Schulungs- und Zertifizierungsmodule

Gemeinsam mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) führt die FSF regelmäßig Schulungen und Workshops zu Jugendschutzthemen durch. Neben Grundlagenseminaren zum Jugendmedienschutz werden Vertiefungs- und Praxiskurse sowohl zu übergreifenden medienrechtlichen, -politischen oder -ethischen Themen als auch zu FSF- und FSM-spezifischen Fragen der Wirkungsforschung oder Medientechnik angeboten. Die Veranstaltungen richten sich in erster Linie an Mitglieder von FSF und FSM, können aber auch von Nicht-Mitgliedern gegen eine Teilnahmegebühr besucht werden.

Das Schulungsangebot wurde in 2021 erweitert und darauf ausgerichtet, Jugendschutzbeauftragte (JSB) auch gem. § 14a Abs. 1 Nr. 2 JuSchG für die Kennzeichnung ihrer Inhalte in Mediatheken zu zertifizieren. Im Rahmen dieses Zertifizierungslehrgangs orientieren sich die Inhalte an den konkreten Aufgaben von Jugendschutzbeauftragten in Rundfunk- und Telemedienunternehmen gem. § 7 JMStV. Die FSF fokussiert dabei mit ihrer Expertise auf die jugendschutzrechtliche Bewertung von Bewegbildinhalten, die FSM auf rechtliche Fragen und online-spezifische Themen im Jugendmedienschutz.

Eine Zertifizierung gem. § 14a Abs. 1 Nr. 2 JuSchG wird erteilt, wenn eine einschlägige Berufserfahrung und/oder die Teilnahme an einer bestimmten Anzahl von Fortbildungen bzw. Schulungen nachgewiesen wird. Für Jugendschutzbeauftragte von Nicht-Mitgliedern ist die Teilnahme an den Modulen im Zertifizierungskurs Voraussetzung für eine Zertifizierung.

Zertifizierungsvoraussetzungen 

Eine Zertifizierung wird auf Antrag erteilt, sofern eine der folgenden Optionen erfüllt ist: 

  • Option 1: mindestens fünfjährige einschlägige Berufserfahrung als verantwortliche/r Jugendschutzbeauftrage/r im Unternehmen (i.d.R. Rundfunk- und/oder Telemedienanbieter);    

  • Option 2: mindestens dreijährige einschlägige Berufserfahrung als Jugendschutzbeauftrage/r im Unternehmen (i.d.R. Rundfunk- und/oder Telemedienanbieter) sowie Nachweis der Teilnahme an mindestens einer Fortbildungsveranstaltung bei FSF oder FSM seit der letzten Zertifizierung; auch die vorläufige Zertifizierung im Jahr 2021 gilt als „letzte Zertifizierung“;   

  • Option 3: mindestens einjährige Berufserfahrung als Jugendschutzbeauftrage/r im Unternehmen (i.d.R. Rundfunk- und/oder Telemedienanbieter) sowie Nachweis der Teilnahme an mindestens zwei Fortbildungsveranstaltungen bei FSF oder FSM, davon eine seit 2020 bzw. seit der letzten Zertifizierung; auch die vorläufige Zertifizierung im Jahr 2021 gilt als „letzte Zertifizierung“;    

  • Option 4: weniger als ein Jahr Berufserfahrung als Jugendschutzbeauftrage/r im Unternehmen (i.d.R. Rundfunk- und/oder Telemedienanbieter) sowie Nachweis der Teilnahme an mindestens vier Modulen im Rahmen des FSF/FSM-Zertifizierungskurses (verpflichtend ist die Teilnahme an dem Grundlagenseminar aus dem Modul I und drei weiteren Schulungen aus den Modulen II bis V); 

  • Option 5: für Jugendschutzbeauftragte von Anbietern, die nicht Mitglieder von FSF oder FSM sind: Nachweis der Teilnahme an mindestens fünf Modulen (obligatorische Teilnahme an der Grundlagenschulung aus dem Modul I und wahlweise vier Schulungen aus den Modulen II bis V) im Rahmen des FSF/ FSM-Zertifizierungskurses.

Die Zertifizierung wird auf formlosen Antrag der/des Jugendschutzbeauftragten bei Teilnahme an mindestens einer Fortbildungsveranstaltung im Jahr um jeweils ein weiteres Jahr verlängert. Hierzu zählen sowohl die Schulungsangebote als auch Jahrestagungen, der FSM Fokus sowie die Veranstaltungen der Reihen medien impuls und Sommerforum Medienkompetenz

Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne bzw. mit geringer Berufserfahrung sowie für Jugendschutzbeauftragte von Nicht-Mitgliedern ist die Teilnahme an vier bzw. fünf Modulen im Rahmen des Zertifizierungskurses obligatorisch. 

Zertifizierungskurse

 

Die Angebote werden stetig erweitert und aktualisiert. Bei Interesse an einer Teilnahme zum Erwerb einer Zertifizierung kontaktieren Sie uns gern.

Haben Sie noch Fragen oder möchten sich anmelden:

E-Mail

030 23 08 36 38