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Die FSF

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ist ein gemeinnütziger Verein privater Fernsehanbieter in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch Publikationen, Veranstaltungen und medienpädagogische Aktivitäten den bewussteren Umgang mit Medien zu fördern.

Jugendschutz im Fernsehen

Welche Inhalte unter Jugendschutzgesichtspunkten wann und wie im Fernsehen gezeigt werden dürfen, regelt in Deutschland der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV). Nach seinen Vorgaben prüft auch die FSF das Programm ihrer Mitgliedssender.

Die Prüfausschüsse der FSF bestehen aus unabhängigen Fachleuten, die im Bereich der (Medien-)Pädagogik, der Psychologie oder der Jugendhilfe arbeiten und ehrenamtlich in den Ausschüssen tätig sind. Die Prüferinnen und Prüfer entscheiden vor der Ausstrahlung von Fernsehprogrammen über die sachgerechte Programmierung. 

Eine Programmierung unter Jugendschutzgesichtspunkten hängt insbesondere von einem vertretbaren Maß an Gewalt- und Sexualdarstellungen ab (mehr dazu: Inhalte der Programmprüfung).

Alle Aufgaben, die mit den Prüfungen zusammenhängen, z.B. das Benennen der Prüferinnen und Prüfer oder das Verfassen der Prüfordnung (PrO-FSF), erfolgen durch ein unabhängiges Kuratorium. Diesem Gremium gehören u.a. Medienwissenschaftler/-innen und Jugendschutzpraktiker/-innen sowie zu einem Drittel Sendervertreter/-innen an.

Medienpädagogik

Die Prüfung von Programmen reicht allerdings nicht aus, um den notwendigen Jugendschutz im Fernsehbereich zu verwirklichen. Wichtig ist die Information der Eltern und der Appell an ihre Verantwortung, dem Fernsehkonsum ihrer Kinder nicht gleichgültig gegenüberzustehen.

Zu einem wirkungsvollen Jugendmedienschutz gehört auch, Kinder und Jugendliche nicht nur vor bestimmten Sendungen zu bewahren, sondern sie zum reflektierten Umgang mit Medien zu befähigen. Diese Medienkompetenz beinhaltet, Medieninhalte kritisch auswählen und analysieren, Medien kreativ einsetzen und zur Wissenserweiterung nutzen zu können. Ohne aktive Medienerziehung ist sinnvoller Jugendmedienschutz nicht denkbar. Die FSF wendet sich daher auch medienpädagogischen Aufgaben zu.