ProgrammprüfungFSF-Altersfreigaben

FSF-Altersfreigaben mit ProgrammInfos

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurzen Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 35.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

 

Aktuelle ProgrammInfos

Die Entführung der U-Bahn Pelham 123

USA, GB 2009
Action

Das actiongeladene Geiseldrama erzählt die Geschichte rund um die Entführung einer New Yorker U-Bahn samt 19 Geiseln und der Forderung von 10 Millionen US-Dollar Lösegeld. Der im Original ab 16 Jahren freigegebene Film wurde um drastische Gewaltbilder und aggressive Dialoge gekürzt und kann so im Hauptabendprogramm ausgestrahlt werden. Die verbliebenen Gewaltdarstellungen sind nicht geeignet, Kinder ab 12 Jahren nachhaltig zu ängstigen. Für genügend Entspannung sorgen zahlreiche Dialoge und die Zuversicht, dass das Lösegeld rechtzeitig übergeben werden kann. Kinder ab 12 Jahren erkennen den fiktionalen Charakter des Films und können die Geschehnisse fern der eigenen Lebensrealität einordnen. Das unter der Erde spielende Setting und die entsprechende musikalische Untermalung lassen aber eine bedrohliche Atmosphäre entstehen. Die kontinuierlich im Bild eingeblendete verbleibende Zeit bis zur Lösegeldübergabe baut zusätzlich Spannung auf. Jüngere Kinder sind daher mit der Rezeption und Verarbeitung des Actionfilms klar überfordert, weshalb eine Platzierung im Tagesprogramm ausgeschlossen wird. (Stand: April 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Django

Italien 1966
Western

Der legendäre Kultfilm um Django handelt von dessen blutiger Rache an Major Jackson, der Djangos Frau auf dem Gewissen hat.
Zwar wirkt der düstere und alltagsferne Italo-Western in Farbgebung und Inszenierungstempo mittlerweile altmodisch und streckenweise langatmig, gleichwohl bietet er auch über 50 Jahre nach seiner Entstehung eine recht erstaunliche und wirkungsvolle Modernität hinsichtlich einer hochwertigen Bild- und Kameragestaltung. Im Zentrum steht der gebrochene, ambivalente Held, der trotz seiner coolen Abgebrühtheit das Herz am rechten Fleck zu haben scheint. Als attraktiver Held besitzt Django durchaus Identifikationspotenzial für hiesige Jugendliche. Die Story beinhaltet eine Vielzahl an Gewalthandlungen in langen gewaltgeprägten dramaturgischen Bögen. Dabei wird Gewalt stets als Mittel zur Lösung aller Konflikte eingesetzt. Insgesamt bieten Genre, Dialoge, Setting und Inszenierungsstil ausreichende Distanzierungsmöglichkeiten für ein Publikum ab 16 Jahren. Aber die mitunter beiläufig inszenierten Tötungen, Dichte und Explizitheit der Gewaltdarstellungen und deren inhaltliche Ausrichtung sowie das Frauenbild überschreiten die Verarbeitungsfähigkeiten für ein Publikum unter 16 Jahren. Eine Freigabe für das Hauptabendprogramm wird deshalb einstimmig abgelehnt. (Stand: Januar 2018)

Weitere Informationen zum Film Django im FSF-Blog.

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Tremors 2 – Die Rückkehr der Raketenwürmer

USA 1996
Fantasy

In dem Fantasy-Abenteuerfilm überfallen sechs Jahre nach dem ersten Angriff in Nevada die Monsterwürmer erneut ein Gebiet in Mexiko. Zusammen mit dem Jungabenteurer Grady Hoover will der Wurmjäger Earl Basset die Würmer bezwingen.
In dem vorliegenden senderseitig bearbeiteten Fantasyfilm wurden Gewalteffekte erheblich abgemildert und Erregungsmomente durch die Schnittbearbeitung zurückgenommen. Obgleich auch in dieser Filmversion noch zahlreiche Spannungsmomente vorhanden sind, führen diese nicht zur Übererregung jugendlicher Zuschauer. Spannungsarme oder komödiantische Passagen bieten ausreichend Entlastung. Zudem lassen Handlung, Ausstattung und die leicht durchschaubare Dramaturgie genügend Spielraum, sodass ab 12-Jährige ausreichend Distanz zum Gezeigten aufbauen können. Die Genrezuordnung ist anhand der "außer- oder überirdischen Vorgänge und Gestalten" eindeutig, sodass Übertragungen in alltägliche Situationen oder eine Nachahmungsgefahr nicht vermutet werden. Durch die fehlende emotionale Bindung zu den Filmfiguren gepaart mit der Darstellung des Earl und anderer Monsterjäger als überzeichnete Kunstfiguren werden dem Publikum ab 12 Jahren keinerlei Identifikationsangebote bereitgestellt. Eine Ausstrahlung dieser Schnittfassung ist daher im Hauptabendprogramm möglich. (Stand: Oktober 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Legacies

USA 2018
Mystery

Die US-amerikanische Fantasyserie handelt von der Internatsschülerin Hope Mikaelson, Tochter eines sehr mächtigen Vampirs und einer Werwölfin, die sich mit anderen übernatürlichen Wesen zusammenschließt. Viele müssen erst einmal lernen, mit den verschiedenen magischen Fähigkeiten umzugehen und ihre dunklen Impulse zu kontrollieren.
Die sich an Teenager richtende Highschool-Mysteryserie knüpft mit ihren jugendaffinen Themen – Schule, erste Liebe, Eifersucht, Ausgrenzung, u.a. – an Ängste und Entwicklungsthemen der Pubertät an. Die Handlung ist teilweise düster inszeniert, bietet mit ihren offensichtlich alltags- und realitätsfernen Momenten, bspw. Magie, Verwandlung, Superkräfte, etc., sowie den dargestellten Romanzen, aber auch den vielen ruhigen und harmonischen Sequenzen ausreichend Entlastung. Zusätzlich relativierend offenbart die Story komödiantische und satirische Züge. Ein Publikum ab 12 Jahren verfügt über genügend erworbene Medienkompetenz, um diese genretypischen Sequenzen innerhalb eines künstlichen Erzählkonstrukts zu verkraften und entsprechend dem Fantasygenre zuzuordnen. Jüngere Kinder könnten durch die zwar wenigen, aber dennoch vorhandenen unheimlichen Szenen wie dem Morphing zum Werwolf u.a. übermäßig geängstigt werden, weshalb eine Freigabe für das Tagesprogramm nicht in Betracht kommt. (Stand: November 2019)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Godfather of Harlem

USA 2019
Drama

Harlem – New York City, 1960er-Jahre: Der dubiose Gangsterboss Bumpy Johnson kehrt nach einem Jahrzehnt Gefängnis in sein Viertel zurück und muss sich mit dem radikalen Prediger Malcolm X zusammenschließen, um sein einst beherrschtes Drogengebiet, das mittlerweile im Heroinsumpf versinkt, von der italienischen Mafia zurückzuerobern.
Die Handlung ist geprägt von Gewalt und rassistischen Entgleisungen, die wie auch die Machenschaften der korrupten Polizisten jedoch deutlich dem Milieu und der damaligen Zeit entsprechen. Einem Publikum ab 12 Jahren wird zugetraut, die historische Rahmung, das fiktionale Geschehen sowie den lebensfernen Kontext genregerecht einordnen zu können, was relativierend wirkt. Drogenkonsum und -handel werden kritisch und nicht befürwortend eingebettet. Das Risiko einer nachhaltigen Ängstigung für die Altersgruppe der ab 12-Jährigen wird ausgeschlossen, weil die gezeigten Gewaltmomente ausreichend dezent umgesetzt wurden oder die wenigen vorhandenen heftigeren Gewaltbilder (Kopfschuss, Folter) als verkraftbar gewertet werden. Drastische und explizite Details, die 12-Jährige in ihrer Verarbeitungsfähigkeit überfordern könnten, werden nicht dargestellt bzw. müssen für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm entfallen. (Stand: November 2019)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

4 Blocks

D 2017
Drama

Die actionreiche Dramaserie spielt im Milieu der arabischen Clans von Berlin. Toni will eigentlich aus dem Sumpf von Drogen, Prostitution und Geldwäsche aussteigen. Nachdem sein Schwager bei einer Razzia verhaftet wird, ist es Toni der Familie schuldig, erneut die Führung des Clans zu übernehmen.
Die Serie beinhaltet zahlreiche Bedrohungsszenarien und Gewaltszenen mit brutalen Gewaltspitzen und vermischt dabei mitunter Täter- und Opferperspektive. Aufgrund ihrer Gestaltung, Erzählweise und Thematik erweist sich die Serie als jugendaffin und bietet dem Publikum aufgrund ihrer Realitätsnähe zahlreiche Anknüpfungspunkte. Gleichzeitig wird jedoch ein einseitiges und klischeebeladenes Bild von Kriminellen präsentiert, das sowohl Ängste als auch Attraktivität vermitteln kann. Frauen tauchen nur am Rande oder aber passiv und schutzlos auf, es überwiegt die Selbstherrlichkeit der männlichen Darsteller. Toni, der zwar aussteigen will, handelt als Charakter eher widersprüchlich, da er dennoch unhinterfragt Gewalt als Mittel einsetzt, um seine Geschäfte zu führen. Ab 16-Jährigen wird zugetraut, die Gewaltspitzen zu verkraften und die Stereotype als solche zu erkennen. Für jüngere Jugendliche birgt die Serie ein zu hohes Beeinträchtigungspotenzial. (Stand: April 2017)

Weitere Informationen zur Dramaserie 4 Blocks gibt es im FSF-Blog.

Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

M – Eine Stadt sicht einen Mörder

D, A 2018
Krimi

M – Eine Stadt sucht einen Mörder basiert auf dem gleichnamigen Film von Fritz Lang aus dem Jahre 1931. Die Ereignisse von damals wurden auf das winterliche Wien der Gegenwart übertragen. Die Stadt wird von einer Serie von Kindsentführungen erschüttert, die Kinder werden später tot aufgefunden.
Obgleich Thematik, Musikuntermalung und Szenerie tragisch, dramatisch, dunkel und mysteriös anmuten, kommt durch die kühle und unnahbare Charakterzeichnung der Figuren und ihren wenig nachvollziehbaren Reaktionen keine Empathie auf. Die schräge, alle Figuren zu Karikaturen verzerrende Ästhetik überlagert alles. Dies schafft große Distanz zum Gesehenen. Einem Publikum ab 12 Jahren wird genügend Genreerfahrenheit zugesprochen, die Sendung ohne nachhaltige Beeinträchtigung wahrnehmen, einordnen und verarbeiten zu können. Drastische Gewaltbilder oder Bedrohungssituationen treten nur sporadisch auf und wurden für die beantragte Freigabe ab 12 Jahren in Abhängigkeit von der Drastik und Intensität der Darstellung teilweise mit Schnittauflagen belegt. Die merkwürdig versponnene Handlung verbunden mit den wortkarg dargestellten Dialogen bewegt sich weit ab vom Alltagsleben hiesiger Kinder. Eine Freigabe für das Tagesprogramm kam aufgrund des dunklen Kosmos‘ rund um einen Kinderserienmörder in einer zwar moderat spannend inszenierten Erzählweise, aber dafür allgemein düster-winterlichen Atmosphäre nicht in Betracht, da eine Überforderung unter 12-Jähriger nicht auszuschließen ist. (Stand: Februar 2019)

Weitere Informationen zur Dramaserie M – Eine Stadt sucht einen Mörder im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Harry Potter und der Halbblutprinz

Teil 6
GB 2008
Fantasy

Im sechsten Teil der Harry Potter-Verfilmung rückt die Vergangenheit Lord Voldemorts in den Mittelpunkt. Hermine, Ron und insbesondere Harry nehmen den Kampf gegen den dunklen Zauberer auf.
Entsprechend der Buchvorlage nimmt die Bedrohung der guten Seite durch den bösen Lord Voldemort in diesem Teil der Reihe zu, weshalb die Atmosphäre düsterer, das Geschehen dramatischer und actionhaltiger ist als in den ersten Teilen. Für die Ausstrahlung im Tagesprogramm wurde allerdings eine Fassung vorgelegt, in der Bedrohungsszenarien und unheimliche Einzelbilder, die Kinder erschrecken und ängstigen könnten, entfernt bzw. abgemildert wurden. Verbliebene bedrohliche Situationen wirken spannend, bieten aber keine schockierenden Einzelbilder, die jüngere Kinder nachhaltig belasten und ängstigen können. Die Entlastungsangebote treten so stärker in den Vordergrund: Der Kampf gegen dunkle Mächte bewegt sich in einem vorhersehbaren Rahmen, den Protagonisten stehen viele Helfer und Freunde zur Seite, die an den Sieg des Guten über das Böse glauben. Harry und seine Freunde kämpfen aktiv gegen das Böse an und sind – durch die Schnittbearbeitung – im vorliegenden Teil auch nicht dauerhaft direkt bedroht. Heitere Momente um erste Verliebtheiten und diesbezügliche Verwirrtheiten durchbrechen die Bedrohungssituationen. Die Liebesgeschichten zwischen Harry und Ginny sowie zwischen Hermine und Ron konterkarieren die Spannung und bilden entlastende Handlungsstränge. Somit konnte die Schnittfassung für die Ausstrahlung im Tagesprogramm freigegeben werden. (Stand: Dezember 2017)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Chroniken der Unterwelt – City of Bones

USA 2013
Fantasy

Im Mittelpunkt des Fantasyfilms steht die junge Schattenjägerin Clary, die ihre verschwundene Mutter retten muss. Sie findet sich mit Freund Simon in einer düsteren, mystischen Parallelwelt wieder, in der sie ihre familiären Wurzeln klären muss.
Das Mysterydrama ist in erster Linie für ältere Kinder und Jugendliche interessant, die sich mit den typischen Themen des Erwachsenwerdens auseinandersetzen. Clara wird von Hexen, Dämonen und Vampiren z.T. dramatisch bedroht, erweist sich aber als stark und hat gute Beschützer. Kampfszenen, Tötungen und Darstellungen von Leiden wurden für die Tagesprogrammierung weitgehend entfernt. Durch die märchenhafte Kulisse mit fantastischen Elementen ist das Fiktionale deutlich erkennbar. Die Konflikte lösen sich positiv auf, die klare Gut-Böse-Zeichnung bietet Orientierung. (Stand: Mai 2016)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Einmal ist Keinmal

USA 2012
Action

Dieser Actionfilm zeigt die junge, selbstbewusste Stephanie, die versucht, ihren Exfreund Joe an die Polizei zu übergeben, um eine ausgesetzte Belohnung zu bekommen. Im Laufe des Films nähern sich die beiden Zerstrittenen jedoch wieder auf verspielte Art und Weise an.
Die vom Sender vorgelegte Schnittfassung des Actionfilms, die viele komödiantische Momente beinhaltet, ist von ab 6-Jährigen gut zu verkraften. Die Protagonisten – Stephanie und Joe – sind hell und heiter gezeichnet und überstehen alle Herausforderungen schadenfrei, sodass auch jüngeren Zuschauern bei der Ausstrahlung im Tagesprogramm deutlich wird, dass alles lustig gemeint ist und gut ausgehen wird. Ein Happy End ist ebenfalls gegeben. Hinzu kommt die klare Figurenzeichnung, die jüngeren Zuschauern durchgehend einen verlässlichen Halt gibt, um dramatische Zuspitzungen zu überstehen. Der Waffeneinsatz wirkt eher theaterhaft als bedrohlich und auch die in der bearbeiteten Version verbliebene vulgäre Sprache wird nicht als entwicklungsbeeinträchtigend bewertet, da sie deutlich der Figurenzeichnung dient. (Stand: Dezember 2015)

Ab 6 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Gone – Lauf um dein Leben

Australien 2006
Action

In dem Actionfilm ist ein Pärchen auf Entdeckungstour in Australien und freundet sich mit einem sympathischen jungen Mann an, der für beide zusehends zur Gefahr wird.
Der Film ist insgesamt wenig jugendaffin und bietet kaum Anreize zur Identifikation, auch weist er inhaltlich kaum Bezüge zur konkreten Lebens- und Erfahrungswelt von Kindern auf, sodass hier viele Distanzierungsmöglichkeiten bestehen. Die über einen langen Zeitraum auf völlig unproblematische Art und Weise erzählte Filmstory enthält keinerlei Darstellungen, die ängstigend wirken könnten. Erst gegen Filmende finden sich Suspense- und Thrillerelemente. Diese für die ursprüngliche Freigabe ab 16 Jahren ausschlaggebenden ängstigenden Szenen und Gewaltdarstellungen wurden senderseitig durchgängig entfernt, sodass die vorgelegte Fassung keinerlei Bilder und detaillierte Darstellungen enthält, die ältere Kinder ab 12 Jahren ängstigen oder verunsichern könnten. (Stand: April 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Strike

Großbritannien, Nordirland 2017
Krimi

In der Kriminalserie nutzt Privatdetektiv Cormoran Strike zum Lösen seiner Fälle seine Erfahrung als Special Investigation Branch Investigator. Zusammen mit seiner neuen Assistentin Robin bilden sie ein unschlagbares Team.
Die Handlung ist von einem typischen Krimiplot getragen, bei der die Ermittlungsarbeit der beiden Protagonisten im Mittelpunkt steht. Dabei wird die Story in einem langsamen Erzähltempo und dialogstark vorangetrieben. Im Episodenverlauf nimmt die Intensität an gewalthaltigen bzw. möglicherweise verstörenden Bildern zu, sodass nur die ersten Episoden eine Freigabe für eine Ausstrahlung im Tagesprogramm erhielten. In Flashbacks eingebettete, moderate Gewaltspitzen können Kinder ab 12 Jahren bereits als eine Art verfremdeter Inszenierung erkennen und somit als künstlerisches Element in einem fiktionalen Geschehen einordnen. Übersteigen Drastik und Ausmaß des Gezeigten die Verarbeitungsfähigkeiten der Altersgruppe, müssen diese Bilder für eine Ausstrahlung im Hauptabendprogramm entschärft werden. Der insgesamt ruhige Handlungsverlauf, der oftmals von einem versöhnlichen Ende geprägt ist, bietet genügend entlastende und distanzierende Momente, die einer nachhaltigen Beeinträchtigung für ab 12-Jährige entgegenwirkt. (Stand: Juli 2019)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Terminator 3: Rebellion der Maschinen

USA 2002
Action

Seit John Connor die Menschheit vor ihrer Zerstörung gerettet hat, lebt er am Rande der Gesellschaft. Auf seine Existenz gibt es keinen Hinweis, damit „Skynet“, ein hoch entwickeltes Netzwerk von Maschinen, das die gesamte Menschheit vernichten wollte und Krieg gegen ihn führte, ihn nicht ausfindig machen kann. Bis T-X, eine gnadenlose Tötungsmaschine, erscheint. Connors einzige Hoffnung ist der Terminator.
Der Science-Fiction-Film wurde in einer geschnittenen Fassung für das Hauptabendprogramm, für ab 12-Jährige freigegeben. Er ist ein reines Actionspektakel, bei dem es zu einigen Gewalttätigkeiten (Gewaltspitzen wurden entfernt), rasanten Verfolgungen, Zerstörungen und Explosionen kommt. Nach Einschätzung des FSF-Prüfausschusses ist bei älteren Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren eine Übertragung der Handlung auf die eigene Lebensrealität mehr als unwahrscheinlich. Als distanzierendes Moment wurden auch die zahlreichen, klar erkennbaren Computeranimationen sowie die Bezüge zu bekannten Computerspielen gewertet. (Stand: März 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Harry Potter und der Feuerkelch

Teil 4
GB, USA 2005
Fantasy / Mystery

Der vierte Teil der Verfilmung der Harry-Potter-Romane von J.K. Rowling – Harry muss sich als Zauberlehrling beweisen und auch dem bösen Lord Voldemort trotzen – setzt die märchenhaft und spannend erzählte Geschichte der literarischen Vorlage in eindrucksvolle Bilder um und zieht Erwachsene wie Kinder in seinen Bann. Der Film enthält Szenen, die jüngere Kinder ängstigen können, insbesondere die lange finale Bedrohungssequenz im Irrgarten mit dem sich anschließenden blutigen Ritual auf einem Friedhof. Die zentralen Figuren werden existenziell bedroht und zeigen deutlich ihre Angst, ein Sympathieträger wird getötet und Harry entkommt nur knapp dem Tod. Ab 12-Jährige können die Ängste durch den Ausgang der Geschichte abbauen. Im Tagesprogramm wird mit Rücksicht auf jüngere Kinder nur eine bearbeitete Fassung des Films ausgestrahlt. (Stand: April 2013)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)
Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

The Handmaid's Tale

USA ab 2017
Science-Fiction

In der dystopisch angelegten Serie hat ein christlich-fundamentalistisches Regime die Macht übernommen, das Frauen brutal unterjocht und aufgrund der weit verbreiteten Unfruchtbarkeit "Gebärmägde" wie Sklavinnen zum Arterhalt in die Häuser der mächtigsten Familien steckt. Eine dieser Mägde ist die Hauptfigur June.
Obwohl The Handmaid’s Tale als dystopisches Format Jugendliche ansprechen könnte, lassen der Look der Serie, das Alter und die spezifische Problemkonstellation der Heldin keine hohe Jugendaffinität der Serie vermuten. Die Handlung wird in Zeitsprüngen und verschachtelter Dramaturgie erzählt und aus dem Off von der Ich-Erzählerin June kommentiert. Die Sprünge in der Handlung sind durch die verschiedenartigen Stilrichtungen der Zeit und die andersartigen Settings leicht zu unterscheiden. Eine Verwechslungsgefahr mit aktuellen Bezügen oder eine Übertragung auf den Lebensalltag hiesiger Jugendlicher wird daher nicht vermutet. Das entworfene Schreckensszenario wird in keiner Weise als vorbildhaft dargestellt. Insgesamt bestimmt eine ruhige Erzählweise die Geschichte, oft auch in hellen Bildern, Erinnerungsbilder wurden teils mit Weichzeichner verstärkt. Kurze, ausreichend zurückhaltend umgesetzte Gewaltspitzen sind in ruhige und entlastende Passagen eingebettet. Die Heldin bleibt durchgängig souverän und stark. Letztlich handelt es sich um eine hoch dramatische, düstere Geschichte, die dem Zuschauer einiges abverlangt, allerdings auch ein interessantes Reflexionsangebot bietet. In den meisten Episoden wurde Gewalt in Bildern oder Szenen nicht so drastisch inszeniert, dass es ab 12-Jährige, die bereits relativ kompetent mit potenziell ängstigenden Medieninhalten umgehen können, überfordert. Die Episoden, in denen dies nicht zutrifft, die Drastik zunimmt und die bedrohlich wirkende Stimmung und die ständige Gefahr für die Sympathieträgerin June von ab 12-Jährigen nicht angemessen eingeordnet werden könnten, wurde ein Freigabe für das Spätabendprogramm entschieden. (Stand: September 2019)

Weitere Informationen zur Serie The Handmaid's Tale gibt es im FSF-Blog.

 

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)