Prüfentscheidungen

ProgrammInfos FSF

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurze Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 30.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

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Aktuelle ProgrammInfos

Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders

D, FR, GB
2006
Drama

Das im 18. Jahrhundert spielende Drama Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders handelt von dem Waisenkind Jean-Baptiste Grenouille, der in die Besessenheit gerät, ein unwiderstehliches Parfum des menschlichen Aromas herzustellen. Dafür tötet er seriell junge Frauen, deren Duft ihn betört.
Die vorliegende Schnittfassung der psychologisch abgründigen Horrorballade bietet aufgrund ihrer historischen Rahmung und märchenhaften Erzählsträngen für ab 12-Jährige ein hohes Distanzierungspotenzial. Die Bildebene des Films ist zurückhaltend, die vielen Morde und das Weiterverarbeiten zu Parfüm sind nicht detailliert dargestellt. Der Protagonist entpuppt sich als tragischer Held, dessen Handeln klar verurteilt wird. Eine Gewaltbefürwortung ist dem Film somit nicht zu entnehmen, Grenouille steht mit seinem gewaltorientierten Verhalten als Außenseiter der Gesellschaft da. Insgesamt wird keine übermäßige Angsterzeugung für die Altersgruppe der ab 12-Jährigen vermutet, für Jüngere kann eine nachhaltige Ängstigung jedoch nicht ausgeschlossen werden, da die Schnittfassung noch einige unheimliche, teils verstörende Momente enthält. (Stand: August 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Utopia

Staffel 01: Episoden 01, 03
GB
2013
Thriller

Im Mittelpunkt der Science-Fiction-Serie steht das Rätsel um die Graphic Novel The Utopia Experiments, die in der Zukunft liegende Katastrophen prophezeit. Auf der Suche nach dem Manuskript, das sich in den Händen einer kleinen Gruppe von Comicfans befindet, schrecken zwei Psychopathen vor nichts zurück.
In einem alltagsnahen, aber auch visuell überhöhten Serienkosmos bietet die jugendaffine Serie einige Identifikationsfiguren, aber auch psychopatische genretypische Kunstcharaktere. Die surreale Gestaltung, schrille Farben und experimentelle Musik schaffen Distanz. Die Figuren lassen sich leicht in Gut und Böse einordnen. Die von den "Guten" ausgeführte Gewalt findet immer aus Notwehr statt, dementsprechend wird Gewalt nicht befürwortend oder faszinierend dargestellt und ist dramaturgisch im Rahmen des Verschwörungsplots gut eingebettet. Drastische Folter- bzw. Gewaltszenen wurden bereits senderseitig gekürzt. Ab 16-Jährigen wird zugetraut, den Spannungsboden und die verbliebenen Gewaltspitzen gut verkraften zu können. Für jüngere Jugendliche birgt die Serie ein zu hohes Ängstigungspotenzial. (Stand: März 2017)

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.

Staffeln 01 – 03: diverse Episoden
USA
2013
Action

Die Serie Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D. basiert auf Comics und dem Kinofilm The Avengers, übersetzt die Stories allerdings in eine selbstironische Spielhandlung mit Superhelden. Als Protagonist fungiert der im Kinofilm als Nebenfigur auftretende Agent Phil Coulson, der mit einer Gruppe ausgewählter junger Agenten und Agentinnen seiner Organisation „S.H.I.E.L.D.“, deren Basis ein riesiges Flugzeug ist, die Welt vor diversen übernatürlichen Bedrohungen und Bösewichten beschützen muss.
Der Inszenierungsstil wirkt, insbesondere auch in den Actionszenen, intensiv und das Spannungsniveau ist hoch. Der Antragsteller hat bei den Episoden, die im Tagesprogramm wiederholt werden sollen, vorab bei Gewaltspitzen und Leichenbildern massiv gekürzt, so dass keine drastischen Einzelbilder mehr enthalten sind, die nachhaltig ängstigend wirken könnten. Distanzierend wirken auch auf Kinder unter 12 Jahren bereits der deutliche Fiction- und Abenteuer-Charakter und die selbstironischen Momente. Die Gut-Böse-Orientierung ist zumeist eindeutig, Protagonisten kommen nur selten zu Schaden, der Zusammenhalt und die Superkräfte des Teams wirken entlastend. (Stand: Februar 2015)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)
Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Escape Plan

USA
2013
Action

Undercoveragent Ray Breslin testet als getarnter Häftling Hochsicherheitsgefängnisse auf ihre Schwachstellen. Sein neuester Auftrag gestaltet sich jedoch als alles andere als ein Spaziergang, entpuppt sich zudem als Hinterhalt: Breslin soll aus dem Weg geräumt werden. Zusammen mit einem anderen Häftling versucht er alles, um dieser Hölle lebend zu entfliehen.
Der prominent besetzte Actionfilm (Stallone/Schwarzenegger) wurde der FSF in einer vom Sender umfassend von Gewaltspitzen und Folterszenen entschärften Version zur Prüfung vorgelegt. Die verbliebenen Gewalthandlungen übersteigen nicht mehr das im Hauptabendprogramm übliche Maß eines Actionfilms. Bei den von den Helden verübten Gewaltakten handelt es sich um Notwehr. Die Handlung kann von ab 12-Jährigen klar als fiktional und lebensfern eingeordnet werden. Zusätzlich bietet die deutlich zu erkennende Gut-Böse-Zeichnung der Protagonisten Orientierung, sodass für die Altersgruppe der ab 12-Jährigen keine der möglichen Risiken einer Entwicklungsbeeinträcht.Beeinträchtigung gesehen wird. (Stand: April 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Schatten der Wahrheit

USA
2000
Drama

In dem US-amerikanischen Psychothriller geht es um ein Ehepaar, deren Leben sich mit dem Umzug in ein neues Haus grundlegend wandelt. Übersinnliche und unerklärliche Vorkommnisse im Haus geben dem Film die nötige Spannung.
In der bearbeiteten Filmfassung wurde der ängstigende und verunsichernde Charakter des Thrillers wesentlich entschärft. Die Verhaltensweisen der Protagonisten sind durchschaubar und Effekte oder Schockmomente sind in überwiegendem Maße vorhersehbar. Die auf bildlicher und erzählerischer Ebene entwickelte Intensität im Spannungsaufbau und Dichte in den dramatischen Momenten übersteigt nicht das im Hauptabendprogramm übliche Maß. Eine Identifizierung des jugendlichen Zuschauers mit der weiblichen Heldin des Films wird nicht angenommen, zudem weiß sie sich in allen Gefahrensituationen zu helfen. Daher wird eine entwicklungsbeeinträchtigende Wirkung für ab 12-Jährige nicht gesehen.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Terminator 3: Rebellion der Maschinen

USA
2002
Action

Seit John Connor die Menschheit vor ihrer Zerstörung gerettet hat, lebt er am Rande der Gesellschaft. Auf seine Existenz gibt es keinen Hinweis, damit „Skynet“, ein hoch entwickeltes Netzwerk von Maschinen, das die gesamte Menschheit vernichten wollte und Krieg gegen ihn führte, ihn nicht ausfindig machen kann. Bis T-X, eine gnadenlose Tötungsmaschine, erscheint. Connors einzige Hoffnung ist der Terminator.
Der Science-Fiction-Film wurde in einer geschnittenen Fassung für das Hauptabendprogramm, für ab 12-Jährige freigegeben. Er ist ein reines Actionspektakel, bei dem es zu einigen Gewalttätigkeiten (Gewaltspitzen wurden entfernt), rasanten Verfolgungen, Zerstörungen und Explosionen kommt. Nach Einschätzung des FSF-Prüfausschusses ist bei älteren Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren eine Übertragung der Handlung auf die eigene Lebensrealität mehr als unwahrscheinlich. Als distanzierendes Moment wurden auch die zahlreichen, klar erkennbaren Computeranimationen sowie die Bezüge zu bekannten Computerspielen gewertet. (Stand: März 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Terminator 2

Tag der Abrechnung
USA
1991
Action

Zwei Terminatoren werden aus dem Jahr 2029 zurück in das Jahr 1994 geschickt. Beide haben ein Ziel, den zehnjährigen John Connor. Während der T-800 der gute Terminator ist, der von John Connor selbst aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt wurde, um ihn als Kind zu beschützen, ist der T-1000 ein höher entwickelter Prototyp und Abgesandter der Maschinen mit dem Auftrag John Connor zu eliminieren.
Der Film ist klar in einem Science-Fiction-Kontext angesiedelt und beginnt in der Zukunft, in der Kriegsszenen zwischen Menschen und Maschinen gezeigt werden. Nicht zuletzt die Tricktechnik um das immer wieder einschmelzende Metall beim Terminator T-1000 verdeutlich wiederholt den rein fantastischen Charakter des Filmes. Nach einer umfassenden senderseitigen Schnittbearbeitung erhielt der Actionfilm eine Freigabe für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm in Verbindung mit einer Altersfreigabe ab 12 Jahren. Sowohl was den Gewalteinsatz angeht – in Bezug auf eine nachhaltige Ängstigung – als auch einem möglichen Waffenfetischismus – mit Blick auf eine etwaige Gewaltbefürwortung bzw. -förderung – wurde so entscheidend entgegengewirkt. Das Kind John ist clever genug, sich gefährlichen Situationen zu entziehen bzw. wird vom guten Terminator beschützt; auch dessen Mutter übersteht alle Gefahren, wenngleich leicht lädiert, letztlich wohlbehalten. Die zunehmend menschlichen Züge des Terminators stellen auch eine humorige Komponente deutlicher heraus. Heutigen ab 12-Jährigen wird zugetraut, das Gezeigte entsprechend ohne eine Entwicklungsbeeinträchtigung zu rezipieren. (Stand: Juni 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Terminator

USA
1984
Science-Fiction

Im ersten Teil des Science-Fiction-Epos’ kämpfen nach einer Atomkatastrophe Maschinenwesen gegen die wenigen verbliebenen Menschen. Um ihre Übermacht gegenüber den Menschen in der Zukunft aufrechtzuerhalten, reist ein Terminator sowie der Kriegsveteran Kyle Reese zurück in die Gegenwart. Die Geburt des menschlichen Widerstandsanführers soll verhindert werden.Als Karikatur seiner selbst hat Schwarzenegger als Terminator mehr als 30 Jahre nach Filmentstehung seinen Schrecken als Technikhorror der Zukunft verloren. Die Effekte sind mittlerweile antiquiert, auch wirkt die Geschichte etwas holzschnittartig, aber es handelt sich nach wie vor um einen harten Film, der trotz einiger entlastender Szenen sehr viel Gewalt enthält. Allerdings erfährt die Erscheinung des Terminators im Filmverlauf nach und nach eine gewisse Schwächung, sodass das Männlichkeitsbild der perfekten Maschine angeschlagen wird. Außerdem findet die Handlung in einer deutlich irrealen Welt ohne Realitätsbezug statt, eine nachhaltige übermäßige Angsterzeugung ist für die Altersgruppe der ab 12-Jährigen nicht zu befürchten. Ebenso wenig werden Anreize für eine Übertragung des dargestellten Umgangs mit Gewalt auf reale Situationen und Einstellungen gesehen, aus diesen Gründen erhielt die vorliegende Schnittfassung eine Freigabe für das Hauptabendprogramm. (Stand: Juli 2017)

 

 

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Vikings

Staffel 01 – 04: diverse Episoden
USA
ab 2013
Abenteuer

Im Zentrum der historischen Abenteuerserie stehen die Abenteuer und Kämpfe mehrerer Wikingerstämme, die miteinander koalieren oder aber sich in blutige Fehden begeben. Im historischen Gewand verhandelt die Serie auch heutige Themen, wie etwa Frauen-Männer-Beziehungen oder die Stellung von Kindern, sie thematisiert aber auch Konflikte des Frühmittelalters um die beginnende Christianisierung, den heidnischen Glauben und daraus erwachsende Riten und Kulte der Wikinger.
Neben langen Passagen ruhigen, dialoggeprägten Erzählens sind immer wieder sehr dynamische Actionsequenzen und Kampfszenen zu sehen, die mit heutigen Stilmitteln ästhetisiert werden. Martialische Kampfszenen mit brutalen Details und drastische Bilder von Körpertreffern oder Verletzungen überfordern die Verarbeitungsfähigkeiten ab 12-Jähriger und müssen für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm bearbeitet werden. Auch problematische Körperinszenierungen in Bezug auf das vermittelte Bild von Männlichkeit wurden zurückgenommen. Die verbliebenen Kampfhandlungen zeigen überwiegend unübersichtliches Getümmel und sind nicht mehr geeignet, ab 12-Jährige nachhaltig zu belasten und zu ängstigen. Die epische Erzählweise und der historische, alltagsferne Kontext wirken insgesamt distanzierend. (Stand: Juni 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Culpa – Niemand ist ohne Schuld

Staffel 1: Episoden 01, 02
D
2017
Krimi

Ein unkonventioneller Priester versucht in der Serie Culpa – Niemand ist ohne Schuld mit der Kraft seiner Worte Verbrechen zu verhindern, die ihm im Schutz des Beichtstuhls anvertraut werden.
Die Atmosphäre der kammerspielartigen Inszenierung ist ruhig und teils etwas düster. Bei der fiktionalen Behandlung relevanter Themen wie Gerechtigkeit und soziale Normen bleibt der Hauptprotagonist als verlässliche Bezugsperson bestehen. Gewaltdarstellungen finden mehrheitlich auf der Dialogebene statt. Zu eindringliche und explizite Beschreibungen von Gewalthandlungen wurden gekürzt, da sie unter 16-Jährige in der Rezeption überfordern können. Die verbleibenden Gewaltszenen sind für medienerfahrene ab 12-Jährige im Hauptabendprogramm verkraftbar. (Stand: April 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

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