Veranstaltungenmedien impulsKünstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz – Werkzeug des Menschen oder Menschen als Werkzeug

medien impuls am 30. Mai 2016

Maschinen werden immer schlauer. Was vor Jahren noch Science-Fiction war, stellen Experten heute als machbar vor und beschwören Revolutionen für Medizintechnik, Finanzwelt und auch Jugendschutz herauf. Noch ist das menschliche Gehirn als "Allrounder" der Mustererkennung leistungsstärker als die besten Maschinen. Die Frage ist, wie lange noch? Wissenschaftler arbeiten bei künstlichen Intelligenzen nun daran, die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns nachzuahmen. Roboter sollen menschliche Gefühle sogar selbst empfinden können. Der medien impuls beschäftigte sich mit dem Entwicklungsstand von KI und den Möglichkeiten im Jugendschutz, ob bei der automatischen Erkennung von nicht jugendfreien Inhalten, als pädagogisch wertvolles Spielzeug oder als Lernhilfe im Unterricht – die theoretischen Einsatzbereiche sind endlos. Unter anderem wurde am 30. Mai 2016 diskutiert, wie diese Entwicklungen gesellschaftlich, aber auch ethisch zu bewerten sind.

Begrüßung

Otto Vollmers ist seit Oktober 2011 Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM). Er studierte Rechtswissenschaften in Marburg, Paris und Wellington. Nach der Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg absolvierte er das Rechtsreferendariat in Berlin. Von 2006 bis 2011 war Otto Vollmers als juristischer Referent der FSM für Fragen des Jugendmedienschutzes tätig.

Wie intelligent sind die Maschinen?

Jens Redmer ist Principal, New Products bei Google Deutschland und seit 2005 im Unternehmen. Vorherige Stationen bei Google waren New Business Development für Google in Europa und Leitung des Google Book Search Programmes in Europa. Er studierte Informatik/Medizin an der Universität Kiel. Seine Laufbahn begann er 1995 beim Axel Springer Verlag in Hamburg. Danach folgten Stationen bei ricardo.de AG, dem europäischen Online-Auktionsservice (heute: qxl.com), bei AOL und Endemol. Redmer ist Beiratsmitglied des Publishing Centre des University College of London und Mitglied des Aufsichtsrates bei der PON Holdings, dem niederländischen Mobilitäts-Konglomerat und Generalimporteur für Volkswagen, Porsche und Audi.

Vortrag bei YouTube

Jugendschutz ex machina. KI-Ansätze in Jugendschutz und Medienbildung

Stephan Dreyer ist seit 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hans-Bredow-Institut (HBI). Er studierte Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Information und Kommunikation an der Universität Hamburg. Sein Forschungsinteresse gilt insbesondere rechtlichen Fragestellungen im Schnittbereich von Jugend-, Daten- und Verbraucherschutz sowie den Herausforderungen, denen sich rechtliche Steuerung angesichts neuer Technologien, Angebotsstrukturen und Nutzungspraktiken gegenübersieht. In diesem Rahmen führt er steuerungswissenschaftlich orientierte sowie komparative Untersuchungen von Systemen und Instrumenten medienbezogener Governance durch.

Vortrag bei YouTube

Was soll und darf Künstliche Intelligenz?

Podiumsdiskussion mit (v.l.n.r.) Adriano Mannino (EAS), Dr. Florian Röhrbein (TU München), Dr. Katharina Zweig (TU Kaiserslautern) und Miriam Janke (Moderation)

Diskussion bei YouTube

Dr. Katharina Zweig ist Professorin für Informatik an der Technischen Universität Kaiserslautern. Sie studierte Biochemie und Bioinformatik in Tübingen. Nach ihrer Dissertation 2007 zum Thema Local Behavior and Global Structures in Dynamic Systems war sie Gastwissenschaftlerin an der University of Tucson und Postdoc-Stipendiatin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Dr. Florian Röhrbein ist Dozent im Fachbereich „Robotics and Embedded Systems” an der Fakultät für Informatik der Technischen Universität München. Er ist Projektmanager des Bereichs „Neurorobotics“ im Human Brain Project, einem Großprojekt der Europäischen Kommission (Future and Emerging Technologies [FET] Flagship). Florian Röhrbein hat auf internationaler Ebene in verschiedenen Projekten zu hirninspirierten kognitiven Systemen (Brain-Inspired Cognitive Systems, BICS) gearbeitet. Er war zu Forschungsaufenthalten am MacKay Institute of Communication and Neuroscience (GB), am HONDA Research Institute Europe (D) und dem Albert Einstein College of Medicine (New York). Nach seinem Studium an der Technischen Universität München, das er mit der Promotion abschloss, erhielt er 2011 von der Universität Bremen die Venia Legendi für Informatik.

Adriano Mannino ist Philosoph, freier Autor und Präsident der Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS). Er schreibt aktuell ein Buch über den Effektiven Altruismus und das Projekt Sentience Politics. Er hat das Foundational Research Institute (FRI) mitgegründet und publiziert akademisch im Bereich der theoretischen und praktischen Ethik mit einem Fokus auf Bioethik, Populationsethik und Tierethik.

Miriam Janke ist studierte Kulturwissenschaftlerin und gelernte Journalistin. Sie konzipiert und moderiert Veranstaltungen auf Deutsch, Englisch und Spanisch. Außerdem coacht und trainiert sie Menschen, die reden, schreiben und in der Öffentlichkeit auftreten.