ProgrammprüfungFSF-Altersfreigaben

FSF-Altersfreigaben mit ProgrammInfos

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurzen Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 35.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

 

Aktuelle ProgrammInfos

Utopia

Staffel 01: wenige Episoden
GB 2013
Thriller

Im Mittelpunkt der Science-Fiction-Serie steht das Rätsel um die Graphic Novel The Utopia Experiments, die in der Zukunft liegende Katastrophen prophezeit. Auf der Suche nach dem Manuskript, das sich in den Händen einer kleinen Gruppe von Comicfans befindet, schrecken zwei Psychopathen vor nichts zurück.
In einem alltagsnahen, aber auch visuell überhöhten Serienkosmos bietet die jugendaffine Serie einige Identifikationsfiguren, aber auch psychopatische genretypische Kunstcharaktere. Die surreale Gestaltung, schrille Farben und experimentelle Musik schaffen Distanz. Die Figuren lassen sich leicht in Gut und Böse einordnen. Die von den "Guten" ausgeführte Gewalt findet immer aus Notwehr statt, dementsprechend wird Gewalt nicht befürwortend oder faszinierend dargestellt und ist dramaturgisch im Rahmen des Verschwörungsplots gut eingebettet. Drastische Folter- bzw. Gewaltszenen wurden bereits senderseitig gekürzt. Ab 16-Jährigen wird zugetraut, den Spannungsboden und die verbliebenen Gewaltspitzen gut verkraften zu können. Für jüngere Jugendliche birgt die Serie ein zu hohes Ängstigungspotenzial. (Stand: März 2017)

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Passwort: Swordfish

USA 2001
Action

US-amerikanischer Actionthriller, in dem ein Computerhacker unter Druck gesetzt wird, mittels zu entwickelnder Schadsoftware letztlich Terroranschläge zu unterstützen.
Der um Gewaltszenen umfassend reduzierte Film trifft aufgrund von Ästhetik und Inhalt (Technik, Gewalt, sexuelle Andeutungen) vermutlich den Filmgeschmack eines männlichen Publikums ab ca. 14 Jahren. Identifikationsfiguren werden nicht geboten. Während die schillernde Hauptfigur Gabriel zu böse, zynisch, brutal und skrupellos ist, eignet sich Stanley schon eher dazu – liefert allerdings über den Film hinaus keine Orientierung, da der amerikanische Actionfilm zu künstlich, unverständlich und alltagsfern inszeniert ist. Trotz zahlreicher im Film verbliebener Gewalt- und Actionszenen – die sich nicht unvermittelt ereignen, sondern inhaltlich eingebunden sind – sowie der hohen Waffenpräsenz propagiert der Film keine an Gewalt orientierten Konfliktlösungsmuster, die für hiesige Jugendliche auch nur ansatzweise in die Realität übertragbar wären. Auch potenziell desorientierende Wirkungen wurden durch die senderseitige Schnittbearbeitung hinreichend entschärft, sodass einer Freigabe für das Hauptabendprogramm stattgegeben werden konnte. (Stand: März 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Armee der Finsternis

USA 1992
Mystery

Im dritten Teil der Tanz der Teufel-Trilogie hat es den trotteligen Ash ins Mittelalter katapultiert. Dort muss er eine holde Maid gegen die Armee der Finsternis verteidigen.
Die humorvolle Grundierung nahezu aller Szenen macht der Altersgruppe der ab 12-Jährigen deutlich, dass dieser Film und auch die vorhandenen Gewaltaktionen nicht ernst zu nehmen sind. Bedrohliche Situationen werden witzig gebrochen, dadurch werden eventuell aufkommende Ängste minimiert und für ausreichend Entspannung gesorgt. Kampfszenen und Actionspektakel sind deutlich überzogen und realitätsfern inszeniert. Außerdem gleicht die Hauptfigur Ash einem unverwundbaren Comicsuperhelden, der in keiner Situation verängstigt wirkt – auch dies wirkt entlastend. Die für die TV-Ausstrahlung gekürzte Fassung verzichtet auf explizite Gewaltspitzen und Horrorelemente, Tötungen werden nur angedeutet. Insgesamt kann der Altersgruppe der ab 12-Jährigen zugetraut werden, den Film als Persiflage und Parodie einzuordnen, deshalb wird er für das Hauptabendprogramm freigegeben. (Stand: August 2016)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

X-Men Origins: Wolverine

USA 2008
Fantasy

Der Film erzählt die Vorgeschichte des unsterblichen Superhelden Wolverine. Es kann davon ausgegangen werden, dass dieser Held und das Genre der Comicverfilmung älteren Kindern bereits bekannt sind und die Fiktionalität der Story von ihnen eingeordnet werden kann. Ab 12-Jährige erkennen sehr schnell, dass Logan (Wolverine) von den Bösen manipuliert wird, Gewalt auszuüben und dass er nicht nach eigenen Maßstäben handelt, sondern im Grunde seines Herzens ein friedliebender Mensch ist. Das Motiv der Rache ist somit nicht positiv besetzt. Neben vielen fantastischen Kampf- und Explosionsszenen, die eindeutig dem Genre zuzuordnen sind, gibt es wenige kurze realitätsnah inszenierte Sequenzen, die aber sofort wieder im Fantastischen münden, sodass eventuell ängstigende Momente sich schnell verflüchtigen. Da zu jedem Zeitpunkt die Unversehrtheit des Helden außer Frage steht, wird das Risiko einer übermäßigen Angsterzeugung bei Kindern ab 12 Jahren nicht gesehen. Drastische zynische oder gewaltorientierte Bemerkungen wurden senderseitig entfernt. Einzelne verbliebene Sprüche gehen überwiegend von den bösen Figuren aus und wirken nicht vorbildhaft. Die vorgelegte Schnittfassung kann im Hauptabendprogramm gezeigt werden. (Stand: April 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Wasteland

Tschechien 2016
Thriller

Die tschechische Dramaserie erzählt die Geschichte des Ortes Pustina, der zugunsten des Kohletagebaus dem Erdboden gleichgemacht werden soll. Die Bewohner sind sich uneins und schließlich verschwindet die Tochter der sich gegen die Bergbaugesellschaft widersetzenden Bürgermeisterin.
Die Serie richtet sich deutlich an ein Erwachsenenpublikum, kann aber auch für ein interessiertes jüngeres Publikum ab 12 Jahren punktuell schon Anknüpfungspunkte bieten. Realitätsnah, düster und ernst inszeniert entfaltet der Serienplot eine trostlose Atmosphäre und bietet mit ihr ein Geflecht aus zahlreichen, mitunter ambivalenten Charakteren und Beziehungen, die zunächst nicht leicht zu durchschauen sind. Das Figurenensemble wirkt eher bedrückend – ein starkes Gegengewicht liefert die engagierte Bürgermeisterin Hana, die sich als souveräne Identifikationsfigur anbietet und die Story trägt. Die verwendete Sprache ist milieubedingt derb. Ebenso gibt es Szenen, die Gewalt enthalten. Einige Gewaltspitzen werden für ein Publikum ab 12 Jahren als zu drastisch und übermäßig ängstigend eingeschätzt, diese Bilder müssen für eine Ausstrahlung im Hauptabendprogramm entfallen. Im Laufe der Geschichte wird der Blick zunehmend auf das Leben der Jugendlichen im Erziehungsheim gerichtet. Themen wie Freundschaft, Rivalität und Drogenkonsum treten zutage. Problematische Botschaften werden nicht vermittelt, da diese Thematik kritisch eingeordnet wird und nicht positiv oder handlungsanleitend in die Geschichte eingebunden ist. (Stand: Dezember 2019)

Weitere Informationen zur Thrillerserie Wasteland im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Nichts mehr wie vorher

D 2013
TV-Movie

Das Leben des 16-jährigen Daniel gerät vollkommen aus der Bahn, als er 72 Stunden lang für den Mörder eines kleinen Jungen gehalten wird. Die Vorverurteilung durch die Menschen und die Medien bringt schwere psychische und körperliche Belastungen für den Teenager und seine Familie mit sich. Obwohl die Vorwürfe am Ende entkräftet werden, ist das Vertrauen innerhalb der Familie schwer erschüttert.
Die Darstellung des Mordopfers, detaillierte verbale Schilderungen des Tathergangs und Aufrufe zur Lynchjustiz durch den Mob auf den Fersen des vermeintlichen Kinderschänders können jüngere Kinder stark belasten und nachhaltig ängstigen. Überdies transportiert die Soundebene des Films eine durchgängige Bedrohlichkeit. Die Vermengung von Homosexualität und Kindesmissbrauch kann jüngere Kinder verstören und desorientieren.

Weitere Informationen zum Film Nichts mehr wie vorher im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Doctor Strange

USA 2016
Mystery

Das Fantasyspektakel handelt vom genialen Dr. Strange, der in die Geheimnisse eines verborgenen Multiversums eindringt. Mit seinen neu gewonnenen magischen Kräften muss er alsbald die Welt vor einer Bedrohung retten.
Die senderseitig um zahlreiche Gewalthandlungen gekürzte Fassung des opulenten Films lässt sich auch von einer jüngeren Zuschauergruppe klar dem fiktionalen Fantasygenre zuordnen. Das schnelle Wandern in den mystischen Welten beinhaltet mitunter einen "Geisterbahneffekt". Die verbliebenen dargestellten Kämpfe wirken fantastisch überhöht, sodass von ihnen kein ängstigendes Potenzial ausgeht – sie erinnern mitunter an Harry Potter-Filme. Diese deutlich mystischen Inhalte lassen sich nicht in die kindliche Lebensrealität hiesiger Kinder und Jugendlichen transferieren. Der anhaltenden Spannung der Actionhandlung werden viele kürzere Pausen entgegengesetzt, die Entlastung bieten. Der Held zeigt keine Angst und stellt sich erfolgreich dem Bösen, wobei Gut und Böse eindeutig zu unterscheiden sind. Orientierung wird zusätzlich in der positiven Wandlung des Helden geboten – vom genialen Egoisten zu einem sozialen Wesen, das Verantwortung übernimmt. Somit konnte diese umfangreich bearbeitete Filmfassung für eine Ausstrahlung im Tagesprogramm freigegeben werden. (Stand: Juni 2016)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Thor

USA 2011
Fantasy

Der Film basiert auf der Superhelden-Geschichte der Marvel-Comicfigur Thor, konzipiert nach dem Donnergott aus der nordischen Mythologie. Die Handlung spricht mit ihrem phantastischen Charakter vor allem Kinder und Jugendliche an. Die audiovisuelle Inszenierung ist sehr spektakulär, visuell überwältigend und effektlastig arrangiert. Insbesondere in den Sequenzen außerhalb der Erde ist die Bildebene deutlich als Fantasiewelt gezeichnet und grenzt sich somit von der Alltagsrealität von Kindern und Jugendlichen ab. Bis auf eine Ausnahme (Loki) sind alle Handlungsfiguren deutlich in Gut und Böse konnotiert. Die Protagonisten besitzen übernatürliche Kräfte und setzen diese in ihrem Kampf spektakulär ein. Der Held Thor ist seinen menschlichen Gegnern stets körperlich überlegen. Nach einer sehr düsteren und gewalthaltigen Exposition wird die Erzählung stark auf die Dialogebene gelenkt, was neben spannungsabbauenden Phasen und humoristischen Brechungen Entlastung für das jüngere Publikum schafft. Die Schnittfassung, in der Kampfszenen deutlich entschärft wurden, erscheint auch für unter 12-Jährige verkraftbar und kann daher im Tagesprogramm ausgestrahlt werden. (Stand: Dezember 2015)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Pain & Gain

USA 2013
Action

Daniel Lugo arbeitet als Trainer in einem Fitnessstudio, träumt aber von einem besseren Leben in Reichtum. Er plant mit seinen Kollegen, einen superreichen Kunden zu entführen und ihn dazu zu bringen, ihnen seine Besitztümer zu übertragen.
In der gekürzt vorliegenden US-amerikanischen Action-Groteske verleitet der "Amerikanische Traum" drei Bodybilder dazu, ihr Lebensglück mit Gewaltexzessen zu erzwingen. Dabei gehen sie über Leichen und werden schließlich gefasst und verurteilt. Die Geschichte soll einer wahren Begebenheit folgen, ist aber comichaft überzeichnet und bietet für 12- bis 15-Jährige wenig Realitäts- oder Alltagsnähe und auch keine Identifikationsfiguren an. Sämtliche Figuren werden als lächerlich dargestellt, und Gewalt und Missgeschicke werden komisch oder zynisch konnotiert. Das auf Grausamkeit basierende Humorverständnis wurde in der Prüfung kontrovers besprochen. Die Ausschussmehrheit befand, dass die Parodie erkennbar im Vordergrund steht und der Sender mit der vorliegenden Fassung die von der FSK problematisierten Aspekte weitgehend ausgeräumt hat. (Stand: Juli 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel

USA 2007
Drama

Das vielschichtige und über weite Strecken düstere Sozialdrama um eine Kindesentführung hat kein Happy End, sondern macht nachdenklich: Der Polizist Patrick handelt rechtstaatlich korrekt und bringt der Mutter ihre entführte Tochter zurück; der treu sorgende Entführer und Ersatzvater, Ex-Polizeichef Doyle, kommt für die Kindesentführung ins Gefängnis; die kleine Amanda wird von der drogenabhängigen Mutter nach wie vor vernachlässigt. Der Film wird ältere Kinder und jüngere Jugendliche ab 12 Jahren intellektuell stark fordern, aber nicht desorientieren; vielmehr bieten die aufgeworfenen Fragen nach Recht, Moral und Schicksal großes Potenzial für die gedankliche Auseinandersetzung. Vulgarismen, ängstigende Bilder und gewaltgeprägte Szenen, die maßgeblich für die FSK-Freigabe ab 16 Jahren waren, wurden in der TV-Fassung entfernt; verblieben sind einige Gewaltspitzen und drastischere Bilder (z.B. von Toten), die der Dramaturgie untergeordnet sind und von ab 12-Jährigen verkraftet werden können. (Stand: April 2013)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Die Entführung der U-Bahn Pelham 123

USA, GB 2009
Action

Das actiongeladene Geiseldrama erzählt die Geschichte rund um die Entführung einer New Yorker U-Bahn samt 19 Geiseln und der Forderung von 10 Millionen US-Dollar Lösegeld. Der im Original ab 16 Jahren freigegebene Film wurde um drastische Gewaltbilder und aggressive Dialoge gekürzt und kann so im Hauptabendprogramm ausgestrahlt werden. Die verbliebenen Gewaltdarstellungen sind nicht geeignet, Kinder ab 12 Jahren nachhaltig zu ängstigen. Für genügend Entspannung sorgen zahlreiche Dialoge und die Zuversicht, dass das Lösegeld rechtzeitig übergeben werden kann. Kinder ab 12 Jahren erkennen den fiktionalen Charakter des Films und können die Geschehnisse fern der eigenen Lebensrealität einordnen. Das unter der Erde spielende Setting und die entsprechende musikalische Untermalung lassen aber eine bedrohliche Atmosphäre entstehen. Die kontinuierlich im Bild eingeblendete verbleibende Zeit bis zur Lösegeldübergabe baut zusätzlich Spannung auf. Jüngere Kinder sind daher mit der Rezeption und Verarbeitung des Actionfilms klar überfordert, weshalb eine Platzierung im Tagesprogramm ausgeschlossen wird. (Stand: April 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Django

Italien 1966
Western

Der legendäre Kultfilm um Django handelt von dessen blutiger Rache an Major Jackson, der Djangos Frau auf dem Gewissen hat.
Zwar wirkt der düstere und alltagsferne Italo-Western in Farbgebung und Inszenierungstempo mittlerweile altmodisch und streckenweise langatmig, gleichwohl bietet er auch über 50 Jahre nach seiner Entstehung eine recht erstaunliche und wirkungsvolle Modernität hinsichtlich einer hochwertigen Bild- und Kameragestaltung. Im Zentrum steht der gebrochene, ambivalente Held, der trotz seiner coolen Abgebrühtheit das Herz am rechten Fleck zu haben scheint. Als attraktiver Held besitzt Django durchaus Identifikationspotenzial für hiesige Jugendliche. Die Story beinhaltet eine Vielzahl an Gewalthandlungen in langen gewaltgeprägten dramaturgischen Bögen. Dabei wird Gewalt stets als Mittel zur Lösung aller Konflikte eingesetzt. Insgesamt bieten Genre, Dialoge, Setting und Inszenierungsstil ausreichende Distanzierungsmöglichkeiten für ein Publikum ab 16 Jahren. Aber die mitunter beiläufig inszenierten Tötungen, Dichte und Explizitheit der Gewaltdarstellungen und deren inhaltliche Ausrichtung sowie das Frauenbild überschreiten die Verarbeitungsfähigkeiten für ein Publikum unter 16 Jahren. Eine Freigabe für das Hauptabendprogramm wird deshalb einstimmig abgelehnt. (Stand: Januar 2018)

Weitere Informationen zum Film Django im FSF-Blog.

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Tremors 2 – Die Rückkehr der Raketenwürmer

USA 1996
Fantasy

In dem Fantasy-Abenteuerfilm überfallen sechs Jahre nach dem ersten Angriff in Nevada die Monsterwürmer erneut ein Gebiet in Mexiko. Zusammen mit dem Jungabenteurer Grady Hoover will der Wurmjäger Earl Basset die Würmer bezwingen.
In dem vorliegenden senderseitig bearbeiteten Fantasyfilm wurden Gewalteffekte erheblich abgemildert und Erregungsmomente durch die Schnittbearbeitung zurückgenommen. Obgleich auch in dieser Filmversion noch zahlreiche Spannungsmomente vorhanden sind, führen diese nicht zur Übererregung jugendlicher Zuschauer. Spannungsarme oder komödiantische Passagen bieten ausreichend Entlastung. Zudem lassen Handlung, Ausstattung und die leicht durchschaubare Dramaturgie genügend Spielraum, sodass ab 12-Jährige ausreichend Distanz zum Gezeigten aufbauen können. Die Genrezuordnung ist anhand der "außer- oder überirdischen Vorgänge und Gestalten" eindeutig, sodass Übertragungen in alltägliche Situationen oder eine Nachahmungsgefahr nicht vermutet werden. Durch die fehlende emotionale Bindung zu den Filmfiguren gepaart mit der Darstellung des Earl und anderer Monsterjäger als überzeichnete Kunstfiguren werden dem Publikum ab 12 Jahren keinerlei Identifikationsangebote bereitgestellt. Eine Ausstrahlung dieser Schnittfassung ist daher im Hauptabendprogramm möglich. (Stand: Oktober 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Legacies

USA 2018
Mystery

Die US-amerikanische Fantasyserie handelt von der Internatsschülerin Hope Mikaelson, Tochter eines sehr mächtigen Vampirs und einer Werwölfin, die sich mit anderen übernatürlichen Wesen zusammenschließt. Viele müssen erst einmal lernen, mit den verschiedenen magischen Fähigkeiten umzugehen und ihre dunklen Impulse zu kontrollieren.
Die sich an Teenager richtende Highschool-Mysteryserie knüpft mit ihren jugendaffinen Themen – Schule, erste Liebe, Eifersucht, Ausgrenzung, u.a. – an Ängste und Entwicklungsthemen der Pubertät an. Die Handlung ist teilweise düster inszeniert, bietet mit ihren offensichtlich alltags- und realitätsfernen Momenten, bspw. Magie, Verwandlung, Superkräfte, etc., sowie den dargestellten Romanzen, aber auch den vielen ruhigen und harmonischen Sequenzen ausreichend Entlastung. Zusätzlich relativierend offenbart die Story komödiantische und satirische Züge. Ein Publikum ab 12 Jahren verfügt über genügend erworbene Medienkompetenz, um diese genretypischen Sequenzen innerhalb eines künstlichen Erzählkonstrukts zu verkraften und entsprechend dem Fantasygenre zuzuordnen. Jüngere Kinder könnten durch die zwar wenigen, aber dennoch vorhandenen unheimlichen Szenen wie dem Morphing zum Werwolf u.a. übermäßig geängstigt werden, weshalb eine Freigabe für das Tagesprogramm nicht in Betracht kommt. (Stand: November 2019)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Godfather of Harlem

USA 2019
Drama

Harlem – New York City, 1960er-Jahre: Der dubiose Gangsterboss Bumpy Johnson kehrt nach einem Jahrzehnt Gefängnis in sein Viertel zurück und muss sich mit dem radikalen Prediger Malcolm X zusammenschließen, um sein einst beherrschtes Drogengebiet, das mittlerweile im Heroinsumpf versinkt, von der italienischen Mafia zurückzuerobern.
Die Handlung ist geprägt von Gewalt und rassistischen Entgleisungen, die wie auch die Machenschaften der korrupten Polizisten jedoch deutlich dem Milieu und der damaligen Zeit entsprechen. Einem Publikum ab 12 Jahren wird zugetraut, die historische Rahmung, das fiktionale Geschehen sowie den lebensfernen Kontext genregerecht einordnen zu können, was relativierend wirkt. Drogenkonsum und -handel werden kritisch und nicht befürwortend eingebettet. Das Risiko einer nachhaltigen Ängstigung für die Altersgruppe der ab 12-Jährigen wird ausgeschlossen, weil die gezeigten Gewaltmomente ausreichend dezent umgesetzt wurden oder die wenigen vorhandenen heftigeren Gewaltbilder (Kopfschuss, Folter) als verkraftbar gewertet werden. Drastische und explizite Details, die 12-Jährige in ihrer Verarbeitungsfähigkeit überfordern könnten, werden nicht dargestellt bzw. müssen für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm entfallen. (Stand: November 2019)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)