ProgrammprüfungFSF-Altersfreigaben

FSF-Altersfreigaben mit ProgrammInfos

Die ProgrammInfos der FSF sind Jugendschutzinformationen zum Fernsehprogramm. Sie beinhalten die Altersfreigabe mit einer kurzen Begründung sowie das Maß eines möglichen Wirkungsrisikos in den Kategorien Angst, Gewalt, sozialethische Desorientierung, Sex und Sprache.

Sie finden hier eine Auswahl aus annähernd 30.000 geprüften Programmen. Falls Sie sich für die Freigabe einer Sendung interessieren, die Sie hier nicht finden, wenden Sie sich bitte an unsere Jugendschutz-Hotline.

Bitte beachten Sie: Die Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung, sondern das Alter, für das ein Programm nach Einschätzung der FSF nicht entwicklungsbeeinträchtigend wirkt.

 

Aktuelle ProgrammInfos

Milk & Honey

D 2018
Drama

Im Mittelpunkt der Dramedy stehen vier Freunde, die mehr oder weniger unfreiwillig in das Geschäftsmodell des Escort-Services rutschen. Die von überwiegend Erwachsenenproblemen handelnde dialogorientierte Serie ist von heller und heiterer Atmosphäre geprägt. Szenen des Marihuana-Konsums sind kurz und nicht vorbildhaft inszeniert und entfalten ob der geringen Kind- und Jugendaffinität der handelnden Figuren keine negative Wirkmacht. Problematisiert wurde, dass für Sex Geld fließt. Eine Tendenz der Verharmlosung von Prostitution wurde nicht gesehen, denn der menschelnde Beziehungsrahmen wird stärker gewichtet. Dieser schafft auch breiten Raum für moralische Fragestellungen. Der abgebildete Sex findet immer im Einvernehmen statt und wird eindeutig als unproblematisch bewertet, auch weil er teils komödiantisch überzogen oder absurd gebrochen wirkt. Jüngere Kinder werden daraus keine Rückschlüsse auf die eigene sexuelle Entwicklung ziehen. Die Alltagsferne zur Lebenswelt von Kindern und die Abwesenheit von besonders kindaffinen Identifikationsfiguren schaffen ausreichend Distanzierungsmöglichkeiten. Insgesamt überwiegt der romantische bis biedere Rahmen mit deutlich komödiantischen Anteilen, sodass keine Beeinträchtigungen für Kinder unter 12 Jahren angenommen werden. (Stand: November 2018)

Weitere Informationen zur Serie Milk & Honey im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Parker

USA 2013
Action

In dem gleichnamigen Actionfilm will Berufsverbrecher Parker nach einem missglückten Raub die Gang verlassen. Ein Mordversuch seiner Ex-Partner an ihm lässt seinen Rachedurst erwachen.
Gewalt ist das einzige Konfliktlösungsmittel in dem actionbeladenen im Gangstermilieu angesiedelten Thriller. Übertragungseffekte auf die eigene Lebensrealität ab 12-Jähriger sind jedoch aufgrund der deutlich zu erkennenden Fiktionalität und der entsprechenden Genreeinordnung - durch bereits erworbene Medienkompetenz - nicht anzunehmen. Der sich auf dem Rachefeldzug befindliche Parker unterscheidet sich von seinen Gegenspielern durch seinen Ehrenkodex, der seinen Rachefeldzug filmisch legitimiert. Nach einer umfangreichen senderseitigen Schnittbearbeitung, bei der zahlreiche Gewaltmomente gekürzt und drastische Brutalitätsspitzen entfernt werden, die größtenteils auf Parkers Brutalität und Skrupellosigkeit abzielen, werden die Wirkungsrisiken der Gewaltbefürwortung bzw. -förderung und der übermäßigen Ängstigung hinreichend minimiert. In dieser Fassung wird der Film für die Hauptabendprogrammierung freigegeben. (Stand: September 2015)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Der Soldat James Rayn

USA 1998
Kriegsfilm

In dem 1944 spielenden Kriegsdrama geht es um die Rettung des US-Soldaten James Ryan, der in den Wirren des Zweiten Weltkrieges als einziger von vier Brüdern lebend zu seiner Mutter zurückkehren soll.
Der Film zeigt ausführlich Gewalt, vor allem in den Anfangsszenen, die die Landung von US-Truppen in der Normandie visualisieren. Die ungeschönten und brutalen Kriegsbilder wirken abschreckend. Wie die Soldaten, die der kriegerischen Auseinandersetzung nicht ausweichen können, möchte sich der Zuschauer dieser Gewalt entziehen. Mit Rücksicht auf Kinder ab 12 Jahren wurden extreme Gewaltbilder vor allem in diesen ersten 20 Minuten des Films sorgfältig entfernt, ohne den Szenen ihre abschreckende Wirkung zu nehmen. Obwohl der Film in seiner Gesamtaussage eher pathetisch und ambivalent ist, gibt es immer wieder Szenen, die existenzielle Bedrohungs- und Belastungssituationen zeigen und die Sinnlosigkeit des Krieges vor Augen führen. Nicht strategisch-taktische Überlegungen stehen im Vordergrund, sondern die an einem Krieg beteiligten Menschen. Der Film ist nicht aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen erzählt, die Protagonisten sind Erwachsene. Die Zuschauenden werden nicht mit Gefühlen des Verlustes oder der Trauer zurückgelassen, sondern der Rührung. Mit der Rettung in letzter Minute gibt es ein starkes Entlastungsmoment. Auch im mittleren Filmteil sorgen lange Ruhephasen für Entspannung. Insgesamt bietet die bearbeitete Fassung mit Blick auf 12-Jährige hinreichend Entlastungsmomente und kann im Hauptabendprogramm ausgestrahlt werden. (Stand: November 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Leben. Lieben. Leipzig

D 2018
Scripted Reality

Im Stil einer Telenovela werden die verschiedenen Erlebnisse junger Menschen eines Freundeskreises in Leipzig erzählt. Dass es sich hierbei um eine gescriptete Doku-Soap mit Laiendarsteller handelt, ist zu erkennen.
Zahlreiche dialoggetragene Handlungsstränge werden miteinander verbunden und wirken entlastend auf die einzelnen, teils konfliktbehafteten – aber bildlich zurückhaltend umgesetzten – Szenen. Intensiv diskutiert wurden die präsentierte Sexualisierung, das sexualisierte Frauenbild sowie der anhaltende Alkoholkonsum im Zusammenhang mit dem allgemeinen „Spaßfaktor“. Eine sozialethische Desorientierung, die eine mögliche Werteverschiebung auch bei Jüngeren bewirken könnte, wird nicht vermutet. Der Alkoholkonsum verläuft weitestgehend im Hintergrund, ist meistens an einen speziellen Anlass gebunden und wird teilweise auch von einigen Protagonisten kritisch eingeordnet. Der latent voyeuristische Blick wird in einigen Episoden als grenzwertig beurteilt, allerdings werden mit den starken Sympathiefiguren Stella und Janette auch Gegenentwürfe geboten. Die vorgelegten Episoden wurden für das Tagesprogramm freigegeben. (Stand: Oktober 2018)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Der verbotene Schlüssel

USA 2005
Thriller

Der Thriller handelt von der Pflegerin Carolin, die in ein einsames Haus nach Louisiana zieht, um ein altes Paar zu betreuen. Es entspinnt sich eine mit schwarzer Magie und unheimlichen Ereignissen gespickte Gruselgeschichte.
Die von der FSK ursprünglich mit einer Freigabe ab 16 Jahren verbundene Filmfassung wurde der FSF nun um viele eindringliche Gewaltszenen entschärft vorgelegt. Das von der Altersgruppe der ab 12-Jährigen klar als realitätsfern und im Genre des fantastischen einzuordnende Filmwerk wird getragen von einer düsteren Gesamtatmosphäre, u.a. vermittelt über dunkle Bilder sowie einer bedrohlich-dramatischen Musikspur. Im Hinblick auf eine nachhaltige Ängstigung übersteigen die verbliebenen dramatischen Szenen in ihrer Kürze jedoch nicht das im Hauptabendprogramm gewöhnliche Maß. Während angenommen wird, das ab 12-Jährige den fiktionalen Stoff ohne Beeinträchtigung verarbeiten können, kommt eine Freigabe für darunterliegende Altersgruppen aufgrund der ängstigenden Thematik und verbliebener Bedrohungsszenen nicht in Betracht. (Stand: November 2016)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

The Good Lie

USA 2013
Drama

Das US-amerikanische Drama The Good Lie beschäftigt sich mit einer Gruppe junger Südsudanesen, die als Kinder vor dem Bürgerkrieg im eigenen Land fliehen müssen, in einem kenianischen Flüchtlingslager Zuflucht finden und schließlich 13 Jahre später in den USA landen.
Der Film um Flucht und Vertreibung mutet gerade Kindern unter 12 Jahren mit seiner nicht beschönigenden Story und den gerade zu Filmbeginn einsetzenden Gewaltbildern einiges zu. Auch weisen die flüchtenden Kinder ein sehr hohes Identifikationspotenzial für eben diese Altersgruppe auf, obgleich die Handlung in einem alltagsfernen Setting stattfindet. Dennoch ist die ausgeübte Gewalt auf die Kinder in den Kriegs- und Vertreibungsszenen klar negativ konnotiert. Diese Gräuelszenen werden bis auf eine Gewaltspitze (Soldat erschließt fliehendes Kind), die mit einer Schnittauflage belegt wurde – mehrheitlich als notwendig und auch für ein Publikum unter 12 Jahren als zumutbar erachtet, um die Traumatisierung der Flüchtlinge nachvollziehbar zu machen. Die Bildebene ist überdies vergleichsweise dezent inszeniert. Darüber hinaus bietet der Film viele positive Aspekte – bspw. die herausstellenden Botschaften von Zusammenhalt und Freundschaft einerseits und die Ablehnung von Krieg und Vertreibung andererseits –, die das Leben von Flüchtlingen und deren Fluchtursachen erklären helfen. Somit leistet der Film insgesamt einen positiven Beitrag zur Empathieentwicklung gegenüber Fragen der Humanität und fördert eine kritische Auseinandersetzung mit der Kriegsthematik. (Juni 2018)

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Tin Star

Staffel 01: diverse Episoden
GB 2017
Drama

Sheriff Jim Worth zieht mit seiner Familie aus England ins beschauliche kanadische Little Big Bear, um dort einen Neuanfang zu wagen und seine Alkoholsucht sowie gewalttätige Vergangenheit als Undercover-Cop hinter sich zu lassen. Als geldgierige Outlaws in die Stadt „einreiten“, um dort eine Ölraffinerie aufzubauen, gerät auch das Leben der Familie Worth aus den Angeln und ein blutiger Rachefeldzug beginnt.
Die Serie enthält einige Gewaltszenen, die bildlich wenn überhaupt nur kurz und wenig drastisch in Szene gesetzt werden. Dem gegenüber stehen in der Mehrheit langsam erzählte und dialogreich inszenierte Sequenzen, sodass die wenigen Bedrohungsmomente als verkraftbar für ein Publikum ab 12 Jahren eingeschätzt werden. Im Serienverlauf tritt die fiktionale Rahmung der Geschichte durch die überzogene Figurenzeichnung stärker in den Vordergrund. Anna, Jims jugendliche Tochter, die für hiesige Gleichaltrige als Identifikationsfigur gelten könnte, gerät bald in Gefahr. Entlastend wirkt hier die positive Auflösung des Bedrohungsszenarios. Ebenso werden Jims Eskapaden und erneuter Alkoholmissbrauch von Anna kritisch eingeordnet, sodass von seinen Handlungen kein vorbildhafter Charakter ausgeht. Ab 12-Jährigen wird zugetraut, dieses Verhalten kritisch einzuordnen und auch die vorhandenen Spannungsbögen ohne Entwicklungsbeeinträchtigung rezipieren zu können. (Stand: Oktober 2017)

Weitere Informationen zur Dramaserie Tin Star im FSF-Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Mad Max: Fury Road

USA 2015
Action

Der bildgewaltige Endzeitfilm ist der vierte Teil der Mad Max-Reihe, die 1979 begann. Es geht um Vertrauen, Verzeihen und Mensch-Maschine-Interaktion in einer post-apokalyptischen, anarchistischen Fantasywelt.
Der Actionfilm wurde um etliche Gewaltdetails und Bilder von Verletzungen gekürzt und das Gewaltniveau somit entscheidend gesenkt. Entlastende Elemente treten nun stärker hervor. Der Fokus der Inszenierung und der Wahrnehmung durch den Zuschauer liegt deutlich auf der rasanten Verfolgung statt auf einzelnen Kampfhandlungen. Die inszenierte Choreografie der gewalttätigen Auseinandersetzungen und zusätzliche fantastische Elemente führen zu einer genretypischen Künstlichkeit, die distanzierend wirkt. Das Gut-Böse-Schema ist deutlich, die ausgeführten Gewaltmuster entstammen klar einer fiktionalen Welt und lassen sich nicht auf den Alltag hiesiger Jugendlicher übertragen. Insgesamt hinterlässt der Film den Eindruck einer atemlosen Hetzjagd und ist im Setting so absurd und fantastisch, dass die verbliebenen kurzen Gewaltbilder nicht verfangen. Eine nachhaltig ängstigende Wirkung auf ab 12-Jährige wird daher ausgeschlossen. (Stand: Dezember 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Tremors 2 – Die Rückkehr der Raketenwürmer

USA 1996
Fantasy

In dem Fantasy-Abenteuerfilm überfallen sechs Jahre nach dem ersten Angriff in Nevada die Monsterwürmer erneut ein Gebiet in Mexiko. Zusammen mit dem Jungabenteurer Grady Hoover will der Wurmjäger Earl Basset die Würmer bezwingen.
In dem vorliegenden senderseitig bearbeiteten Fantasyfilm wurden Gewalteffekte erheblich abgemildert und Erregungsmomente durch die Schnittbearbeitung zurückgenommen. Obgleich auch in dieser Filmversion noch zahlreiche Spannungsmomente vorhanden sind, führen diese nicht zur Übererregung jugendlicher Zuschauer. Spannungsarme oder komödiantische Passagen bieten ausreichend Entlastung. Zudem lassen Handlung, Ausstattung und die leicht durchschaubare Dramaturgie genügend Spielraum, sodass ab 12-Jährige ausreichend Distanz zum Gezeigten aufbauen können. Die Genrezuordnung ist anhand der "außer- oder überirdischen Vorgänge und Gestalten" eindeutig, sodass Übertragungen in alltägliche Situationen oder eine Nachahmungsgefahr nicht vermutet werden. Durch die fehlende emotionale Bindung zu den Filmfiguren gepaart mit der Darstellung des Earl und anderer Monsterjäger als überzeichnete Kunstfiguren werden dem Publikum ab 12 Jahren keinerlei Identifikationsangebote bereitgestellt. Eine Ausstrahlung dieser Schnittfassung ist daher im Hauptabendprogramm möglich. (Stand: Oktober 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Misery

USA 1990
Horror

Der fast 30 Jahre alte Horrorfilm beschreibt die Gefangennahme des erfolgreichen Romanautors Paul Sheldon, der nach einem Autounfall von einer seiner größten Fans, Annie Wilkes, gerettet und anschließend festgehalten wird. Es entspinnt sich ein langes Katz- und Mausspiel, letztlich gelingt es dem Autor zu entkommen.
Der etwas in die Jahre gekommene Horrorstreifen wurde der FSF in einer bearbeiteten Schnittfassung vorgelegt, die einige drastische Gewaltszenen wirkungsvoll entschärft hat. Die verbliebenen Gewaltszenen sind nicht geeignet, die Altersgruppe der ab 12-Jährigen nachhaltig zu beeinträchtigen und gehen somit nicht über das im Hauptabendprogramm übliche Maß hinaus. Der Film richtet sich eher an ein erwachsenes Publikum und enthält ausreichend Distanzierungsmomente wie die langsam erzählte kammerspielartige Inszenierung, die vom Alltag entrückte Handlung und der letztlich gute Ausgang der Geschichte. Eine Ausstrahlung im Hauptabendprogramm ist daher möglich. (Stand: September 2017)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Jack Reacher

USA 2012
Action

Der Thriller schildert die Ermittlungsarbeiten eines ehemaligen Militärpolizisten, der gemeinsam mit der Strafverteidigung die scheinbar willkürliche Ermordung von fünf Menschen durch einen Scharfschützen aufzuklären versucht. Zunächst scheint ein Schuldiger schnell gefunden zu sein, dann aber entspinnt sich ein Plot von Lüge, Intrige, Einschüchterung und Gewalt.
Der über weite Strecken sehr ruhig und gut strukturierte Film wartet mit einigen doch recht harten Darstellungen von Schießereien und Prügeleien auf. Drastische Bilder von Gewalt und Brutalität wurden für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm entfernt. Das Setting ist eher abgehoben, und die Protagonisten wirken trotz der Ambivalenzen glatt und überzeichnet. Der an einen Westernhelden erinnernde einsame Outlaw Reacher (Tom Cruise) ist als Figur nicht realistisch, so dass auch sein Gewalthandeln artifiziell und realitätsfern wirkt. Aufgrund der Irrealität und Alltagsferne der Story kann ab 12-Jährigen zugebilligt werden, die Gewaltaktionen des Helden keinesfalls als gerechtfertigt hinzunehmen.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Fortitude

Staffeln 01 – 02: diverse Episoden
GB 2014
Mystery

Im Mittelpunkt der 12-teiligen englischen Mysteryserie steht die gleichnamige Stadt Fortitude, in deren Geschichte es noch nie ein Verbrechen gab. Bis zu dem Tag, an dem ein Forscher mit blutig aufgerissenem Oberkörper in seinem Haus tot aufgefunden wird. Nach dem mysteriösen Mord wird jeder Einwohner zum Verdächtigen, das Verbrechen hat die trügerische Harmonie des kleinen Ortes aufgebrochen.
Während die erste Episode sich hauptsächlich der ausführlichen Beschreibung der Charaktere widmet, nimmt die Spannung der komplexen Geschichte um die mysteriösen und unheimlichen Ereignisse im Ort im Laufe der folgenden Episoden zu. Durch Kameraarbeit, Montage und Musik wird eine anhaltende Grundbedrohung geschaffen. Zuschauer ab 12 Jahren können in der Regel im Mysterybereich bereits eine gewisse Genrekompetenz vorweisen und wissen die unerklärbaren Geschehnisse und undurchsichtigen Charaktere entsprechend einzuordnen. Die meisten Episoden wurden daher ab 12 Jahren und für die Ausstrahlung im Hauptabendprogramm freigegeben. Einzelne horrorartig inszenierte Gewaltspitzen wurden mit Schnittauflagen belegt bzw. führten in Verbindung mit einer suggestiven ängstigenden Gesamtinszenierung zur Freigabe ab 16 Jahren (Eps. 09). (Stand: Februar 2015)

Mehr Informationen zur Thrillerserie Fortitude im FSF- Blog.

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)
Ab 16 Jahren / Spätabendprogramm (22.00 – 6.00 Uhr)

American Fighter

USA 1985
Action

In dem mittlerweile in die Jahre gekommenen Actionfilm muss sich der neue Rekrut Joe auf einem pazifischen Militärstützpunkt immer wieder gegen Angriffe von Ninjas wehren, die es dort auf die Waffenlieferungen abgesehen haben. Es finden viele Kämpfe statt.
Die Dramaturgie des Actionfilms mit etlichen Martial-Arts-Kampfeinlagen und Schusswechseln im Militärsetting ist sehr schlicht. Die Gewalthandlungen des Filmhelden basieren immer auf Verteidigung, werden nie vom ihm initiiert. Das Gut-Böse-Schema der Charaktere und ihrer Handlungen ist klar zu erkennen. Der Visualisierung der Kampf- und Tötungsszenen ist ihr Alter deutlich anzusehen. Dabei gehen die Opfer theatralisch zu Boden, Verwundungen werden nicht detailliert gezeigt, auch überlebt der Held ganz genretypisch immer jeden Anschlag. Die im Vordergrund stehenden Kampfchoreografien, die überhöhte, künstliche und alltagsferne Inszenierung – das alles können ab 12-Jährige problemlos dechiffrieren. Eine Übertragung bestimmter Inhalte auf die eigene Alltagwelt wird nicht vermutet. Deshalb ist die um drastische Kampfszenen verminderte Filmfassung von einem Publikum ab 12 Jahren gut zu verkraften. (Stand: April 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)

Deutsch-Les-Landes

Satffel 01
Fr, D 2018
Komödie

In der Comedyserie geht es um den Einzug einer 200-Mann-starken Abteilung eines deutschen Autozulieferers in ein südfranzösisches Dorf – auf Geheiß des Firmenchefs, der dort günstig Land erworben hat. Es prallen zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander.
Die Atmosphäre der Serie ist hell und arbeitet mit visuellen Gags, bemüht Slapstick und Gesichtskomik und bietet für Kinder kaum Identifikationsfiguren oder Vorbilder. Dem Genre entsprechend werden die Figuren und Themen reichlich überzogen dargestellt, wobei zahlreiche binationale und andere Klischees oberflächlich und auf nicht desorientierende Weise angesprochen werden. Dies gilt auch für einige sexuell konnotierte Sprachbilder. Einige wenige ängstigende Momente (Familienkonflikte) beinhalten keine nachhaltigen Wirkungen für Kinder unter 12 Jahren. Aus diesen Gründen wurde eine Tagesprogrammfreigabe entschieden. (Stand: Oktober 2018)

Mehr Informationen zur Comedyserie Deutsch-Les-Landes im FSF- Blog.

Ab 12 Jahren / Tagesprogramm (ab 6.00 Uhr)

Night of the Living Deb

USA 2015
Komödie

Über Nacht kommt es in Portland zu einem apokalyptischen Zombieausbruch, just in dem Moment, als Deborah und Greg sich kennenlernen. Gemeinsam bestreiten sie alle Zombieattacken, bis diese Zeit dank eines Gegenmittels vorüber ist.
Night of the Living Deb ist eine US-amerikanische Horror- und Beziehungskomödie, die sich von Anfang an nicht ernst nimmt und vom ersten Dialog an als Parodie zu erkennen ist. Durch die senderseitige Schnittbearbeitung wurden alle Zombieattacken und damit das Gewaltpotenzial deutlich entschärft, sodass der Slapstickcharakter noch mehr in den Vordergrund rückt und der Film von seinen ironischen Brechungen lebt. Die Angriffe der Untoten und Notwehrmaßnahmen der Gegenseite werden nur noch angedeutet. Manche Zombiefratze mag möglicherweise kurzzeitig erschrecken, eine nachhaltige Ängstigung für die Altersgruppe der ab 12-Jährigen wird jedoch ausgeschlossen. Auch agieren die beiden Protagonisten durchgängig völlig angstfrei und souverän – so geleiten sie auch ab 12-jährige Zuschauer sicher durch den Film. Zusätzlich trägt das Happy End wesentlich zur Entlastung bei. (Stand: Oktober 2018)

Ab 12 Jahren / Hauptabendprogramm (20.00 – 6.00 Uhr)