Prüfentscheidungen

ProgrammInfos FSF

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurze Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 30.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

0-9
|
A
|
B
|
C
|
D
|
E
|
F
|
G
|
H
|
I
|
J
|
K
|
L
|
M
|
N
|
O
|
P
|
Q
|
R
|
S
|
T
|
U
|
V
|
W
|
X
|
Y
|
Z

Aktuelle ProgrammInfos

Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen

USA
2013
Abenteuer

Percy Jackson ist kein gewöhnlicher Junge, er ist der Sohn des Meeresgottes Poseidon. Gemeinsam mit anderen jungen Halbgöttern wächst er friedlich in einem Camp auf. Doch das Lager wird angegriffen und nur Percy kann es retten, wenn er das Goldene Vlies findet.
Der US-amerikanische Action-Fantasy-Film richtet sich an die Zielgruppe der älteren Kinder ab etwa 10 Jahren. Jüngere Zuschauer werden die bedrohlichen Situationen und die Düsternis des Filmes möglicherweise unheimlich finden. Alle bedrohlichen Monster sind aber deutlich erkennbar nicht real, und auch die zwar heftigen, aber kurzen Kämpfe sind unrealistisch dargestellt. Die Protagonisten zeigen keine Angst und sind in ihrem Handeln erfolgreich. Zudem finden sie Halt und Unterstützung bei ihren Freunden und Familien. Wesentlich ist der positive Ausgang des Fantasymärchens, der Spannungen wirksam auflöst. Von einer nachhaltigen Ängstigung wird daher nicht ausgegangen, so dass der Platzierung im Tagesprogramm zugestimmt wird. (Stand: Juni 2015)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Conan

USA
2011
Action / Abenteuer / Fantasy

Der historisch anmutende Fantasy-/Abenteuerfilm Conan (2011) ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Arnold-Schwarzenegger-Klassikers von 1982 und wurde von der FSK ab 18 Jahren freigegeben. Es geht um einen Rachekampf, den Conan gegen Khalar Zym austrägt, der einst Conans Vater in grausamerer Weise getötet hat, um in den Besitz einer Maske zu kommen, die dem Träger alle Macht über die Welt verleiht.
Der FSF lag eine bearbeitete Fassung von Conan vor, in der Gewaltakte mit sadistischen Zügen erheblich zurückgenommen wurden, so dass der fantastische Charakter des Filmes stärker in den Vordergrund rückt. Dennoch sind einige drastische und dichte Gewaltdarstellungen verblieben, wie opulente Schlachtszenen, perfide Folterszenarien und explizite Bilder von Tötungen und Verletzungen. Aufgrund der Alltagsferne im gegebenen Setting sind diese Bilder aber nicht auf die Realität übertragbar und handlungsleitend. Für ein medien- und genreerfahrenes Publikum ab 16 Jahren ist der Film hinreichend fantastisch und realitätsfern, um die dargestellten Gewalthandlungen distanziert einzuordnen.

Weitere Informationen zum Film Conan im FSF-Blog.

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Percy Jackson – Diebe im Olymp

USA
2009
Abenteuer

In dem Fantasyfilm findet der gleichnamige Protagonist zufällig heraus, dass er der Sohn Poseidons und somit ein Halbgott ist. Als er verdächtigt wird, den Götterblitz des Zeus gestohlen zu haben, begibt er sich zusammen mit seinen Freunden auf die abenteuerliche Suche nach dem Dieb. Letztlich kann er einen Krieg der Götter abwenden.
Der für Kinder klar einzuordnende Märchenfilm verbindet auf unterhaltsame Weise modernen US-amerikanischen Teenageralltag mit griechischer Mythologie. Die vom Sender bereits bearbeitete Filmfassung verzichtet auf eine Vielzahl angsterzeugender Bilder und Szenen. Verblieben sind lediglich kurze Schreckmomente, die sich schnell wieder ins Positive wandeln. Diese vereinzelten, kurzen Spannungsbögen wechseln sich mit längeren entlastenden Handlungsabschnitten ab. Insgesamt wird auch durch die verlässliche Märchen- und Heldendramaturgie sowie den sympathischen und souveränen Filmfiguren keine übermäßige Ängstigung für Kinder unter 12 Jahren vermutet, weshalb eine Platzierung im Tagesprogramm möglich ist. (Stand: Juni 2017)

Ab 6 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Rush Hour

Staffel 01: Eps. 01 – 03
USA
2016
Actionserie

Die Handlung der Actionserie, die an den gleichnamigen Kinofilm mit Jackie Chan angelehnt ist, dreht sich um einen jungen Graffitikünstler. Er wird Zeuge eines Mordes an einem Polizisten. Die Polizisten Carter und Lee müssen den Zeugen finden, um die Schuld des Täters zu beweisen.
Insgesamt gibt es viele gewalthaltige Szenen, die im Actionsetting der Serie aber comichaft überhöht und durchchoreografiert sind und wenig Nähe zur Lebensrealität hiesiger Kinder bieten. Außerdem treten im Handlungsverlauf die kriminellen Machenschaften zugunsten der komödiantisch inszenierten Beziehungszusammenhänge zurück. Ab 12-Jährige können mit diesem Actionstoff umgehen, eine Ausstrahlung im Hauptabendprogramm ist daher möglich. (Stand: August 2016)

Weitere Informationen zur Actioncomedy-Serie Rush Hour im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Animal Kingdom

Staffel 01: diverse Episoden
USA
2016
Drama

Die jugendaffine Serie handelt von dem 17-jährigen Joshua, der nach dem Herointod seine Mutter zu seiner ihm unbekannten Großmutter und ihren Söhnen an die kalifornische Küste zieht. Um ihren ausschweifenden Lebensstil zu halten, begehen sie Raubüberfälle. Anfänglich ist Joshua von der verkommenen Erwachsenenwelt irritiert, später wird er wider Willen zum Komplizen.
Die provokante Lebenswelt der Erwachsenen lässt dabei nichts aus, was verboten ist und stellt sämtliche Grenzverletzungen als cool dar. Dennoch ist die Distanz des Hauptdarstellers und Sympathieträgers Joshua zur Erwachsenenwelt immer wieder erkennbar, sodass diese Coolness mehrfach gebrochen wird. Eine Reflexion darüber kann damit einem jüngeren Publikum ab 12 Jahren zugetraut werden. Auch die teils brutalen Gewaltszenen und die milieutypische Sprache können von dieser Altersgruppe durch den deutlich fiktionalen Rahmen distanziert wahrgenommen werden. (Stand: Juni 2017)

Weitere Informationen zur Dramaserie Animal Kingdom im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

The Machine – They Rise. We Fall.

GB
2013
Science-Fiction

In dem Science-Fiction-Film, der in einer nahen Zukunft spielt, entwickeln die Wissenschaftler Vincent und Ava für das Militär Kampfroboter, Cyborgs und andere künstliche Intelligenz. Damit will sich England gegen China aufrüsten, die Staaten befinden sich schon in einem Kalten Krieg.
Die alltags- und realitätsferne Handlung des Retro-Science-Fiction-Films wird von einem überschaubaren Figurenensemble mit geringem Identifikationspotenzial und einem klaren Gut-Böse-Schema getragen. Rätselhafte Handlungen, dramaturgische Wendungen, eine überwiegend düstere Atmosphäre und der Einsatz von Horror- und Soundeffekten können in ihrer Wirkung ängstigen. Die vom Sender bereits bearbeitete Filmfassung enthält nur noch einige wenige kurze Gewalthandlungen und Bedrohungsmomente. Mit der Art der Inszenierung, Dramaturgie und Redundanz werden allerdings eine Vielzahl an Distanzierungs- und Entlastungsmomente für ab 12-Jährige geboten. Eine nachhaltige Beeinträchtigung wird somit nicht angenommen, weshalb der Film im Hauptabendprogramm platziert werden kann. (Stand: Juni 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Transformers 3

USA
2011
Science-Ficton

Der dritte Teil der Transformers-Reihe greift das bekannte Thema – Kampf  der bösen Roboter gegen die Menschen, die dabei von guten Robotern unterstützt werden – wieder auf und setzt es fort.
Die Realitätsferne des Science-Fiction-Szenarios kann von älteren Kindern zur Distanzierung genutzt werden, da die fantastische Ebene des kriegerischen Konflikts sehr deutlich ist. Eine Relativierung über die Fiktionalität kann bei jüngeren, weniger medienerfahrenen und genrekompetenten Zuschauern allerdings nicht hinreichend stattfinden. Sie können auf die Länge, Dichte und eindringliche Inszenierung des sich steigernden Bedrohungsszenarios, in dem auch Menschen beteiligt sind und der Held massiv körperlich bedroht ist, mit Angst reagieren. Gewaltbefürwortende Tendenzen liegen im militaristischen Setting, in der Heroisierung von Soldatentum und der ungebrochenen Vernichtungsideologie. Im gegebenen Kontext stiften sie kaum zu gewalttätigem Handeln an, könnten aber bei Kindern unter 12 Jahren, die über die bekannten Spielzeugfiguren durchaus einen Einstieg in den Film finden, zu aggressiven Spielmodi führen.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Faster

USA
2010
Action

Der Actionfilm Faster handelt von James Cullen, der nach 10 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassen wird. Nach einem erfolgreichen Bankraub wurden er und sein Bruder wiederum der Beute beraubt und sein Bruder dabei erschossen. Cullen sinnt nun auf Rache, indem er alle an dem Mord Beteiligten umzubringen versucht.
Dem Prüfausschuss wurde eine senderseitig um Gewaltspitzen gekürzte Filmfassung vorgelegt, die die zentrale Filmaussage und seine Brutalität jedoch nicht vermindert. Problematisch unter Jugendschutzaspekten ist zum einen die fehlende Sanktionierung des Rachfeldzugs, den Cullen als attraktiver Held ungesühnt vollziehen kann, zum anderen die Darstellung des korrupten Polizisten, der der eigentliche Initiator des Verbrechens ist – die selbstjustizielle Rache wirkt somit emotional nachvollziehbar und wird weder in Frage gestellt noch bestraft. Ebenso suggeriert die Figur eines Auftragsmörders, der auf Cullen angesetzt wird, dass dieser „Beruf“ ein Job wie jeder anderer sei, aus dem man jederzeit aussteigen und in einen gesellschaftlich akzeptierten Beruf wechseln könne. Da ausschließlich gewalttätige Identifikationsfiguren dargeboten werden und die von der FSK angesprochenen desorientierenden Aspekte, die zur problematischen Gesamtaussage des Films führen, nicht durch Schnitte verändert wurden, erhielt der Film keine Jugendfreigabe. (Stand: Juni 2017)

Ab 18 Jahren / Nachtprogramm (23.00 – 6.00 Uhr)

Falling Down – Ein ganz normaler Tag

USA
1993
Drama

Auf dem Weg zum Kindergeburtstag seiner getrennt lebenden Tochter führt die Hauptfigur William Foster einen unberechenbaren und gewalttätigen Feldzug durch Los Angeles.
Der vor über 20 Jahren produzierte Film erhielt ursprünglich wegen des Selbstjustiz übenden Protagonisten eine Freigabe ab 16 Jahren. Aus heutiger Sicht kann ein Gefährdungsrisiko für medienerfahrene Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren dagegen ausgeschlossen werden. Der verzweifelte und überforderte Foster eignet sich in keinerlei Hinsicht als Identifikationsfigur. Der Film hat zudem eine gesellschafts- und gewaltkritische Gesamtaussage, die von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren verstanden werden kann. Gewalthandlungen und Tötungen werden im Film nicht befürwortet und wecken keine Sympathie für die Hauptfigur. Sie sind eher zurückhaltend inszeniert und dramaturgisch begründet. Dennoch verlangen die verbliebenen gewalthaltigen Szenen den Zuschauern und Zuschauerinnen einiges an Verarbeitung ab und können Kinder unter 12 Jahren nachhaltig ängstigen. (Stand: April 2017)

Weitere Informationen zum Film Falling Down im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Sin City

USA
2005
Thriller

Der auf der gleichnamigen Comicvorlage basierende Thriller erzählt drei Geschichten in Sin City, einer Stadt, in der die Protagonisten mit dem Einsatz extrem brutaler Mittel gegen ihre Feinde kämpfen.
Der vorwiegend in schwarz-weiß abgebildete, mit wirkungsvoll versehenen Farbspritzern gespickte Film besticht durch seine Bildästhetik. In einer jugendaffin inszenierten surrealen und nihilistisch anmutenden Welt ist die Ausübung von Gewalt allgegenwärtig und lässt diese als etwas Faszinierendes erleben, zudem wird sie als einziges Konfliktlösungsmittel angeboten. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen „Gut“ und „Böse“. Der Prüfausschuss schloss allerdings aus, dass die gezeigten gewalttätigen Verhaltensweisen von hiesigen Jugendlichen ab 16 Jahren eins zu eins übernommen würden, da sie die im Film enthaltene Gesellschaftskritik erkennen. Jedoch könnten sich besonders männliche Jugendliche von den omnipotenten Männlichkeitsbildern angesprochen fühlen, sodass eine Entwicklungsbeeinträchtigung für diese Gruppe nicht auszuschließen ist. Da die senderseitig bearbeitete Filmfassung – trotz ihres irrealen Charakters – insgesamt nicht die von der FSK vorgebrachten Argumente hinsichtlich des Auftretens mehrerer Gefährdungsrisiken (Gewaltbefürwortung, Lust am Töten/Quälen) entkräftet, erhielt der vorliegende Film keine Jugendfreigabe. (Stand: Juni 2017)

Ab 18 Jahren / Nachtprogramm (23.00 – 6.00 Uhr)

< zurück