ist Chefredakteur der Fachzeitschrift tv diskurs. Seit Dezember 1999 ist von Gottberg Vizepräsident des Deutschen Kinderhilfswerks und seit April 2006 Honorarprofessor für das Fach Medienethik/Medienpädagogik an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg.

Prof. Dr. Jürgen Grimm © FSF

Unterhaltung ist Information – Edutainment-Programme im Spannungsfeld von Belehrung und Vergnügen

Prof. Dr. Jürgen Grimm
Universität Wien

Vortrag als PDF und bei YouTube

Dr. Jürgen Grimm ist Professor für Kommunikationswissenschaft am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Hier betreibt er neben seiner Lehrtätigkeit empirische Forschungen vornehmlich im Umfeld von Medienwirkungen und den daraus ableitbaren Konsequenzen für das Medienhandeln. Aktuell arbeitet er an den Projekten Geschichte im Fernsehen: TV-Geschichtsvermittlung im transnationalen Raum sowie Entertainment-Education in der Gesundheitskommunikation. Von 1992 bis 1994 leitete Dr. Grimm das DFG-Forschungsprojekt Medien: Simulation und Wirklichkeit. Neben seiner Habilitation in Medien- und Kommunikationswissenschaft zum Thema "Wirkungen von Fernsehgewalt" an der Universität Mannheim (1998) verfasste er zahlreiche weitere Publikationen.

Dr. Marion Esch © FSF

Erziehung undercover – Edutainment in Fernsehformaten

Dr. Marion Esch
Stiftung für MINT-Entertainment-Education-Excellence

Vortrag als PDF und bei YouTube

Dr. Marion Esch ist Vorstandsvorsitzende der Stiftung für MINT-Entertainment-Education-Excellence. Sie studierte Medienwissenschaften, Politologie und Erziehungswissenschaften an der Technischen Universität Berlin und promovierte dort am Institut für Medienwissenschaften. Von 1996 bis 2005 war sie im Vorstand der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. (EAF) tätig. 2006 und 2007 leitete sie das von der EU-Kommission geförderte EuroWistdom-Projekt. Dort sollten Drehbuchautoren motiviert werden, Themen aus Naturwissenschaft und Technik aufzugreifen und in ihren Filmen attraktive Berufsrollenvorbilder für junge Frauen zu schaffen. Von Dezember 2007 bis Juni 2013 leitete Dr. Esch das Projekt MINTiFF (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften und Chancengleichheit im Fiction-Format).

Prof. Dr. Friederike Siller © FSF

Mobile Lernunterhaltung – Qualität von Apps aus Sicht von Pädagogen und Kindern

Prof. Dr. Friederike Siller
FH Köln

Vortrag als PDF und bei YouTube

Dr. Friederike Siller ist Professorin für Handlungsorientierte Medienpädagogik am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Fachhochschule Köln. Sie studierte Erziehungswissenschaft und Germanistik in Freiburg und Hamburg. Nach ihrer Promotion 2007 übernahm Dr. Siller die Leitung des Projekts fragFINN und war nach Überführung von fragFINN in einen eingetragenen Verein dessen Geschäftsführerin bis 2012. Zuletzt bekleidete sie eine Juniorprofessur für Medienpädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Jutta Croll © FSF

Positive Content- und Jugendschutzprogramme – Möglichkeiten des mobilen Jugendschutzes

Jutta Croll
I-KiZ

Vortrag als PDF und bei YouTube

Jutta Croll ist seit Mai 2014 Geschäftsführerin des Zentrums für Kinderschutz im Internet – I-KiZ. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied der Stiftung Digitale Chancen, in der sie von 2002 bis 2014 als Geschäftsführerin tätig war. Jutta Croll hat an der Georg-August-Universität Göttingen Deutsche Philologie, Politologie und Publizistik studiert. Sie ist als Wissenschaftlerin in verschiedenen Projekten zur Nutzung von Medien, Förderung der Medienkompetenz und Entwicklung eines zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutzes im Internet tätig. Darüber hinaus ist sie Mitglied verschiedener Projektbeiräte und Steuerungsgruppen auf deutscher und europäischer Ebene.

Wertvolle Inhalte und sichere Zugangswege – Wie kann ein ganzheitlicher Jugendschutz aussehen?

Podiumsdiskussion mit Birgit Guth (SUPER RTL), Thomas Jarzombek (MdB CDU), Friedemann Schindler (jugendschutz.net), Otto Vollmers (FSM) und Carola Witt (ARD)

Moderation: Tanja Samrotzki

Mitschnitt der Podiumsdiskussion bei YouTube

Podiumsdiskussion medien impuls: Moderatorin Tanja Samrotzki; Diskutanten: Birgit Guth, Otto Vollmers, Thomas Jarzombek, Carola Witt, Friedemann Schindler (v.l.n.r.) © FSF
T. Samrotzki, B. Guth, O. Vollmers, T. Jarzombek, C. Witt, F. Schindler (v.l.n.r.)

Birgit Guth leitet seit 1995 die Medienforschung und seit 2008 außerdem das Qualitätsmanagement bei SUPER RTL. Dort ist sie verantwortlich für die Konzeption und Durchführung zahlreicher Studien zum Kinderfreizeitverhalten sowie zur Fernseh- und Internetnutzung von Kindern. Birgit Guth studierte Kommunikationswissenschaft, Germanistik und Marketing an der Universität Essen. Von 2001 bis 2008 war sie die Jugendschutzbeauftragte von SUPER RTL. Sie engagiert sich in zahlreichen Fachbeiräten und Vereinen, wie z.B. Erfurter Netcode, Media Smart oder "Ein Netz für Kinder".

Thomas Jarzombek ist Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU). Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf gründete er 1996 ein Unternehmen für IT-Dienstleistungen und ist heute Gesellschafter der releon GmbH & Co. KG. 2012 gründete Jarzombek den Verein für Netzpolitik „cnetz“ und initiierte den Parlamentskreis „Games“ im Deutschen Bundestag. Thomas Jarzombek ist seit 2014 Kreisvorsitzender der CDU Düsseldorf und u.a. Mitglied in den Ausschüssen „Verkehr und digitale Infrastruktur“ und „Digitale Agenda“. Außerdem ist er Sprecher und Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Digitale Agenda“ der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Friedemann Schindler ist Leiter von jugendschutz.net, der länderübergreifenden Stelle für Jugendschutz im Internet mit Sitz in Mainz. Als Lehrer arbeitete er viele Jahre in der Heimerziehung und offenen Jugendarbeit. Danach qualifizierte er sich zum Sozialpädagogen sowie zum Mediendesigner. In den letzten Jahren führte Friedemann Schindler medienpädagogische Projekte für Museen und im Bereich politischer Bildung durch. Seine derzeitigen Arbeitsschwerpunkte umfassen die Weiterentwicklung des Jugendschutzes im Internet und die Bewertung von technischen Schutzmaßnahmen.

Otto Vollmers ist seit Oktober 2011 Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM). Er studierte Rechtswissenschaften in Marburg, Paris und Wellington. Nach der Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg absolvierte er das Rechtsreferendariat in Berlin. Von 2006 bis 2011 war Otto Vollmers als juristischer Referent der FSM für Fragen des Jugendmedienschutzes tätig.

Carola Witt ist neben ihrer Tätigkeit als Juristin in der Rechtsabteilung des Norddeutschen Rundfunks seit 1999 Jugendschutzbeauftragte des NDR. Seit 2007 ist sie Vorsitzende des Arbeitskreises der Jugendschutzbeauftragten von ARD und ZDF. Carola Witt ist Mitglied im Beirat der Initiative SCHAU HIN!

Tanja Samrotzki ist seit 2011 freiberufliche Journalistin und Moderatorin. Davor arbeitete sie 12 Jahre als Parlaments-Korrespondentin für N24/Sat.1 in Bonn und Berlin.

  • Vortrag Prof. Dr. Friederike Siller; medien impuls © FSF
  • Vortrag Prof. Dr. Friederike Siller; medien impuls © FSF
  • Publikum medien impuls © FSF
  • Podiumsdiskussion medien impuls: Moderatorin Tanja Samrotzki, Birgit Guth, Otto Vollmers (v.l.n.r.) © FSF
  • Podiumsdiskussion medien impuls: Thomas Jarzombek, Carola Witt, Friedemann Schindler (v.l.n.r.) © FSF
  • Andrea Urban; medien impuls © FSF
  • Publikumsfrage medien impuls © FSF
  • Publikum medien impuls © FSF
  • Ausschnitt Vortrag medien impuls © FSF
  • Intro medien impuls © FSF
  • Impressionen medien impuls © FSF
  • Impressionen medien impuls © FSF
  • Impressionen medien impuls © FSF
  • Impressionen medien impuls © FSF

22.05.2014

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Sie sich mit Ihrer Teilnahme damit einverstanden erklären, im Rahmen der Berichterstattung über die Veranstaltung auf Fotos und Videomaterial zu erscheinen.

Impressionen medien impuls © FSF