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Artikel in tv diskurs

Jens Förster, Manfred Nussbaum:

Eklig, aber faszinierend

Sechs Paradoxien bei der medialen Darstellung sexueller Vielfalt

In: tv diskurs. Verantwortung in audiovisuellen Medien
24. Jg., 4/2020 (Ausgabe 94), S. 44-49

Sexualität gehört genauso selbstverständlich zum Leben, wie sie tabuisiert wird. Auch was die Darstellung von Sex in den Medien angeht, schwanken Reaktionen zwischen Neugierde, Voyeurismus und Abwehr – bis hin zu Rufen nach Zensur. Kaum ein Thema, so scheint es, ruft derartig paradoxe Reaktionen hervor. Vor allem wenn es um Abweichungen von heterosexuell normierter Monogamie geht, sind diese Paradoxien offenbar. Da erzeugen Themen wie Transsexualität, Sadomasochismus oder Polygamie, um nur einige zu nennen, häufig neugieriges Staunen, aber zugleich Abwehr, Ekel und Scham. Oft besteht zudem ein Spannungsverhältnis zwischen Toleranz und Normen der politischen Korrektheit einerseits und religiösen und traditionellen Werten andererseits. Besonders schwierig wird es, wenn es darum geht, was Jugendliche wissen sollten und dürfen und wie abweichendes, aber legales Verhalten bewertet wird. Mit welchen Spannungen werden wir diesbezüglich konfrontiert?

Dr. habil. Jens Förster ist Diplom-Psychologe, Therapeut, Coach, Autor und Unternehmensberater. Er ist Direktor des Systemischen Instituts für Positive Psychologie in Köln.

Manfred Nussbaum ist Diplomsozialarbeiter, Sexualpädagoge und Paar- und Familientherapeut. Er ist Direktor des Systemischen Instituts für Positive Psychologie in Köln.

 

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