ProgrammprüfungFSF-Altersfreigaben

FSF-Altersfreigaben mit ProgrammInfos

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurzen Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 30.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

 

Aktuelle ProgrammInfos

The Handmaid's Tale

USA ab 2017
Science-Fiction

In der dystopisch angelegten Serie hat ein christlich-fundamentalistisches Regime die Macht übernommen, das Frauen brutal unterjocht und aufgrund der weit verbreiteten Unfruchtbarkeit "Gebärmägde" wie Sklavinnen zum Arterhalt in die Häuser der mächtigsten Familien steckt. Eine dieser Mägde ist die Hauptfigur June.
Obwohl The Handmaid’s Tale als dystopisches Format Jugendliche ansprechen könnte, lassen der Look der Serie, das Alter und die spezifische Problemkonstellation der Heldin keine hohe Jugendaffinität der Serie vermuten. Die Handlung wird in Zeitsprüngen und verschachtelter Dramaturgie erzählt und aus dem Off von der Ich-Erzählerin June kommentiert. Die Sprünge in der Handlung sind durch die verschiedenartigen Stilrichtungen der Zeit und die andersartigen Settings leicht zu unterscheiden. Eine Verwechslungsgefahr mit aktuellen Bezügen oder eine Übertragung auf den Lebensalltag hiesiger Jugendlicher wird daher nicht vermutet. Das entworfene Schreckensszenario wird in keiner Weise als vorbildhaft dargestellt. Insgesamt bestimmt eine ruhige Erzählweise die Geschichte, oft auch in hellen Bildern, Erinnerungsbilder wurden teils mit Weichzeichner verstärkt. Kurze, ausreichend zurückhaltend umgesetzte Gewaltspitzen sind in ruhige und entlastende Passagen eingebettet. Die Heldin bleibt durchgängig souverän und stark. Letztlich handelt es sich um eine hoch dramatische, düstere Geschichte, die dem Zuschauer einiges abverlangt, allerdings auch ein interessantes Reflexionsangebot bietet. In den meisten Episoden wurde Gewalt in Bildern oder Szenen nicht so drastisch inszeniert, dass es ab 12-Jährige, die bereits relativ kompetent mit potenziell ängstigenden Medieninhalten umgehen können, überfordert. Die Episoden, in denen dies nicht zutrifft, die Drastik zunimmt und die bedrohlich wirkende Stimmung und die ständige Gefahr für die Sympathieträgerin June von ab 12-Jährigen nicht angemessen eingeordnet werden könnten, wurde ein Freigabe für das Spätabendprogramm entschieden. (Stand: September 2019)

Weitere Informationen zur Serie The Handmaid's Tale gibt es im FSF-Blog.

 

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Getting On – Fiese alte Knochen

Staffel 01: Eps. 03, 06
USA 2013
Comedy

Die Sketchserie spielt auf einer Altenpflegestation und bezieht ihre Komik aus dem Aufeinanderprallen von Alltag und den bürokratischen und formalen Rahmenbedingungen, die dazu nicht passen. Hinzu kommen zeitkritische satirische Zuspitzungen und unterhaltsame Spannungen im Team, wobei die Sympathie klar auf Seiten der bodenständigen Krankenschwestern ist. Die Senioren spielen zwar mit, stehen aber nicht im Zentrum und werden nicht der Lächerlichkeit preisgegeben.
Mit ihren Themen aus dem Feld der Geriatrie richtet sich die Serie an Erwachsene und bietet Kindern wenig Reizvolles. Für sie gibt es keine Identifikationsfiguren und sie können die Komik der schnellen Dialoge noch nicht so einordnen, dass sie den Witz begreifen. Die zum Teil fäkalsprachlichen und vulgären Kommentare der Oberärztin wurden daher als eher unproblematisch bewertet, weil die Figur Kinder nicht erreicht. Die enthaltenen Andeutungen von Sex unter Senioren sind weitgehend unverständlich für unter 10-Jährige bzw. ab Vorpubertät verkraftbar. (Stand: Mai 2014)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Generation Kill

Staffel 01
USA 2008
Kriegsfilm

Die Serie erzählt chronologisch die Erlebnisse einer Gruppe US-Soldaten während ihres Irak-Einsatzes im dritten Golfkrieg. Der authentische und dokumentarische Erzählstil verdichtet sich mit zunehmenden Episoden.
In jenen Episoden, in denen drastische Kampf- und Gewaltszenen in einer hohen Intensität gezeigt werden, konnte eine übermäßige Ängstigung für unter 16-Jährige nicht ausgeschlossen werden. Auch eine desorientierende oder gewaltbefürwortende Wirkung für unter 16-Jährige wurde in diesen Episoden vermutet, da die dargebotene Dramaturgie und Kommentierung eine differenzierte Beurteilung des Kriegsgeschehens erschwert. In denjenigen Episoden jedoch, in denen die Gewaltdarstellungen ausreichend zurückhaltend inszeniert werden – ohne die Schrecken des Krieges auszulassen – und verschiedene Haltungen zum Krieg zu Wort kommen, konnte eine Freigabe für das Hauptabendprogramm ab 12 Jahren erteilt werden. Die zotige und sexualisierte Sprache sowie zahlreiche homophobe, xenophobe und rassistische Äußerungen wurden durchaus als grenzwertig eingeschätzt, da das alltagsferne Setting und die Protagonisten ausreichend Relativierungs- und Distanzierungsmomente bereithalten, wurden sie als verkraftbar gewertet. (Stand: April 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Game of Thrones

USA ab 2013
Fantasy

Die Serie Game Of Thrones mischt Elemente aus Mittelalterepos und Fantasy und erzählt von dem Machtkampf um das fiktive Königreich Westeros und den damit verbundenen Intrigen und Leidenschaften. Lange Dialogszenen wechseln mit Kampfhandlungen, die einige detaillierte Gewaltspitzen und kurze Schreckmomente enthalten. Die Alltagsferne des Geschehens und die klare Gut-Böse-Zeichnung der Figuren bieten für ein Publikum ab 12 Jahren aber hinreichend Distanzierungsmöglichkeiten, um auch drastischere Gewaltmomente (z.B. eine angedeutete Vergewaltigung oder diverse Tötungshandlungen) zu verkraften. Ausnahmen wie einzelne spekulative und nachhaltig wirkende Bilder (z.B. Kamerablick auf den Stumpf einer abgehackten Hand) wurden mit Schnittauflagen belegt. (Stand: Februar 2014)

Weitere Informationenzur Serie Game of Thrones im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Looking

Staffel 01: Eps. 01 – 02
USA 2013
Drama

Die Dramaserie Looking über drei Freunde im Schwulenmilieu von San Francisco beschreibt aus Erwachsenenperspektive Lebensmomente bei der Arbeit, in der Freizeit, bei der Lebens- und/oder Sexualpartnersuche.
Auch wenn die Darstellung schneller und unkomplizierter sexueller Begegnungen zu verzeichnen ist, steht im Vordergrund das Bemühen um ernsthafte Bindungen und Beziehungen. Die Serie vermittelt ein authentisches, aber kein desorientierendes Bild von Homosexualität. Die mitunter sehr freizügige Sprache ist nicht herabwürdigend, die wenigen Sexszenen sind in der Inszenierung verhalten. Drogenkonsum wird in wenigen Szenen und auf kurze und für Kinder kaum verständliche Weise präsentiert. Insgesamt ist die Serie dialogorientiert und wenig kindaffin. Eine Beeinträchtigung unter 12-Jähriger ist nicht zu erkennen, die Ausstrahlung im Tagesprogramm ist möglich.

Mehr Informationen zur Dramedy Looking im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Animals

Staffel 01: Eps. 01 – 03, 10
USA 2015
Animation

Tiere mit menschlichen Zügen sind die Protagonisten dieser in NYC spielenden Animationsserie. Die Gestaltung ist kindaffin, die zumeist sarkastisch verhandelten Erwachsenen-Themen richten sich aber eher an ältere Zuschauer: Es geht um Drogen, Sex und familiäre Konflikte, um Anabolika, Transgender-Themen oder um Selbstfindungsprozesse. Begleitet werden die verschiedenen Tiergeschichten von fortlaufenden Einblicken in die Menschenwelt, in der hauptsächlich die Machenschaften des korrupten Bürgermeisters der Stadt dargestellt sind.
Gewaltmomente (z.B. Tod im Schlachthof oder durch Rattengift) werden vereinzelt angedeutet oder finden im Off statt, ängstigende Details sind nicht zu erblicken. Als grenzwertig für das Tagesprogramm wird die ironisch-sarkastische, z.T. explizit sexualisierte Sprachebene eingeschätzt. Sie knüpft aber nicht unmittelbar an die Erlebniswelt jüngerer Kinder an. Auch die angesprochenen Themen werden in ihrer Bedeutung von den unter 12-Jährigen nicht zu decodieren sein. Die Realitätsferne der Geschichten, fehlendes Identifikationspotenzial und ein harmonisch aufgelöster Plot sorgen für ausreichend Distanzierungsmöglichkeiten. Eine Ausstrahlung im Tagesprogramm wird daher das Wohl jüngerer Kinder nicht beeinträchtigen. Nach Einschätzung des FSF-Ausschusses bleibt dieser "Erwachsenencomic" auch für jüngere Kinder unschädlich. (Stand: Juli 2016)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Iron Sky

D 2012
Komödie

Iron Sky ist eine Satire auf die NS-Ideologie, die Elemente des Action- und Science-Fiction-Genres beinhaltet: Nazis, die nach 1945 „auf der dunklen Seite des Mondes“ eine festungsartige Anlage errichtet haben, planen die Rückeroberung der Erde und die weltweite Verbreitung der NS-Ideologie. Letztlich siegt jedoch der Humanismus: Die überzeugte Nationalsozialistin Renate schwört ihrer Ideologie ab, die Erde wird vor den Nazis bewahrt und die Nazifestung auf dem Mond zerstört.
Für Zuschauer/-innen unter 12 Jahren ist dieser Film wegen der Gefahr einer sozialethischen Desorientierung und Ängstigung nicht geeignet: Kinder unter 12 Jahren können die rassistischen Äußerungen und die NS-Symboliken nicht hinreichend historisch einordnen, wodurch ihnen die groteske und satirische Brechung nicht zugänglich wird und mithin eine Verharmlosung nicht auszuschließen ist. Aufgrund eines möglichen mangelnden Verständnisses für die parodistische Stimmung werden die düsteren Szenarien und die Vielzahl an Action- und Kampfszenen nicht hinreichend relativiert, wodurch eine nachhaltige Ängstigung nicht auszuschließen ist.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Face Off – Im Körper des Feindes

USA 1997
Action

Im Mittelpunkt des klassischen Actionfilms steht der unerbittliche Kampf zweier Gegner: FBI-Agent Sean Archer und Terrorist Castor Troy, die ihre Identität austauschen. Bei allen Widrigkeiten gilt es die eigene Familie zu schützen.
Vorgelegt wurde eine um ängstigende und Gewaltszenen gekürzte Filmversion für die beantragte Freigabe im Hauptabendprogramm. Mit seiner leicht verständlichen Story um den Identitätstausch der Hauptfiguren und den dazu inszenierten choreographierten Actionszenen spricht der Film durchaus ein junges Publikum an. Neben zahlreichen leicht erkennbaren Spezialeffekten, die die Realitätsferne des Gesehenen unterstreichen, sind etliche Kampf- und Gewaltszenen sowie eine hohe Anzahl an dichten Actionszenen in der Schnittfassung verblieben. Die Kampfszenen sind jedoch von kurzer Dauer und bestehen oft aus pathetisch inszenierten, fast stilisierten Bildern, sodass die Actiongeschichte genretypisch überzeichnet und wirklichkeitsfremd wirkt. Entlastungs- und Entspannungsmomente finden sich in dem deutlich einzuordnenden Gut-Böse-Schema, der klar wahrnehmbaren Fiktionalität und in der glücklich endenden Familiengeschichte. (Stand: Februar 2019)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Aliens – Die Rückkehr

USA 1985
Science-Fiction

Im zweiten Teil der in der Zukunft spielenden Filmreihe geht es um die Bekämpfung der Aliens. Der Film gipfelt in einem vernichtenden Frau-gegen-Frau-Duell-Massaker zwischen der Astronautin Ripley und der Mutter aller Aliens.
Der Film nimmt sich ebenso wie der erste Teil Zeit für ausführliche Darstellungen mehrerer Details, dadurch erfolgt der Spannungsaufbau schleichend, aber stetig. Dem entgegen wirkt das technische Setting von 1985 durchaus antiquiert und wird als entlastend gegenüber der durchgängigen Bedrohungssituation bewertet. Denn diese ist trotz einiger Kürzungen drastisch in Szene gesetzter Gewaltdarstellungen vorhanden. So bleibt der Film dramaturgisch dicht – aber aus heutiger Sicht sind diese Momente für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren verkraftbar. Das surreale Filmsetting vermindert eine mögliche Adaption auf die Alltagswelt von hiesigen Kindern und Jugendlichen. Die Kämpfe gegen die Aliens können klar dem fantastischen Genre zugeordnet werden. Einen großen Raum im Film nimmt die Waffenpräsenz ein, sie ist allerdings negativ konnotiert und wird zur Verteidigung im Überlebenskampf eingesetzt. Einer Ausstrahlung im Hauptabendprogramm steht nichts entgegen. (Stand: April 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Teil 3
GB, USA 2003
Fantasy

Im dritten Teil des berühmten Fantasyabenteuers fürchtet Harry um sein Leben, denn der gefürchtete Mörder Sirius Black ist dem Gefängnis Askaban entflohen und nun hinter ihm her. Doch der Zauberlehrling muss nicht allein kämpfen. Harry und seine Freunde halten immer zusammen, helfen sich gegenseitig und ergänzen einander durch ihre Kompetenzen. Sie avancieren zu wichtigen Identifikationsfiguren für Kinder und Jugendliche, denn sie haben Sinn für Gerechtigkeit, kluge Ideen und Mut, sich gegen Ungerechtigkeiten aufzubegehren. Die senderseitig gekürzte Fassung enthält keine Szenen, die geeignet sind, Kinder unter 12 Jahren nachhaltig in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen. Aufgrund der positiven Grundtendenz des Fantasyfilms, der klar zu erkennenden Gut-Böse-Charakterisierung, ausreichend ruhiger Entlastungsmomente und der eindeutig auszumachenden Märchenwelt können selbst jüngere Kinder unter 12 Jahren gefährliche Szenen als nicht übermäßig bedrohlich einschätzen und vorausahnen, dass sich Harry aus jeder noch so gefährlichen Situation retten wird. (Stand: April 2013)

Ab 6 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

The Walking Dead

USA ab 2012
Horror

Die Serie erzählt die Geschichte einer kleinen Gruppe von Menschen, die nach der Apokalypse in einer verseuchten Welt unter Zombies ums Überleben kämpft.
Viele Episoden der Zombie-Dystopie bieten neben der üblichen Suche nach Sicherheit und Nahrung und dialogorientierten Passagen genretypische Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Zombies und enthalten zahlreiche in der Gewaltdarstellung zum Teil drastische, blutige und splatterartige Szenen. Ab 16 Jahren – z.T. unter Schnittauflagen – können Folgen freigegeben werden, die keine gewaltbefürwortenden Botschaften transportieren. Die gezeigten Gewaltaktionen sind als Notwehrhandlungen erkennbar und können von älteren Jugendlichen in die alltagsfernen Extrem- bzw. Ausnahmesituationen als solche eingeordnet werden. Ab Staffel drei zieht das Gewaltpotenzial merklich an – die Gewalthandlungen sind zunehmend drastisch und detailliert dargestellt. Nach wie vor richtet sich die Gewalt oftmals gegen die von den Menschen visuell deutlich unterscheidbaren Zombies, sodass die Fiktionalität weitgehend präsent bleibt und Distanz schafft. Einige der Protagonisten artikulieren jedoch eine offene, gegenüber vorangegangenen Staffeln deutlich gesteigerte Gewaltlust, die teilweise sehr blutige Formen annimmt und eindringlich inszeniert ist. Hinzu kommen gehäuft auch Gewaltaktionen von Menschen gegen Menschen, wobei auch die Protagonisten zunehmend Tötungshemmungen überwinden. Die von den Feinden der Gruppe ausgehende Gewalt trägt z.T. äußerst grausame bis sadistischen Züge. Je nach Intensität, Drastik und Selbstzweckhaftigkeit bzw. kontextueller Einbettung der Gewalthandlungen wurden die einzelnen Episoden ab 16 bzw. zunehmend häufig auch ab 18 Jahren freigegeben. Auch in Staffel sieben werden drastische Gewaltexzesse gezeigt, die allerdings von Feinden der Gruppe ausgehen und sehr abstoßend wirken – das die Gewalt und Grausamkeit vom Zuschauer abgelehnt wird, spricht gegen eine Sendeunzulässigkeit. (Stand: Oktober 2016)

Weitere Informationen zur Serie The Walking Dead im FSF-Blog.

Ab 18 Jahren / Nachtprogramm (23.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

Prometheus – Dunkle Zeichen

USA, GB 2012
Science-Fiction

Der spannende, sehr artifizielle Science-Fictionfilm, der auch großzügige  Anleihen im Horrorgenre nimmt, erzählt die Geschichte von Wissenschaftlern auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens.
Ort der Handlung ist das Forschungsraumschiff „Prometheus", das in fernen Galaxien landet. Bedrohliche Alltags- oder Realitätsbezüge ergeben sich daher – abgesehen von der Gruppendynamik im Team der Wissenschaftler – nicht. Der im Original ab 16 Jahren freigegebene Film wurde für die TV-Ausstrahlung bearbeitet und um brutale Darstellungen von Gewalt verkürzt. Dennoch verbleiben einige dichte und intensive Horrorsequenzen, ängstigende Motive und inhaltliche Verwirrungen. Eine Decodierung des philosophisch interpretierbaren Geschehens wird 12- bis 15-Jährigen noch nicht zugetraut. Auch der Cliffhanger zum Ende, der die Geburt von Aliens zeigt, sorgt nicht für Entlastung. Auf der anderen Seite gibt es auch keine Personen oder Situationen, die einen Transfer zulassen und auf den Alltag zurückwirken können. Wirkungen, die die Entwicklung von ab 12-Jährigen nachhaltig beeinträchtigen, werden daher nicht vermutet. (Stand: Juli 2014)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

R.E.D. – Noch älter. Noch härter. Noch besser.

Teil 2
USA 2013
Comedy

Genau wie der erste Teil basiert die Fortsetzung ebenso auf dem gleichnamigen Comic. In der turbulenten Actioncomedy beschäftigen sich Ex-CIA-Agent Frank Moses und sein ehemaliger Kollege Marvin Boggs mit der Operation „Nightshade“ und werden sowohl vom FBI als auch mehreren Profikillern über den halben Erdball gejagt.
Die rasante Actionkomödie mit einer Vielzahl an gewalthaltig inszenierten Momenten wurde bereits senderseitig bearbeitet eingereicht. Dennoch müssen für eine Ausstrahlung im Hauptabendprogramm weitere zynische Gewaltspitzen und jene Sequenzen, die in ihrer dramaturgischen Form der Einbettung auch desensibilisierend wirken könnten, entfernt werden. Ausreichend Relativierung bietet die humoristische Brechung der temporeichen Action- und Gewaltinszenierung. Der Witz des Films trägt zur Entlastung bei und wird bereits von einem Publikum ab 12 Jahren verstanden. Eine Übertragung des Gezeigten in die eigene Lebenswirklichkeit wird ausgeschlossen, nicht zuletzt weil das Setting, die Figuren und die Handlung an sich wenige Bezüge zu Leben und Alltag hiesiger Jugendlicher aufweisen. In dieser bearbeiteten Fassung ist eine Ausstrahlung im Hauptabendprogramm möglich. (Stand: Februar 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

American Fighter

USA 1985
Action

In dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Actionfilm muss sich der neue Rekrut Joe auf einem pazifischen Militärstützpunkt immer wieder gegen Angriffe von Ninjas wehren, die es dort auf die Waffenlieferungen abgesehen haben. Es finden viele Kämpfe statt.
Die Dramaturgie des Actionfilms mit etlichen Martial-Arts-Kampfeinlagen und Schusswechseln im Militärsetting ist sehr schlicht. Die Gewalthandlungen des Filmhelden basieren immer auf Verteidigung, werden nie vom ihm initiiert. Das Gut-Böse-Schema der Charaktere und ihrer Handlungen ist klar zu erkennen. Der Visualisierung der Kampf- und Tötungsszenen ist ihr Alter deutlich anzusehen. Dabei gehen die Opfer theatralisch zu Boden, Verwundungen werden nicht detailliert gezeigt, auch überlebt der Held ganz genretypisch immer jeden Anschlag. Die im Vordergrund stehenden Kampfchoreografien, die überhöhte, künstliche und alltagsferne Inszenierung – das alles können ab 12-Jährige problemlos dechiffrieren. Eine Übertragung bestimmter Inhalte auf die eigene Alltagwelt wird nicht vermutet. Deshalb ist die um drastische Kampfszenen verminderte Filmfassung von einem Publikum ab 12 Jahren gut zu verkraften. (Stand: April 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Full Metal Jacket

USA 1987
Kriegsfilm

Der aus dem Jahre 1987 stammende Anti-Kriegs-Film zeigt im ersten Teil die harten und unmenschlichen Ausbildungsbedingen US-amerikanischer Marines und im zweiten Teil die Brutalität und Sinnlosigkeit des Vietnamkrieges.
Full Metal Jacket enthält einige Gewaltspitzen, die gemessen am Genre und an heutigen Sehgewohnheiten eher rar gesät sind und den Film nicht prägen. Im Fokus stehen vielmehr die psychodynamischen Prozesse der Dehumanisierung und Willensbrechung, die aus jungen Männern Killermaschinen machen. Vor diesem Hintergrund erschüttern sowohl die Gewalteskalation im Ausbildungslager als auch die vorangehende lange Phase der systematischen Demütigung und Erniedrigung und erzeugen eher moralische Empörung als Angst. Auch der zweite in Vietnam spielende Block ist so inszeniert, dass sich die kriegskritische Haltung des Films bereits einem jüngeren Publikum erschließt. Die leicht spöttischen, distanzierten Off-Kommentierungen des Erzählers Jokers sind ebenfalls geeignet, eine kritisch-reflexive Haltung des Zuschauers zu befördern. Insgesamt bleiben Qualität und Quantität der Gewaltdarstellungen in einem Rahmen, der von ab 12-Jährigen adäquat zu rezipieren und ohne Beeinträchtigung zu verarbeiten ist. (Stand: Januar 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)