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Die FSF

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ist ein gemeinnütziger Verein privater Fernsehanbieter in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch Publikationen, Veranstaltungen und medienpädagogische Aktivitäten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern.

Jugendschutz im Fernsehen

Seit April 1994 lassen die Vereinsmitglieder ihre Programme bei der FSF prüfen, seit August 2003 arbeitet die FSF als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) (mehr zur Geschichte der FSF).
Die Prüfausschüsse der FSF bestehen aus unabhängigen Fachleuten, die im Bereich der (Medien-)Pädagogik, der Psychologie oder der Jugendhilfe arbeiten und ehrenamtlich in den Ausschüssen tätig sind. Die Prüferinnen und Prüfer entscheiden vor der Ausstrahlung von Fernsehprogrammen über die sachgerechte Programmierung. Ob und zu welcher Zeit Programme unter Jugendschutzgesichtspunkten gesendet werden dürfen, hängt insbesondere von einem vertretbaren Maß an Gewalt- und Sexualdarstellungen ab.
Alle inhaltlichen Aufgaben, die mit den Prüfungen zusammenhängen, z.B. das Benennen der Prüferinnen und Prüfer oder das Verfassen der Prüfordnung (PrO-FSF), erfolgt durch ein unabhängiges Kuratorium. Diesem Gremium gehören u.a. Medienwissenschaftler und Jugendschutzpraktiker sowie zu einem Drittel Sendervertreter an.

Medienpädagogik

Die Prüfung von Programmen reicht allerdings nicht aus, um den notwendigen Jugendschutz im Fernsehbereich zu verwirklichen. Wichtig ist die Information der Eltern und der Appell an ihre Verantwortung, dem Fernsehkonsum ihrer Kinder nicht gleichgültig gegenüberzustehen.
Zu einem wirkungsvollen Jugendmedienschutz gehört auch, Kinder und Jugendliche nicht nur vor bestimmten Sendungen zu bewahren, sondern sie zum reflektierten Umgang mit Medien zu befähigen. Diese Medienkompetenz beinhaltet, Medieninhalte kritisch auswählen und analysieren, Medien kreativ einsetzen und zur Wissenserweiterung nutzen zu können. Ohne aktive Medienerziehung ist sinnvoller Jugendmedienschutz nicht denkbar. Die FSF wendet sich daher auch medienpädagogischen Aufgaben zu.