Die FSFPrüferinnen u. Prüfer

Prüferinnen und Prüfer

Etwa 100 unabhängige Prüferinnen und Prüfer aus dem gesamten Bundesgebiet sind regelmäßig für die FSF als Gutachter tätig. Sie reisen mehrfach im Jahr nach Berlin, wo die Prüfungen stattfinden. Die gutachterliche Tätigkeit für die FSF ist ehrenamtlich und wird mit einer Aufwandsentschädigung honoriert.

Für die Benennung der Prüfer ist das Kuratorium zuständig. 

„In die Liste der Prüfer der FSF nimmt das Kuratorium Personen auf, die durch ihre berufliche Erfahrung oder durch ihre Ausbildung Gewähr für eine hohe Qualität der Prüfentscheidungen und -gutachten bieten. Bei ihrer Auswahl werden auch Angehörige gesellschaftlicher Gruppen berücksichtigt, die sich in besonderer Weise mit Fragen des Jugendschutzes befassen. Die Prüfer werden für die Dauer von 2 Jahren bestellt. Wiederbestellung ist zulässig“ (§ 6 Abs. 1 PrO-FSF).

Hauptamtliche Prüferinnen und Prüfer arbeiten eng mit dem Kuratorium zusammen und sollen durch ihre regelmäßige Teilnahme an den Programmprüfungen auf eine einheitliche Spruchpraxis der Prüfgremien hinwirken.
Viele der FSF-Prüfer gehören auch den Gremien der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) an, wohin sie als Jugendschutzsachverständige der Länder, als Prüfer von der Öffentlichen Hand, den Kirchen oder der Filmwirtschaft entsandt werden.

Berufliche Hintergründe

Die Mehrheit der Prüfer ist in Zusammenhängen tätig, in denen Expertenwissen in Bezug auf Medien, auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und/oder pädagogische Kenntnisse gefragt sind. Andere arbeiten freiberuflich in journalistischen oder künstlerischen Kontexten. Ein Blick auf die Biografien zeigt die Vielfalt vorhandener Kompetenzen hinsichtlich Kinder und Medien in Theorie und Praxis: Es gibt Fachreferenten für Medien und Jugendschutz bei den zuständigen Landesstellen, bei Landesfilmdiensten oder beim Deutschen Kinderhilfswerk, Filmemacher, Kinderbuch- und Drehbuchautoren und Journalisten, Juristen, Professoren und Lehrende für Medien-, Film- und Fernsehwissenschaft oder Medienpädagogik an verschiedenen Hochschulen, Mitarbeiter in Jugendmedienzentren, Jugendfilmstudios oder bei Kinderfilmfestivals u.v.m.
Jeweils bis zu fünf Prüferinnen und Prüfer werden von der Evangelischen und von der Katholischen Kirche benannt.

Besetzung der Prüfausschüsse

Die FSF-Geschäftsstelle stellt am Ende eines Jahres alle Prüfausschüsse für das folgende Jahr zusammen. Dabei wird – von den Terminwünschen der Prüferinnen und Prüfer ausgehend – darauf geachtet, dass alle Prüfer möglichst gleichmäßig berücksichtigt werden und die Zusammensetzung der Ausschüsse ausgewogen in Bezug auf Alter, Geschlecht und beruflichen Hintergrund ist (vgl. § 6 Abs. 3 PrO-FSF).

Kontinuierlicher Wechsel

Alle zwei Jahre wird durch das Kuratorium über die Zusammensetzung der Prüfer neu entschieden. Ein gewisser Wechsel wird dabei als sinnvoll erachtet, um anderen und ggf. jüngeren Personen aus entsprechenden Arbeitszusammenhängen eine Mitarbeit in den Prüfausschüssen zu ermöglichen und damit sicherzustellen, dass neue Perspektiven in die Diskussionen der Ausschüsse einfließen können.