Prüfentscheidungen

ProgrammInfos FSF

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurze Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 30.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

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Aktuelle ProgrammInfos

Terminator 3: Rebellion der Maschinen

USA
2002
Action

Seit John Connor die Menschheit vor ihrer Zerstörung gerettet hat, lebt er am Rande der Gesellschaft. Auf seine Existenz gibt es keinen Hinweis, damit „Skynet“, ein hoch entwickeltes Netzwerk von Maschinen, das die gesamte Menschheit vernichten wollte und Krieg gegen ihn führte, ihn nicht ausfindig machen kann. Bis T-X, eine gnadenlose Tötungsmaschine, erscheint. Connors einzige Hoffnung ist der Terminator.
Der Science-Fiction-Film wurde in einer geschnittenen Fassung für das Hauptabendprogramm, für ab 12-Jährige freigegeben. Er ist ein reines Actionspektakel, bei dem es zu einigen Gewalttätigkeiten (Gewaltspitzen wurden entfernt), rasanten Verfolgungen, Zerstörungen und Explosionen kommt. Nach Einschätzung des FSF-Prüfausschusses ist bei älteren Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren eine Übertragung der Handlung auf die eigene Lebensrealität mehr als unwahrscheinlich. Als distanzierendes Moment wurden auch die zahlreichen, klar erkennbaren Computeranimationen sowie die Bezüge zu bekannten Computerspielen gewertet. (Stand: März 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Terminator 2

Tag der Abrechnung
USA
1991
Action

Zwei Terminatoren werden aus dem Jahr 2029 zurück in das Jahr 1994 geschickt. Beide haben ein Ziel, den zehnjährigen John Connor. Während der T-800 der gute Terminator ist, der von John Connor selbst aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt wurde, um ihn als Kind zu beschützen, ist der T-1000 ein höher entwickelter Prototyp und Abgesandter der Maschinen mit dem Auftrag John Connor zu eliminieren.
Der Film ist klar in einem Science-Fiction-Kontext angesiedelt und beginnt in der Zukunft, in der Kriegsszenen zwischen Menschen und Maschinen gezeigt werden. Nicht zuletzt die Tricktechnik um das immer wieder einschmelzende Metall beim Terminator T-1000 verdeutlich wiederholt den rein fantastischen Charakter des Filmes. Nach einer umfassenden senderseitigen Schnittbearbeitung erhielt der Actionfilm eine Freigabe für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm in Verbindung mit einer Altersfreigabe ab 12 Jahren. Sowohl was den Gewalteinsatz angeht – in Bezug auf eine nachhaltige Ängstigung – als auch einem möglichen Waffenfetischismus – mit Blick auf eine etwaige Gewaltbefürwortung bzw. -förderung – wurde so entscheidend entgegengewirkt. Das Kind John ist clever genug, sich gefährlichen Situationen zu entziehen bzw. wird vom guten Terminator beschützt; auch dessen Mutter übersteht alle Gefahren, wenngleich leicht lädiert, letztlich wohlbehalten. Die zunehmend menschlichen Züge des Terminators stellen auch eine humorige Komponente deutlicher heraus. Heutigen ab 12-Jährigen wird zugetraut, das Gezeigte entsprechend ohne eine Entwicklungsbeeinträchtigung zu rezipieren. (Stand: Juni 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Terminator

USA
1984
Science-Fiction

Im ersten Teil des Science-Fiction-Epos’ kämpfen nach einer Atomkatastrophe Maschinenwesen gegen die wenigen verbliebenen Menschen. Um ihre Übermacht gegenüber den Menschen in der Zukunft aufrechtzuerhalten, reist ein Terminator sowie der Kriegsveteran Kyle Reese zurück in die Gegenwart. Die Geburt des menschlichen Widerstandsanführers soll verhindert werden.Als Karikatur seiner selbst hat Schwarzenegger als Terminator mehr als 30 Jahre nach Filmentstehung seinen Schrecken als Technikhorror der Zukunft verloren. Die Effekte sind mittlerweile antiquiert, auch wirkt die Geschichte etwas holzschnittartig, aber es handelt sich nach wie vor um einen harten Film, der trotz einiger entlastender Szenen sehr viel Gewalt enthält. Allerdings erfährt die Erscheinung des Terminators im Filmverlauf nach und nach eine gewisse Schwächung, sodass das Männlichkeitsbild der perfekten Maschine angeschlagen wird. Außerdem findet die Handlung in einer deutlich irrealen Welt ohne Realitätsbezug statt, eine nachhaltige übermäßige Angsterzeugung ist für die Altersgruppe der ab 12-Jährigen nicht zu befürchten. Ebenso wenig werden Anreize für eine Übertragung des dargestellten Umgangs mit Gewalt auf reale Situationen und Einstellungen gesehen, aus diesen Gründen erhielt die vorliegende Schnittfassung eine Freigabe für das Hauptabendprogramm. (Stand: Juli 2017)

 

 

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Eraser

USA
1996
Action

Im Actionthriller Eraser ist Kultfigur Arnold Schwarzenegger US-Marshall John Kruger, der für das Zeugenschutzprogramm arbeitet und eine Verschwörung in den eigenen Reihen aufdeckt.
In genretypischer Manier zeigt der Film viel Action und einige durchaus harte Gewaltdarstellungen gepaart mit Humor und Selbstironie. Die in der Schnittfassung verbliebenen Gewaltdarstellungen prägen nicht den gesamten Film, sondern dienen eher der Charakterisierung des unzweifelhaft Bösen, das vom "guten" Marshall zur Strecke gebracht wird. Durch die fantastische Bewaffnung und die völlig übertriebene Darstellung des Helden wirkt Schwarzenegger als Kunstfigur comichaft überzeichnet und dadurch lebensfern. Eine direkte Identifikation und Übernahme problematischer Verhaltensweisen in die reale Lebenswelt hiesiger Jugendlicher wird daher nicht vermutet. Da die vorgelegte Schnittfassung keine drastischen Einzelbilder mehr enthält, die im gegebenen Kontext von ab 12-Jährigen nicht verarbeitet werden könnten, steht einer Ausstrahlung im Hauptabendprogramm nichts entgegen. (Stand: Juli 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Vikings

Staffel 01 – 04: diverse Episoden
USA
ab 2013
Abenteuer

Im Zentrum der historischen Abenteuerserie stehen die Abenteuer und Kämpfe mehrerer Wikingerstämme, die miteinander koalieren oder aber sich in blutige Fehden begeben. Im historischen Gewand verhandelt die Serie auch heutige Themen, wie etwa Frauen-Männer-Beziehungen oder die Stellung von Kindern, sie thematisiert aber auch Konflikte des Frühmittelalters um die beginnende Christianisierung, den heidnischen Glauben und daraus erwachsende Riten und Kulte der Wikinger.
Neben langen Passagen ruhigen, dialoggeprägten Erzählens sind immer wieder sehr dynamische Actionsequenzen und Kampfszenen zu sehen, die mit heutigen Stilmitteln ästhetisiert werden. Martialische Kampfszenen mit brutalen Details und drastische Bilder von Körpertreffern oder Verletzungen überfordern die Verarbeitungsfähigkeiten ab 12-Jähriger und müssen für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm bearbeitet werden. Auch problematische Körperinszenierungen in Bezug auf das vermittelte Bild von Männlichkeit wurden zurückgenommen. Die verbliebenen Kampfhandlungen zeigen überwiegend unübersichtliches Getümmel und sind nicht mehr geeignet, ab 12-Jährige nachhaltig zu belasten und zu ängstigen. Die epische Erzählweise und der historische, alltagsferne Kontext wirken insgesamt distanzierend. (Stand: Juni 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Machete

USA
2010
Action

Machete, Actionthriller um einen mexikanischen Immigranten und dessen Rachefeldzug, lag dem FSF-Prüfausschuss in einer gekürzten Fassung zur Prüfung vor. Zwar enthält auch diese Version noch zahlreiche Gewalthandlungen im Rahmen kämpferischer Auseinandersetzungen, ihre Ausgestaltungen weisen jedoch nicht auf eine Gewaltbefürwortung bzw. -förderung für Jugendliche ab 16 Jahren hin. Auch desorientierende Wirkungen sind zu verneinen. Der Film spielt geschickt mit dem Splatter-Genre und nimmt sich selbst nicht ernst, das ist für die genannte Altersgruppe eindeutig erkennbar. Entlastend wirkt ebenso der Sieg der "Guten" gegenüber den "Bösen". Vereinzelte sexualbezogene Szenen sind nicht ausgespielt und in der Nebenhandlung von untergeordneter Bedeutung. Aufgrund dieser Darstellungen und der zahlreichen Gewalthandlungen ist allerdings von einer sozialethischen Desorientierung und womöglich auch einer gewaltfördernden Wirkung auf Kinder und jüngeren Jugendlichen auszugehen. Vor diesem Hintergrund ist eine Sendung im Hauptabendprogramm und eine Freigabe ab 12 Jahren nicht möglich.

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Culpa – Niemand ist ohne Schuld

Staffel 1: Episoden 01, 02
D
2017
Krimi

Ein unkonventioneller Priester versucht in der Serie Culpa – Niemand ist ohne Schuld mit der Kraft seiner Worte Verbrechen zu verhindern, die ihm im Schutz des Beichtstuhls anvertraut werden.
Die Atmosphäre der kammerspielartigen Inszenierung ist ruhig und teils etwas düster. Bei der fiktionalen Behandlung relevanter Themen wie Gerechtigkeit und soziale Normen bleibt der Hauptprotagonist als verlässliche Bezugsperson bestehen. Gewaltdarstellungen finden mehrheitlich auf der Dialogebene statt. Zu eindringliche und explizite Beschreibungen von Gewalthandlungen wurden gekürzt, da sie unter 16-Jährige in der Rezeption überfordern können. Die verbleibenden Gewaltszenen sind für medienerfahrene ab 12-Jährige im Hauptabendprogramm verkraftbar. (Stand: April 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Animal Kingdom

Staffel 01: diverse Episoden
USA
2016
Drama

Die jugendaffine Serie handelt von dem 17-jährigen Joshua, der nach dem Herointod seine Mutter zu seiner ihm unbekannten Großmutter und ihren Söhnen an die kalifornische Küste zieht. Um ihren ausschweifenden Lebensstil zu halten, begehen sie Raubüberfälle. Anfänglich ist Joshua von der verkommenen Erwachsenenwelt irritiert, später wird er wider Willen zum Komplizen.
Die provokante Lebenswelt der Erwachsenen lässt dabei nichts aus, was verboten ist und stellt sämtliche Grenzverletzungen als cool dar. Dennoch ist die Distanz des Hauptdarstellers und Sympathieträgers Joshua zur Erwachsenenwelt immer wieder erkennbar, sodass diese Coolness mehrfach gebrochen wird. Eine Reflexion darüber kann damit einem jüngeren Publikum ab 12 Jahren zugetraut werden. Auch die teils brutalen Gewaltszenen und die milieutypische Sprache können von dieser Altersgruppe durch den deutlich fiktionalen Rahmen distanziert wahrgenommen werden. (Stand: Juni 2017)

Weitere Informationen zur Dramaserie Animal Kingdom im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Indiana Jones und der Tempel des Todes

USA
1984
Abenteuer

Der zweite Teil der fantastischen Action- und Abenteuerkomödie führt Indy und seine Begleiter Shorty und Willie in den indischen Urwald, wo sie entführte Kinder in einem entlegenen Tempel wiederfinden sollen.
In Spielberg-typischer Manier zeigt der Film eine Vielzahl rasanter Szenen und gefährlicher Stunts, deren Gefahrenpotenzial mit einer bombastischen Musikuntermalung unterstrichen wird. Jedoch bieten das antike Ambiente und die zum Teil trickreich überholten Actionszenen Kindern die nötige Entlastung. Zahlreiche humorvolle Passagen, der starke Charakter der angstfreien Kinderfigur Shorty und das Wissen aus dem Comic oder anderen Mediengeschichten um die Unverletzlichkeit des Abenteuerhelden sorgen dafür, dass sich eventuell aufkommende Ängste kaum festigen können. Obwohl im Verlauf des Films unheimliche Momente zunehmen und die Spannungsbögen lange aufrechterhalten werden, wird dies für ab 12-Jährige als verkraftbar eingeschätzt. Die vorliegende Schnittfassung, in der auf sehr drastische Bilder verzichtet wird, erhält eine Freigabe für ein Publikum ab 12 Jahren für eine Ausstrahlung im Hauptabendprogramm. (Stand: Juli 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

The Berlin File

Südkorea
2013
Thriller

Der Agententhriller folgt einer konventionellen Erzählweise und spielt in einer hermetischen Geheimdienstwelt fernab vom Lebensalltag jugendlicher Zuschauer.
Genretypisch gibt es zahlreiche Action- und Gewaltszenen, die für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm bearbeitet wurden, so dass brutale Details nicht mehr enthalten sind. Die Protagonisten bleiben in der Charakterisierung eher flach und bilden keine typischen Identifikationsfiguren ab. Eine verschachtelte, verworrene Handlung, die Unübersichtlichkeit des Figurentableaus und die Konzentration auf die medial-technische Seite der Agentenwelt ermöglichen dem Zuschauer, sich von dem Gesehenen zu distanzieren. Die Rasanz einiger Actionsequenzen erzeugt ein hohes Maß an Spannung, eine nachhaltig belastende Wirkung auf ältere Kinder ab 12 Jahren ist nach den Schnitten aber nicht zu befürchten. Unter 12-Jährige können dagegen durch die Gewaltaktionen stark verängstigt werden und sind mit dem Geschehen klar überfordert. Eine Freigabe für das Tagesprogramm kommt nicht in Betracht.

Mehr Informationen zum Agententhriller The Berlin File im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

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