ProgrammprüfungFSF-Altersfreigaben

FSF-Altersfreigaben mit ProgrammInfos

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurzen Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 35.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

 

Aktuelle ProgrammInfos

Falling Down – Ein ganz normaler Tag

USA 1993
Drama

Auf dem Weg zum Kindergeburtstag seiner getrennt lebenden Tochter führt die Hauptfigur William Foster einen unberechenbaren und gewalttätigen Feldzug durch Los Angeles.
Der vor über 20 Jahren produzierte Film erhielt ursprünglich wegen des Selbstjustiz übenden Protagonisten eine Freigabe ab 16 Jahren. Aus heutiger Sicht kann ein Gefährdungsrisiko für medienerfahrene Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren dagegen ausgeschlossen werden. Der verzweifelte und überforderte Foster eignet sich in keinerlei Hinsicht als Identifikationsfigur. Der Film hat zudem eine gesellschafts- und gewaltkritische Gesamtaussage, die von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren verstanden werden kann. Gewalthandlungen und Tötungen werden im Film nicht befürwortet und wecken keine Sympathie für die Hauptfigur. Sie sind eher zurückhaltend inszeniert und dramaturgisch begründet. Dennoch verlangen die verbliebenen gewalthaltigen Szenen den Zuschauern und Zuschauerinnen einiges an Verarbeitung ab und können Kinder unter 12 Jahren nachhaltig ängstigen. (Stand: April 2017)

Weitere Informationen zum Film Falling Down im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Terminator: Die Erlösung

USA 2009
Science-Fiction

Der vierte Teil der Science-Fiction-Reihe Terminator spielt im Jahr 2018, in dem die Welt in Trümmern liegt und von Skynet-Maschinen und Terminatoren beherrscht wird. Der Widerstandskämpfer John Connor jedoch versucht, die Menschen vor der künstlichen Intelligenz zu schützen. Der Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Mensch und Maschine wird im Inneren von Skynet fortgesetzt. Am Ende siegt jedoch das Gute.
Ältere Kinder ab 12 Jahren werden den Film klar dem fiktionalen Science-Fiction-Genre zuordnen und auch die Gut-Böse-Zeichnung der Charaktere sofort erfassen. Im actionreichen und spannungsgeladenen Film finden sich starke Protagonisten zur Orientierung, die alle bis auf einen Maschinen-Menschen, der für die gute Sache sein Leben lässt, überleben. Die vorliegende Schnittfassung des Films setzt auf visuelle Effekte und spart auch in gekürzter Version nicht mit Action- und Gewaltszenen, allerdings wird die Gewalt dramaturgisch begründet und geht von den feindlich eingestellten Maschinen aus. Ein gewisses Erregungspotenzial ist verblieben, eine nachhaltige Ängstigung für Kinder ab 12 Jahren wird allerdings nicht vermutet. (Stand: August 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Men in Black 3

Teil 3
USA 2012
Science-Fiction

Im dritten Teil der Science-Fiction-Komödie gehört das Bekämpfen schleimiger Aliens zum Alltag der beiden Agenten J und K. Um das drohende Ende der Welt abzuwenden, reist J in die Vergangenheit.
Es kann wohl vorausgesetzt werden, dass Kinder bereits die ersten beiden Teile der Filmreihe gesehen haben und mit den fantastischen Herausforderungen der Helden und ihrer Unversehrtheit vertraut sind. Aber auch für Neueinsteiger ist der Film ohne Schwierigkeiten dem Genre der Sci-Fi-Komödie zuordnen, in der die Realitätsferne genau so klar erkennbar ist wie die Gut-Böse-Zeichnung der Protagonisten. Die Eingangssequenz enthält einige brutale und ekelige Einstellungen, die dramaturgisch notwendig sind, um die Bösewichter zu charakterisieren. Im weiteren Verlauf können kurze Momente der Erregung auftreten, eine nachhaltig ängstigende Wirkung wird jedoch nicht vermutet. So handeln beide Agenten immer souverän. Auch ist der gute Ausgang der Geschichte bereits für Kinder unter 12 Jahren zu erahnen. Der spielerische Charakter der Kämpfe unterstreicht das fantastische Moment des Comedyformates und liefert ausreichend Entlastung; auch entschärft es die permanente Bedrohung der Helden. Eine Platzierung dieser senderseitig gekürzten Filmfassung im Tagesprogramm ist daher möglich. (Stand: März 2018)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Der Schakal

USA 1988
Action

In dem Actionthriller soll der Profikiller „Schakal“ aus Rache ein Attentat auf eine politisch hochrangige Person ausüben. Um dies zu verhindern, bedienen sich die Geheimdienste der Unterstützung des gefangenen IRA-Aktivisten Declen Mulqueen, der den Killer identifizieren soll, sodass es nicht zum Attentat kommt.
Der senderseitig gekürzte Thriller enthält nach wie vor viele Gewaltmomente, die zwar kurzzeitig erschrecken können, aber durch die Schnitte hinreichend entschärft wurden, so dass sie kein nachhaltig ängstigendes Potenzial für die Altersgruppe der ab 12-Jährigen bergen. Auch wird dieser Altersgruppe attestiert, ausreichend Genrekenntnis zu besitzen, um die verbleibenden Action- und Gewalthandlungen adäquat einordnen zu können. Die Gut-Böse-Zeichnung der Charaktere wird in dem Wandel des zu Beginn eventuell faszinierend wirkenden Schakals zum eiskalten und unsympathischen Antiheld deutlich, wohingegen sich Declen nach und nach zur positiven Identifikationsfigur entwickelt, der Gewalt verhindern möchte. Am Ende wird der Schakal entmachtet und versagt. Eine Gewalt befürwortende Wirkung des Actionfilms für 12-Jährige konnte deshalb ausgeschlossen werden. Die abwechselnd eingesetzten langen Dialogpassagen bieten ausreichende Ruhephasen. Zusätzlich schaffen die stilistisch formale Ausrichtung des Films – der sichtlich in den 1990er-Jahren angesiedelt ist – und die genretypische Umsetzung Distanz und korrespondieren nicht mit den Lebensrealitäten hiesiger Jugendlicher. (Stand: Juli 2019)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Hitman: Agent 47

USA 2015
Action

Hitman: Agent 47 erzählt die actionreiche Geschichte eines durch Genmanipulation erschaffenen Auftragsmörders namens Agent 47. Neben ihm sollen weitere und stärkere Supersoldaten produziert werden, was Agent 47 verhindert.
Der Actionfilm enthält trotz der Kürzungen von Gewaltspitzen durch den antragstellenden Sender noch zahlreiche Tötungen und gewaltbetonte Sequenzen. Dennoch bietet der Film für ein Publikum ab 12 Jahren viele Distanzierungsmomente. So erinnert er mit seiner ästhetisch völlig überhöhten Darstellung von Gewalt, den choreografierten Stunts und der Superheldenstory eher an ein Computerspiel, denn an die hiesige Lebenswirklichkeit. Die durchweg realitätsfern inszenierte Story ist schnell (als solche) zu erfassen, die Charaktere sind zu flach angelegt, als dass dem Film eine hohe Wirkmacht zugeordnet werden kann. Agent 47 kämpft als mögliche Identifikationsfigur dabei gegen eindeutig böse Gegner. Da die ursprünglich zu einer Freigabe ab 16 Jahren führenden Szenen entfernt wurden, enthält die vorliegende Fassung in der Summe keine beeinträchtigenden Inhalte für ab 12-Jährige. (Stand: Oktober 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

The Passage – Das Erwachen

USA 2019
Mystery

In der Fantasyserie geht es um das Ende der zivilisierten Welt durch eine Vampirseuche. So werden in einem abgeschotteten Areal medizinische Versuche praktiziert, um einen Impfstoff gegen die Vampirseuche zu entwickeln.
Die Geschehnisse in der Mysteryserie werden in einem realistischen Setting über mehrere Sprünge in Zeit und Handlung dargestellt. Neben langen dialogischen Sequenzen kommt es auch zu kurzen action- und horrorartig inszenierten Szenen. Diese können zu kurzen Schreckmomenten bei einem Publikum ab 12 Jahren führen, versenden sich aber aufgrund der darauffolgend ruhigen Szenen. Der Großteil der dämonisch angelegten Inhalte, es handelt sich hierbei eindeutig um „klassische“ und dramaturgisch vorbereitete sowie der Altersgruppe bereits bekannte Genre-Effekte, befindet sich auf dem Hauptabendprogramm tauglichen Niveau. Nur vereinzelt wird dieses Maß übertroffen, diese Gewaltspitzen müssen für die Primtime-Sendeschiene entfallen. Als entlastende Momente werden der Zusammenhalt zwischen dem erfahrenen und integren FBI-Agenten Wolgast und der 10-jährigen Amy gesehen – beide agieren nie panisch, sondern suchen im Angesicht von Gefahr und Verletzung mutig, entschlossen und zuversichtlich nach Lösungsmöglichkeiten. Stärken und Schwächen, Gut und Böse werden relativ klar über das schnell anwachsende Figurenensemble verteilt, was dem jungen Publikum zusätzlich Orientierung bietet. Bis auf eine Schnittauflage  werden die vorgelegten Episoden als verarbeitbar für ab 12-Jährige bewertet. (Stand: Januar 2020)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Scary Movie

USA 2000
Horrorkomödie

Die Horrorkomödie handelt von einer Mordserie an mehreren Jugendlichen, die ein Jahr zuvor das Opfer eines Verkehrsunfalls heimlich beseitigt haben. Der Plot persifliert in slapstickhafter Art und Weise zahlreiche bekannte Horror- und Kinohits.
Um die Parodie und damit die zahlreichen Anspielungen auf bekannte Produktionen aus dem Horrorfilmgenre zu verstehen, müssen sie dem jugendlichen Publikum bekannt sein, wovon man nicht zwingend ausgehen kann. Insofern wirken die Zitate wenig entlastend. Gleichwohl wird angenommen, dass die Altersgruppe ab 12 Jahren aufgrund ihrer Medien- und Genrekompetenz in der Lage ist, die im Film enthaltenden Gewalt- und Splatterszenen – die zwar senderseitig umfangreich gekürzt wurden, aber dennoch vorhanden sind – als übertriebenes und unernstes Spektakel zu entschlüsseln. In der Art ihrer Ausformung wirkt die gezeigte Gewalt derartig überzogen und unrealistisch, dass sich keine Momente erkennen lassen, die Gewalt befürworten oder gar propagieren, somit kaum eine Wirkungsrelevanz entfalten dürfte. Darüber hinaus sind die Gewaltszenen in einen slapstickhaften und erkennbar fiktiven Kontext eingebunden, der zur Entlastung beiträgt. Einige Gewaltmomente könnten kurzzeitig erschrecken, jedoch vermögen Jugendliche deren ironische Brechung zu lesen, weshalb diese Schreckmomente als verkraftbar für ab 12-Jährige eingeschätzt werden. Zudem weist die Geschichte  keine ernstzunehmenden Realitätsbezüge auf. Insgesamt enthält die vorliegende gekürzte Fassung keine Szenen, Darstellungen und Aussagen, die die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren beeinträchtigen. (Stand: Dezember 2019)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Armageddon – Das jüngste Gericht

USA 1998
Action

Katastrophenfilm, in dem das Ende des Planeten durch einen auf ihn zurasenden Asteroiden naht. Amerikanisches Militär und NASA versuchen alles Erdenkliche, die ultimative Katastrophe abzuwenden und sind dabei letztlich erfolgreich.
Der mit vielen positiven Botschaften (Zusammenhalt, Familie) versehene spannend inszenierte Actionfilm enthält viele Special Effekts und einen bombastischen  Klangteppich. Senderseitig wurden gewalthaltige und übererregende Szenen gekürzt, um einer möglichen Ängstigung von jüngeren Kindern entgegenzuwirken. Dem actionreichen Filmplot stehen furchtlose Helden zur Seite, die den Eindruck vermitteln, allen Gefahren gewachsen zu sein. Unterstützt wird dies, indem noch so brenzlige Situationen mittels Ironie abgemildert werden. So wird dem kindlichen Publikum reichlich Entlastung geboten. Die futuristische Szenerie erweist sich weit von der kindlichen Lebenswelt entfernt. Hinzu kommt das Happy End, wenngleich der Verlust des Hauptdarstellers verarbeitet werden muss. Da zugunsten einer Hochzeit auf eine lange Trauerszene verzichtet wird, scheint diese dramatische Sequenz für jüngere Kinder verkraftbar. Somit ist die Schnittfassung des Actionfilms nicht geeignet, Kinder und Jugendliche nachhaltig zu ängstigen – eine Ausstrahlung im Tagesprogramm ist möglich. (Stand: Dezember 2019)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

The Rock – Fels der Entscheidung

USA 1996
Action

Actionthriller, bei dem eine Geiselnahme auf der Gefängnisinsel Alcatraz beendet und ein sich androhender Giftgasraketenabschuss auf San Francisco vermieden werden soll.
Der Film wurde in einer umfangreich geschnittenen Fassung zur Prüfung vorgelegt, in der u.a. blutige Bilder, Tötungen, Slow-Motion-Aufnahmen sowie Splattereffekte und sprachliche Zynismen deutlich zurückgenommen wurden. Verblieben sind wuchtige Actionsequenzen, deren Gewaltspitzen in ihrer Drastik erheblich reduziert wurden, was das Ängstigungspotenzial und eine mögliche Gewaltfaszination erheblich mindert. Krieg oder der Einsatz von Gewalt werden nicht befürwortend inszeniert. Der rasant geschnittene Film enthält immer noch viele Waffengefechte und Materialschlachten, die aber so überdimensioniert und übertrieben wirken, dass ihre Irrealität dadurch unterstrichen wird. Außerdem werden spannende Situationen immer wieder durch Humor gebrochen. Insgesamt ist der Actionkosmos für Heranwachsende deutlich als alltagsfern zu erkennen und bewegt sich im genretypischen Rahmen. Gemessen an heutigen Produktionsweisen stellt der über 20 Jahre alte Film keine übermäßige Herausforderung für ab 12-Jährige dar. (Stand: März 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia

USA 2007
Abenteuer

Im zweiten Teil des US-amerikanischen Fantasy-Abenteuers Die Chroniken von Narnia werden die Pevensie-Geschwister Peter, Edmund, Lucy und Susan durch einen Londoner U-Bahn-Schacht wieder nach Narnia zurückgerufen. Seitdem sie das Land verlassen haben, sind in Narnia Jahrhunderte vergangen, aber nun braucht sie das magische Königreich mehr denn je. Sie treffen auf den Prinzen Kaspian, welcher auf der Flucht vor seinem Onkel ist, der ihm seinen Platz an der Spitze des Landes streitig machen will. Mit Hilfe eines Zwerges und magischen Kreaturen versuchen die Kinder, das Land zurückzugewinnen.
Der Film wurde in einer umfangreich gekürzten Fassung von der FSF für das Tagesprogramm freigegeben. Kampfhandlungen wurden deutlich reduziert und Bedrohungssituationen auf Andeutungen beschränkt. Auch Aussagen, die eine gewaltbefürwortende Wirkung haben könnten, sind nicht mehr enthalten. Düstere Szenen werden immer wieder durch spannungsärmere und hellere Landschaftseinstellungen unterbrochen. Insgesamt ist die Darstellungsweise des Filmes betont märchenhaft und alltagsfern und die Handlung deshalb auch für jüngere Zuschauer als klar fiktional einzuordnen. (Stand: Dezember 2015)

Ab 6 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Der Herr der Ringe – Die zwei Türme

USA, NZ 2002
Fantasy

Der zweite Teil der Herr der Ringe-Trilogie baut im Wesentlichen auf den ersten Teil auf. Die Kenntnis der verschiedenen Erzählperspektiven, Figuren und Konflikten wird vorausgesetzt.
Das düstere Fantasyepos wurde der FSF in einer massiv bearbeiteten Fassung vorgelegt, in der auf viele tragende Schlachtenszenen und drastische Einzelbilder verzichtet wird. In den verbliebenen Schlachtenszenen wurden Gewaltspitzen umfassend entfernt. Die fast 30-minütige Kürzung wirkt sich auf die Verständlichkeit und Wirkmächtigkeit des Films aus – unter Jugendschutzgesichtspunkten wird dies allerdings als entlastend gewertet, weil die emotionale Anteilnahme abnimmt und fraglich ist, ob Kinder tatsächlich tiefer in die Handlung einsteigen und sich in die Situation einzelner Figuren hineindenken und -fühlen, wenn sie die komplexen Erzählstränge nicht verstehen und sich zudem keine Identifikationsmöglichkeiten auftun. Die ebenfalls verbliebenden kurzzeitig ängstigenden Momente und Figuren lassen sich klar dem Fantasygenre zuordnen, somit bieten sich auch keine Anschlussmöglichkeiten für reale Situationen und Ängste. Die Gefahr einer übermäßigen Ängstigung unter 12-Jähriger wird mehrheitlich nicht gesehen und der stark gekürzte Film für eine Ausstrahlung im Tagesprogramm freigegeben. (Stand: Dezember 2016)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

USA 2008
Abenteuer

Auf den Spuren des verstorbenen Bruders bzw. Vaters begeben sich der Vulkanologe Trevor und sein Neffe Sean auf die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Sie gelangen ins Erdinnere und in Jules Vernes imaginierte Welten und begegnen einer Reihe von Gefahren, die sie mit Intelligenz, Mobiltelefonen, Chemiekenntnissen und Solidarität meistern.
Der actiongeladene Abenteuerfilm beinhaltet viele Spannungsmomente und zeigt auch Gewalt, die aber immer nur als Reaktion auf bedrohliche Fabelwesen wie fliegende Fische, überdimensionale fleischfressende Pflanzen oder Seeschlangen daherkommt. Fast alle der teilweise rasanten Abenteuer sind in ihrer bildlichen Umsetzung von Sportarten der Gegenwart oder Jahrmarkt-Fahrgeschäften inspiriert. Der Erzählton ist insgesamt heiter und leicht, das Fantastische der Geschichte ist auch von jüngeren Kindern zu durchschauen. Für die Tagesprogrammierung wurden ängstigende Momente wie etwa Albtraumsequenzen entfernt und die Bedrohlichkeit von Gefahrensituationen minimiert. (Stand: August 2013)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)
Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Twilight – Biss zum Morgengrauen

USA 2008
Mystery

Der erste Film der dreiteiligen Mystery-Saga Twilight, die auf den gleichnamigen Romanen von Stephenie Meyer beruht, erzählt den Beginn der romantischen Liebesgeschichte zwischen der 17-jährigen Bella Swan und dem Vampir Edward Cullen.
Der Film verbindet zentrale Elemente des Teen-Movies mit dem klassischen Vampir-Mythos und enthält einige ängstigende und gewalthaltige Szenen. Für die Ausstrahlung im Tagesprogramm wurden Kampfhandlungen verkürzt und drastische Bilder z.B. von blutigen Verletzungen weitgehend entfernt. Eine ängstigende Wirkung dieser Szenen wird durch das Wissen um das gute Ende sowie die tragfähige, bedingungslose Liebe zwischen Bella und Edward abgefedert. Es folgt ein gut 13-minütiges, vollumfängliches, ruhig ausgespieltes Happy End, das die Zuschauer behutsam aus dem Film entlässt. Einer Ausstrahlung im Tagesprogramm der bearbeiteten Fassung wurde daher zugestimmt. (Stand: September 2015)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

The Day After Tomorrow

USA 2004
Abenteuer

Der US-Abenteuerfilm demonstriert ein Katastrophenszenario, in dem aufgrund der weltweiten Klimaerwärmung eine neue bedrohliche Eiszeit anzubrechen bevorsteht, die sich in Form von gewaltigen Stürmen, Überflutungen und Temperaturstürzen Bahn bricht und das Leben der gesamten Menschheit bedroht.
Der spannungsgeladene Abenteuerfilm wurde für die Ausstrahlung im Tagesprogramm senderseitig um ängstigende und übererregende Passagen gekürzt. Der vorwärts drängende und mit einer stets optimistischen Grundhaltung versehene Held schafft bei aller dramatischen Zuspitzung immer wieder spannungsärmere und entlastende Perspektiven. Längere  auch von Dialogen getragene Sequenzen mildern ein möglicherweise ängstigendes Potenzial des Films ebenso ab wie das Überleben der Hauptprotagonisten, das ein positives Signal  des Ausblicks sendet. Verblieben sind mit dem Kern des Films Szenen, in denen das Ausmaß der Katastrophe gezeigt und menschliche Opfer ins Bild gesetzt werden, die jedoch in dieser Form von Kindern unter 12 Jahren gemeistert werden können, ohne dass eine nachhaltige Ängstigung zu befürchten ist. (Stand: Dezember 2019)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

2012

USA 2009
Science-Fiction

In dem Endzeitdrama soll2012die Welt untergehen. Nur wenige Menschen und die Regierung wissen davon und bereiten sich auf den Tag X vor. Aber auch Jackson Curtis erfährt davon und kann letztlich seine Familie retten.
Der Science-Fiction-Film zeigt ein bildgewaltiges Endzeitszenario mit spannungsgeladener orchestraler Begleitung. Bedrohliche Gewalt- und Actionspitzen wurden für die Ausstrahlung im Tagesprogramm weitgehend entfernt, trotzdem verlangt das nicht kindaffine Actiondrama jüngeren Zuschauern einiges ab. Realitätsnahe Katastrophenbilder, wie sie aus Nachrichtensendungen bekannt sind, können jüngere Kinder ängstigen. Andererseits ist die Fiktionalität dieser Szenen offensichtlich und kann distanzierend wirken. Außerdem wird zuschauenden Kindern über die Identifikation mit Jacksons Kindern Noah und Lilly Entlastung geboten, die sich vielfach bewähren und gestärkt aus der Katastrophe hervorgehen. Letztlich siegen Moral, Großmut und Idealismus, und der positive Ausgang des Geschehens löst mögliche Ängste und Spannungen auf. (Stand: Juli 2018)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)